Iber (Einbeck)

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Iber
Stadt Einbeck
Wappen von Iber
Koordinaten: 51° 44′ 27″ N, 9° 52′ 46″ O
Höhe: 174 m
Einwohner: 323 (Okt. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05554
Iber (Niedersachsen)
Iber

Lage von Iber in Niedersachsen

St. Johannis

Iber ist ein Dorf und die südlichste Ortschaft der Stadt Einbeck im Landkreis Northeim in Niedersachsen, etwas abgelegen am Fuße des Südlieth, einem Vorberg des Ahlsburg, gelegen. Es wird von der L543 durchquert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Iber zählt nach urkundlichen Quellen zu den ältesten Ortschaften im Gebiet der Stadt Einbeck.

Vom Mönch des Einbecker Augustinerklosters Nikolaus Mey wurde am ersten Advent des Jahres 1539 in Iber die erste lutherische Predigt des Ortes gehalten. Er wirkte dort bis zu seinem Tod 1546 und wurde in der Dorfkirche begraben. 1589 übernahm Johannes Letzner die Pfarrstelle, in seinen Chroniken ist vermerkt:

„812 stiftete Grimhold de Ibera, dem nach der Sachsenbekehrung Kaiser Karls des Großen ein öder, wüster Ort – der dann Iber genannt wird – zu Lehen gegeben wurde, hierselbst Gott und St. Johannes dem Täufer zur Ehre eine Kirche und Pfarre.“

Die Kirche wurde auf dem Herrenhof errichtet. 1183 wurde ein neues Gotteshaus erbaut und von den Herren in Iber reich beschenkt. Die elektrische Versorgung des Dorfes wurde im Jahr 1911 errichtet, der Bau der Wasserversorgung folgte kurz danach 1912.

Iber wurde am 1. März 1974 durch Eingemeindung zum Ortsteil der Stadt Einbeck.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Wilfried Wollenweber (WG) (Stand November 2011). Die Einbecker Ortschaften Iber, Buensen, Dörrigsen und Strodthagen wählen einen gemeinsamen Ortsrat.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem silbernen Wappenschild liegt ein schräg nach rechts oben gewendeter grüner Eibenzweig mit roten Früchten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche befindet sich im Zentrum, um sie herum befinden sich die ältesten Häuser des Dorfes. Die Evangelisch-lutherische St.-Johannis-Kirchengemeinde wurde zum 1. Oktober 2011 mit der St.-Pancratius-Kirchengemeinde in Odagsen zur neuen Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Iber-Odagsen in Einbeck vereinigt.[3]
  • Die Kirchengemeinde Iber ist im Besitz des kunstgeschichtlich bedeutenden sogenannten Niello-Kelches, eines Abendmahlskelches mit zugehöriger Patene von etwa 1180. Die Niello-Technik ergibt aufgrund der Verschmelzung des Silbers mit aufgetragenem Kupfer, Blei und Schwefel schwarze Bilder auf silbernem Grund. Der Kelch befindet sich als Dauerleihgabe im Kestner-Museum in Hannover. Der Kelch war etwa im Jahre 2007 für einige Wochen in einer örtlichen Bank in Dassel ausgestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Einbeck: Einwohnerstatistik Oktober 2010 (PDF; 38 kB). Abgerufen am 22. März 2011.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 207.
  3. Kirchliches Amtsblatt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers 5/2011, S. 214