Orxhausen

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Orxhausen
Stadt Einbeck
Wappen von Orxhausen
Koordinaten: 51° 52′ 2″ N, 9° 58′ 24″ O
Höhe: 113 m
Einwohner: 210 (1. Jan. 2017)
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Kreiensen
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05563
Orxhausen (Niedersachsen)
Orxhausen

Lage von Orxhausen in Niedersachsen

Blick über die Christuskapelle
Blick über die Christuskapelle

Orxhausen ist eine Ortschaft in der Stadt Einbeck, Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orxhausen liegt in einem kleinen Tal, das von ein paar flachen Bergen, wie z. B. dem Westerberg, umgeben ist. Durch das Dorf fließt die Gande. Deshalb sagt man auch, dass das Dorf im „Gandetal“ liegt. Durch das Dorf verläuft der Europaradwanderweg R1. Oben an Orxhausen vorbei führt die Bundesstraße 64.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals 1231 urkundlich erwähnt war der Ort unter dem Namen „Otherikeshusen“ bekannt und bestand aus einigen Gehöften. Um 1549 hieß es aus einer Urkunde, dass das Dorf aus vier Hufen und einem Kothof bestand. 1700 wurde das Dorf in Orxhausen umbenannt. 1751 gründete Johann Heinrich Waldmann die Wahnemühle unterhalb des Dorfes.

Orxhausen wurde am 1. März 1974 in die Gemeinde Kreiensen eingegliedert.[1]

Als Teil dieser Gemeinde wurde Orxhausen am 1. Januar 2013 eine Ortschaft der neugebildeten Stadt Einbeck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Norbert Lucht.

Orxhausen hat einen eigenen unabhängigen Ortsrat, bestehend aus fünf Mitgliedern.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf silbernem Wappenschild liegt ein blauer schräger Wellenbalken, auf ihm ein silberner Mahlstein und seitlich je ein blaues Mühlrad.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch einen Blitzeinschlag im Jahr 1818 wurde die Kirche des Ortes zerstört und brannte bis auf die Grundmauern nieder.[2] Die Orxhäuser Kirche wurde zuvor urkundlich erwähnt. Damals war sie sehr baufällig. Vier Jahre nach der Zerstörung wurde die Kirche neu auf den Grundmauern errichtet. Dieses Kirchengebäude, ein rechteckiger Saalbau, steht noch heute im Dorf. 2004 wurde dem Bauwerk der Name Christuskapelle verliehen. Die Gemeinde gehört zur Propstei Gandersheim-Seesen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geselligkeitskreis Orxhausen (GKK)
  • Frauenhilfe

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der GKK veranstaltet z. B. jährlich Zelten mit Bewohnern aus Orxhausen und Umgebung oder ein Sommerfest an der Schutzhütte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zur B64 besteht die Bahnstrecke Braunschweig–Kreiensen; der Haltepunkt Orxhausen ist aufgegeben worden. Außerdem verläuft ein paar hundert Meter entfernt die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg, die hier zwischen der Gandetalbrücke und dem Hopfenbergtunnel den Betriebsbahnhof Orxhausen hat. Dort befindet sich ein Elektronisches Stellwerk, das die Neubaustrecke zwischen Rethen (Leine) und Northeim steuert. Seit 2012 wird das Stellwerk Orxhausen aus der Betriebszentrale der DB Netz AG in Hannover aus ferngesteuert.

Weiters gehören ein Sportplatz, ein Volleyballplatz und eine Schutzhütte zu dem Dorf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Hahne: Aus vergangenen Tagen des Dörfchens Orxhausen. In: Braunschweigische Heimat 1962, Bände 48–54, S. 50.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 269.
  2. Karl Steinacker: Die Kunstdenkmale des Kreises Gandersheim, 1978, S. 53