Wertingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wertingen
Wertingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wertingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 33′ N, 10° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Wertingen
Höhe: 421 m ü. NHN
Fläche: 51,8 km²
Einwohner: 9015 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86637
Vorwahl: 08272
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 182
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schulstr. 12
86637 Wertingen
Webpräsenz: www.wertingen.de
Bürgermeister: Willy Lehmeier (Freie Wähler)
Lage der Stadt Wertingen im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Donau-Ries Landkreis Günzburg Aislingen Bachhagel Bächingen an der Brenz Binswangen Bissingen (Bayern) Blindheim Buttenwiesen Dillingen an der Donau Finningen Glött Gundelfingen an der Donau Haunsheim Höchstädt an der Donau Holzheim (bei Dillingen an der Donau) Laugna Lauingen (Donau) Lutzingen Medlingen Mödingen Schwenningen (Donau) Syrgenstein Villenbach Wertingen Wittislingen Ziertheim Zöschingen ZusamaltheimKarte
Über dieses Bild

Wertingen ist eine Stadt und ein Mittelzentrum im nordschwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wertingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Topologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt an der unteren Zusam, die wenige Kilometer nördlich in die Donau mündet, wird von einem langgezogenen Höhenrücken vom Donauried getrennt. Wertingen liegt im großen Naturpark Augsburg-Westliche Wälder, der von den Flüssen Donau, Lech, Wertach und Mindel begrenzt wird. Augsburg ist 28 km, Donauwörth 22 km und die Kreisstadt Dillingen an der Donau 14 km entfernt.

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Buttenwiesen, Kühlenthal, Meitingen, Biberbach, Laugna, Zusamaltheim und Binswangen.

Die Stadt liegt am Rande des Donaurieds im Naturraum der Donau-Iller-Lech-Platten, vorwiegend im Bereich des mittleren Zusamtals. Einige Stadtteile liegen auch im Bereich der Zusamplatte und des Glötter Rieds.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zusamtal ist ein kaum geschützter Talboden, der die Kaltluft der Randhöhen sammelt und zu starker Nebelbildung neigt. Das Sammelbecken erhält dadurch hohe Inversionseigenschaften. Die südliche Umgehungsstraße und zahlreiche Brückenbauwerke als Straßendämme reduzieren die Düsenwirkung der Ventilationsbahnen Zusamaue und Laugna und damit die Frischluftzufuhr. Die Kessellage zwischen Geißberg und Judenberg der Kernstadt verstärkt die Rückhaltung feuchter Kaltluft und erhöht die Nebelbildung über das an anderen Donaustädten schon hohe Maß hinaus zusätzlich. In der Zeit von Oktober bis April sind wochenlange und kaum unterbrochene, geschlossene Nebeldecken oder Hochnebelwetterlagen anzutreffen.

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Innenstadt besitzt markante Giebel aus dem 17. und 18. Jahrhundert, teilweise in Fachwerkbauweise. Der Marktplatz ist verkehrsberuhigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus der Keltenzeit (vor etwa 2000 Jahren) belegen die Eisenverhüttung (Raseneisenerz) und die Besiedlung durch die Kelten im Gebiet um Wertingen. Die Viereckschanze beim Reutenhof zeigt ebenso die Besiedlung durch die Kelten. Die Anwesenheit der Römer ist durch Funde am Maierhof belegt. Wertingen lag südlich der Via Danubia, die von Günzburg über Binswangen nach Kelheim führte. Im 5. Jahrhundert n. Chr. besiedelten Alemannen aus dem Raum Donauwörth heraus die Donau-Seitentäler. Vom Wertinger Siedlungsursprung Maierhof aus wurde die Umgebung besiedelt, wodurch die benachbarten Orte entstanden. Das Christentum hielt im 6./7. Jahrhundert Einzug in Wertingen und der Region.

