Blanka Vlašić

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Blanka Vlašić Leichtathletik

Track & Field - Adidas Grand Prix - Icahn Stadium - Blanka Vlasic (20748739195).jpg
Vlašić beim Adidas Grand Prix in New York 2015

Nation KroatienKroatien Kroatien
Geburtstag 8. November 1983 (34 Jahre)
Geburtsort SplitSFR Jugoslawien
Größe 193 cm
Gewicht 70 kg
Karriere
Disziplin Hochsprung
Bestleistung 2,08 m
Verein ASK Split
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften 2 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Hallen-WM 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Europameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
U23-EM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Silber0 Peking 2008 2,05 m
0Bronze0 Rio de Janeiro 2016 1,97 m
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Gold0 Osaka 2007 2,05 m
0Gold0 Berlin 2009 2,04 m
0Silber0 Daegu 2011 2,03 m
0Silber0 Peking 2015 2,01 m
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
0Bronze0 Budapest 2004 1,97 m
0Silber0 Moskau 2006 2,00 m
0Gold0 Valencia 2008 2,03 m
0Gold0 Doha 2010 2,00 m
Logo der EAA Europameisterschaften
0Gold0 Barcelona 2010 2,03 m
Logo der IAAF Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Santiago 2000 1,91 m
0Gold0 Kingston 2002 1,96 m
Logo der EAA U23-Europameisterschaften
0Gold0 Bydgoszcz 2003 1,98 m
letzte Änderung: 2. Februar 2018

Blanka Vlašić [ˈblaːnka ˈʋlaʃitɕ] (* 8. November 1983 in Split) ist eine kroatische Leichtathletin. Sie wurde 2007 und 2009 Weltmeisterin und 2010 Europameisterin im Hochsprung.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blanka Vlašić wuchs an der kroatischen Adriaküste in Split (damals Teil von Jugoslawien) auf.
Sie ist die Tochter von Joško Vlašić, der seit 1984 den kroatischen Zehnkampf-Landesrekord hält. Die Tochter wurde nach der marokkanischen Stadt Casablanca benannt, in der ihr Vater 1983 rund um ihren Geburtstermin an den Mittelmeerspielen teilnahm.[1]

Bereits als 16-Jährige schaffte sie es, 1,93 m zu überspringen. Ihre persönliche Bestleistung liegt bei 2,08 m, die sie am 31. August 2009 aufstellte (gleichzeitig kroatischer Landesrekord). Bisher sprang bei Freiluftveranstaltungen nur Stefka Kostadinowa höher (2,09 m).[2] In der Halle gelangen Kajsa Bergqvist auch 2,08 m. Vlašić ist 1,93 m groß.[3]

Trainiert wird sie von ihrem Vater und dem ehemaligen Hochspringer Bojan Marinović.

2007 und 2010 wurde sie vom Europäischen Leichtathletikverband zu Europas Leichtathletin des Jahres gewählt.[4][5] In Deutschland gelangte sie zu größerer Popularität durch ihre Konkurrenz zu der deutschen Athletin Ariane Friedrich, mit der sie sich mehrere spannende Duelle lieferte.[6][7]

Schon in ihrer Juniorenzeit war Vlašić recht erfolgreich. Sie ist zweifache Juniorenweltmeisterin. Im Alter von 17 Jahren gewann sie zunächst im Jahr 2000 in Santiago de Chile mit einer Höhe von 1,91 m und dann zwei Jahre später auch in Kingston mit übersprungenen 1,96 m.

Olympische Sommerspiele 2000 und 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem nahm sie schon mit jungen Jahren an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen teil, jeweils ohne das Finale zu erreichen. Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg wurde sie mit einer Höhe von 2,01 m Vierte. Sie hält damit den Rekord des höchsten Sprungs bei einer Meisterschaft, der nicht zu einem Medaillengewinn reichte.

In der Saison 2007 sprang Vlašić bei zwölf von dreizehn Freiluftveranstaltungen über zwei Meter und unternahm mehrere Versuche, den Weltrekord von Stefka Kostadinowa, der bei 2,09 m steht, zu verbessern. Vlašić überzeugte in dieser Saison vor allem durch ihre Beständigkeit. Bei den Weltmeisterschaften in Osaka gewann sie am 2. September 2007 schließlich Gold mit einer übersprungenen Höhe von 2,05 m.

