Kardinalfehler

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Als Kardinalfehler bezeichnet man einen grundsätzlichen und schwerwiegenden Fehler.[1]

Er bezeichnet einen Fehler, der eine gestellte Aufgabe komplett unlösbar macht oder einen Fehler in der Basis einer gedanklichen oder physikalischen Konstruktion.

Laut Duden ist die Schreibweise Kardinalsfehler nicht zulässig.[2][1]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wortbestandteil Kardinal- ist entlehnt aus dem lateinischen Adjektiv cardinalis, das auch die Eindeutschungen Eck-, Angel- und Haupt- übersetzen. Dieses ist seinerseits abgeleitet aus cardo, Bezeichnung für die nord-südliche Hauptachse der quadratischen römischen Stadtanlage und allgemeiner für "Achse", "(Tür-)Angel", "Eck-, Angel- oder Hauptpunkt", und verbindet sich in der antiken und mittelalterlichen Tradition besonders mit den Vorstellungen von den vier Kardinalpunkten, und zwar den Weltgegenden oder Himmelsrichtungen, die durch die Hauptachsen (cardines) von Norden nach Süden und von Osten nach Westen gebildet werden, den vier Kardinaltugenden (virtutes cardinales) und dem kirchenlateinischen Titel des Kardinals. Letzterer wird nach einer mittelalterlichen Etymologie damit erklärt, dass die gesamte Kirche von den Kardinälen so "wie die Tür von der Angel" regiert wird.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Duden: Kardinalfehler
  2. Duden: Kardinalsfehler
  3. "... inde dicti sunt cardinales per quos tota Ecclesia, sicut ostium per cardinem, gubernatur", Durandus von Mende († 1296), Rationale divinorum officiorum, II, i, 17, CCCM 140A