Laugna

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Laugna
Laugna
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Laugna hervorgehoben
Koordinaten: 48° 32′ N, 10° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Wertingen
Höhe: 442 m ü. NHN
Fläche: 27,61 km2
Einwohner: 1577 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86502
Vorwahl: 08272
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 143
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstr. 12
86637 Wertingen
Website: laugna.de
Bürgermeister: Johann Gebele (FWO)
Lage der Gemeinde Laugna im Landkreis Dillingen an der Donau
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Über dieses Bild

Laugna ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wertingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen Dillingen (15 km) und Augsburg (22 km), etwa 3,5 km südöstlich von Wertingen und ist Teil der Planungsregion Augsburg. Südlich der Gemeinde beginnt der Holzwinkel, ein Teil des Naturparks Augsburg – Westliche Wälder. Im Osten des Gemeindegebietes verläuft die Laugna und nimmt den Asbacher Bach auf.

Laugna hat sieben Ortsteile:[2] (Ehemalige Gemeinden mit ihren Ortsteilen, Einwohnerzahlen Stand Mai 2019 in Klammern)[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als früheste bekannte Besiedelung wird von einer keltischen Landnahme um 100 v. Chr. ausgegangen. Darauf deutet vor allem der vordeutsche Name „Longenaha“ oder umgangssprachlich „Longna“ hin. Um 15 v. Chr. besetzten die Römer das Gebiet. Um 410 n. Chr. wurden sie durch den Alemannischen Stamm der Sueben vertrieben; aus Laugna wurde eine germanische Urmark.

Laugna war im Besitz der Fuggerschen Familienstiftung, die 1613 die Herrschaft Bocksberg erworben hatte. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Ortsteile der heutigen Gemeinde hatten zum 1972 aufgelösten Landkreis Wertingen gehört. Am 1. Mai 1978 wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform die Gemeinden Bocksberg und Osterbuch mit allen Ortsteilen eingemeindet.[5]
Letzter Bürgermeister der alten Gemeinde Laugna war Johann Öttle, der auch als Bürgermeister der neuen Gemeinde wiedergewählt wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heutiges Gemeindegebiet

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1314 1304 1313 1422 1479 1533 1553 1543 1577
Quelle [5] [5]

Ort Laugna

Jahr 1875 1950 1987 2019
Einwohner 508 766 654 648
Quelle [6] [7] [8] [3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Johann Gebele (Freie Wählergruppe Osterbuch), zweiter Bürgermeister ist Helmut Bartsch (Parteilose Wählergruppe Laugna).[9] Johann Gebele wurde im März 2014 im ersten Wahlgang erstmals zum Bürgermeister gewählt.

Ehemalige Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978 – 1980: Johann Öttle aus Laugna (vorher Bürgermeister der Altgemeinde Laugna)
  • 1980 – 1996: Günter Meitinger aus Bocksberg
  • 1996 – 2014: Georg Keis sen. aus Asbach
  • Seit 2014: Johann Gebele aus Osterbuch

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder:

  • Parteilose Wählergruppe Laugna (PWL): 5 Sitze (2008: 5 Sitze)
  • Freie Wählergruppe Osterbuch (FWO) 4 Sitze (2008: 3 Sitze)
  • Freie Wählergemeinschaft Bocksberg (FWB): 3 Sitze (2008: 4 Sitze)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über goldenem Schildfuß, darin drei schräglinks gestellte und schräg abgeschnittene grüne Balken, gespalten von Blau und Gold; vorne ein goldenes Lilienkreuz, hinten ein schreitender schwarzer Bock auf ledigem grünen Vierberg.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 20, im produzierenden Gewerbe 70 und im Bereich Handel und Verkehr vier sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 26 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 557. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 49 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1377 ha, davon waren 988 ha Ackerfläche.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 540.000 €, davon waren 40.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Nord nach Süd durchquert die Staatsstraße 2036 das Gemeindegebiet und den Ort Laugna. Von dort verläuft die Kreisstraße DLG 33 nach Osten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 61 Kindern

Alle Schulen für die Gemeinde befinden sich in Wertingen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportverein der gesamten Gemeinde ist der 1967 gegründete FC Osterbuch.

Die Gemeinde besitzt eine 1923 gegründete Schnapsbrennerei, die das sog. Laugnawasser herstellt. Der Schnaps wird hauptsächlich aus Äpfeln, Birnen und Zwetschgen gebrannt, das Obst stammt ausschließlich aus der Umgebung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laugna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. a b Gemeinde-Website: Unsere Gemeinde - Zahlen und Daten
  4. Gemeinde-Website: Der Ort Laugna - Geschichte
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.
  6. Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach der Volkszählung vom 1. Decbr. 1875, München, 1876
  7. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Nach der Volkszählung vom 13. September 1950. München, 1952
  8. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991
  9. Ergebnisse der Kommunalwahl 2014 vom Bayerischen Landesamt für Statistik