Blanka Vlašić in Osaka (Japan) nach der Siegerehrung bei den Weltmeisterschaften 2007

Olympische Sommerspiele 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 34 Siegen in Folge seit Juni 2007 ging Vlašić als Favoritin zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Dort unterlag sie allerdings der Belgierin Tia Hellebaut, die 2,05 m im ersten Versuch genommen hatte, während Vlašić dafür zwei Versuche benötigte und die Silbermedaille gewann.

Bei den Weltmeisterschaften in Berlin gewann sie am 20. August 2009 die Goldmedaille mit einem Sprung über 2,04 m. Ein Jahr später errang Vlašić bei den Europameisterschaften in Barcelona ebenfalls Gold, als sie mit übersprungenen 2,03 m ihre Konkurrentinnen überbot. Bei den Weltmeisterschaften 2011 gewann sie Silber. Aufgrund der fehlenden Form nach einer Operation an der linken Achillessehne 2012 musste sie kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in London ihre Teilnahme absagen.[8] Auch an den Weltmeisterschaften 2013 konnte sie verletzungsbedingt nicht teilnehmen.[9]

Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Peking gewann sie die Silbermedaille. Wie die beiden anderen Medaillengewinnerinnen übersprang sie 2,01 m.

Olympische Sommerspiele 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann sie mit einer übersprungenen Höhe von 1,97 m die Bronzemedaille.[10]

Am 19. Juli 2017 sagte Vlašić ihren geplanten Start bei den Weltmeisterschaften in London wegen Fußschmerzen ab. Sie kündigte aber an, bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio nochmals starten zu wollen.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blanka Vlašić ist mit dem französischen Handballprofi Nikola Karabatić liiert.[11] Ihr Bruder ist der Fußballspieler Nikola Vlašić. Sie lebt noch heute in ihrem Geburtsort Split.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Veranstaltung Ort Ergebnis
2000 Juniorenweltmeisterschaften ChileChile Santiago 1.
2001 Weltmeisterschaften KanadaKanada Edmonton 6.
Mittelmeerspiele TunesienTunesien Tunis 1.
2002 Juniorenweltmeisterschaften JamaikaJamaika Kingston 1.
Europameisterschaften DeutschlandDeutschland München 5.
2003 Hallenweltmeisterschaften Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham 4.
Weltmeisterschaften FrankreichFrankreich Paris 7.
Leichtathletik Weltfinale MonacoMonaco Monaco 4.
2004 Hallenweltmeisterschaften UngarnUngarn Budapest 3.
Olympische Sommerspiele GriechenlandGriechenland Athen 11.
2006 Hallenweltmeisterschaften RusslandRussland Moskau 2.
Europameisterschaften SchwedenSchweden Göteborg 4.
Leichtathletik Weltfinale DeutschlandDeutschland Stuttgart 6.
2007 Halleneuropameisterschaften Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham 5.
Weltmeisterschaften JapanJapan Osaka 1.
Leichtathletik Weltfinale DeutschlandDeutschland Stuttgart 1.
2008 Hallenweltmeisterschaften SpanienSpanien Valencia 1.
Olympische Sommerspiele China VolksrepublikVolksrepublik China Peking 2.
Leichtathletik Weltfinale DeutschlandDeutschland Stuttgart 1.
2009 Weltmeisterschaften DeutschlandDeutschland Berlin 1.
Leichtathletik Weltfinale GriechenlandGriechenland Thessaloniki 1.
2010 Hallenweltmeisterschaften KatarKatar Doha 1.
Europameisterschaften SpanienSpanien Barcelona 1.
2011 Weltmeisterschaften Korea SudSüdkorea Daegu 2.
2015 Weltmeisterschaften China VolksrepublikVolksrepublik China Peking 2.
2016 Olympische Sommerspiele BrasilienBrasilien Rio de Janeiro 3.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blanka Vlašić – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herkunft des Namens
  2. Ewige Bestenliste der IAAF
  3. Athletenporträt der IAAF
  4. Würdigung auf der Website (Memento des Originals vom 3. Juli 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.european-athletics.org der EAA
  5. Christian Fuchs: Jessica Ennis ist Europas Athletin des Jahres, www.leichtathletik.de 4. Oktober 2012
  6. Süddeutsche Zeitung vom 20. August 2009
  7. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. August 2009
  8. Friedrich-Rivalin: Kroatiens Hochsprungstar Vlasic sagt Olympia ab bei welt.de, abgerufen am 8. August 2012.
  9. Nach sieben Monaten: Hochspringerin Vlasic gibt ihr Comeback
  10. Hochsprung: Ruth Beitia gewinnt bei Sport1.de, abgerufen am 21. August 2016
  11. Porträt von Blanka Vlašić bei spox.com, abgerufen am 6. Januar 2012