Iolanda Balaș

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Iolanda Balaș bei den Olympischen Spielen 1964

Iolanda Balaș (* 12. Dezember 1936 in Timișoara; † 11. März 2016 in Bukarest[1]) war eine rumänische Hochspringerin. Sie war zweifache Olympiasiegerin und gilt als eine der besten Hochspringerinnen aller Zeiten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Balaș gehörte zur ungarischen Bevölkerung in Rumänien;[2] deswegen erscheint ihr Name teilweise auch in ungarischer Schreibweise als Jolán Balázs.

1958 heiratete sie ihren gleichfalls rumänisch-ungarischen Trainer Ion Sötér (János Sőtér), 1968 wurden sie kirchlich getraut.[2]

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Balaș dominierte für ein Jahrzehnt die internationalen Hochsprungwettbewerbe. Zwischen 1957 und 1967 gewann sie 150 Wettbewerbe in Folge[3] und verbesserte dabei den Weltrekord insgesamt 14 Mal von 1,74 m auf 1,91 m.

Als einziger Hochspringerin gelang es Balaș, zweimal hintereinander Olympiasiegerin zu werden. Nachdem sie bei ihrer Olympiapremiere 1956 in Melbourne Fünfte geworden war, distanzierte sie bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom mit 1,85 m die Polin Jarosława Jóźwiakowska und die Britin Dorothy Shirley, die gemeinsam die Silbermedaille gewannen, um 14 Zentimeter. Vier Jahre später bei den Spielen in Tokio gewann sie mit 1,90 m und hatte zehn Zentimeter Vorsprung auf Michele Brown.

Iolanda Balaș auf einer rumänischen Briefmarke

Auch bei Europameisterschaften war sie erfolgreich: Musste sie sich 1954 in Bern noch mit der Silbermedaille begnügen, so wurde sie 1958 in Stockholm und 1962 in Belgrad Europameisterin. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1966 war sie dabei, gab aber an verletzt zu sein, wodurch sie auch der neu eingeführten Geschlechter-Kontrolle entging.[2] Vor den Olympischen Spielen 1968 unterzog sie sich einer Operation, trat aber nicht in Mexiko an.[2]

Balaș praktizierte noch die einfache, unökonomische Schertechnik. Am 4. September 1971 war es die Österreicherin Ilona Gusenbauer, die den zehn Jahre alten Weltrekord von Iolanda Balaș mit 1,92 m im Parallelwälzer brach. Ein Jahr später zog Ulrike Meyfarth bei ihrem Olympiasieg in München nach und war damit die erste Weltrekordlerin mit der neuen Flop-Technik.

Balaș hatte auch männliche Geschlechtsmerkmale und trat nach Einführung von Geschlechterkontrollen nicht mehr an.[2]

Iolanda Balaș war von 1988 bis 2005 Präsidentin des Rumänischen Leichtathletik-Verbandes.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Iolanda Balaș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Iulian Anghel: Iolanda Balaş a murit. Fosta atletă avea 79 de ani. Adevărul, 11. März 2016.
  2. a b c d e Stefan Lazar: Eine interessante Heirat. In: Die Zeit 10/1968, 8. März 1968
  3. S. J. Mazdon: Iolanda Balas – 150 Wins In a Row. In: Track Stats 29, Heft 4, Dezember 1991.
  4. Iolanda Balaș in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)