Marienbrunnendetail (Marktplatz)

1122 tauchte Wertingen erstmals urkundlich auf. Mit dem Erwerb der Herrschaft Wertingen durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa kam Wertingen in den Besitz der Staufer. Diese versahen den Ort zwischen 1200 und 1250 mit Wall, Graben und Palisadenring und erhoben ihn zum Markt. Bayernherzog Ludwig der Strenge erbte das Wertinger Gebiet 1268 nach dem Tod des letzten deutschen Staufers Konradin. Die Herrschaft Wertingen kam 1278 als bayerisches Lehen zunächst an die Truchsessen von Hohenreichen und 1348 für fast 120 Jahre an die Augsburger Patrizier-Familie Langenmantel. Wertingen begann ursprünglich als Ackerbürgerstadt. 1354 wurde der ältere Teil des heutigen Schlosses errichtet und danach die Stadtbefestigung mit Türmen und drei Stadttoren, dem Thürheimer Tor im Norden, dem Dillinger Tor im Westen und dem Augsburger Tor im Südosten, ausgebaut. Sie wurde 1868, 1870 bzw. 1872 niedergelegt. Alle drei Tore sind als braune Reliefplatten in nahegelegenen Hauswänden mit dem Abbild ihrer Feldseite, der Bauzeit 14. Jht. und dem jeweiligen Abrissjahr verewigt. Im Städtekrieg wurde Wertingen 1388 zerstört. Von 1467 bis 1700 war das Lehen im Besitz derer von Pappenheim. Um 1500 wurde das Schloss grundlegend verändert und u.a. zwei Rundtürme ergänzt. Im Bayerischen Krieg wurde die Stadt 1462 durch Ludwig den Reichen erobert und niedergebrannt, wobei auch die Kirche zerstört wurde. 1646 überfielen die Schweden im Dreißigjährigen Krieg die Stadt, brandschatzten sie und dezimierten die Bevölkerung. Erneut brannte die Stadtkirche nieder. 1654 wurde durch einen Erweiterungsbau das „Neue Schloss“ geschaffen.

Durch die Niederlage Bayerns im Spanischen Erbfolgekrieg fiel Wertingen 1704 an das Reich. Nach den Herrschaften der Fürsten Lobkowitz und des Grafen d'Albert (später Fürst Grimberghen) wurden die Lehen Wertingen und Hohenreichen ab 1768 nicht mehr vergeben, die Verwaltung oblag einem Pfleggericht und ab 1799 der allgemeinen Verwaltung. Am 8. Oktober 1805 besiegte das VI. französische Armeekorps unter General Jean Lannes die österreichische Division unter Feldmarschall Franz Xaver von Auffenberg in der Schlacht bei Wertingen. Dies war der Auftakt für Napoleons Sieg in der Schlacht bei Ulm, der Anfang Dezember zur totalen Niederlage der Österreicher und Russen bei Austerlitz führte. Zur Erinnerung ist der Name Wertingen am Arc de Triomphe in Paris erwähnt. [2]

Ab 1802 entstand das Landgericht Wertingen, das 1862 zum Bezirksamt umgewandelt wurde als Vorläufer des Landkreises Wertingen. Bliensbach gehörte bis 1803 dem Domstift Augsburg.

Bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 stimmten mit 59 Prozent überdurchschnittlich viele Wähler des Bezirksamts Wertingen für die NSDAP. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt kurz vor Kriegsende am 24. April 1945 von US-amerikanischen Jagdbombern bombardiert. Am folgenden Tag erfolgte die Besetzung durch das 15th Infantry Regiment nach intensiven Kampfhandlungen.

Weitere Daten:

  • letzte Hinrichtung eines Mörders am 30. Juli 1836
  • erste Kinovorführung 1899
  • Errichtung des städtischen Gaswerks 1902
  • Eröffnung der (inzwischen stillgelegten) Bahnlinie von Mertingen nach Wertingen (7. Juni 1905)
  • Erste Stromanschlüsse in Wertingen (1912)
  • Heimatvertriebene, meist Sudetendeutsche fanden Aufnahme in der Stadt (1946)
  • Auflösung des Landkreises Wertingen und damit Verlust des Kreisstadt-Status (1972)
  • Die Landwirtschaftsschule und das Landwirtschaftsamt beziehen in Wertingen neues Domizil (vormals in Lauingen (Donau), 1996)
Innenstadt
Innenstadt mit dem weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Café Madlon
Stadtpfarrkirche St. Martin mit ihren einzigartigen Türmen
Eines der ältesten Häuser Wertingens

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Hirschbach, Hohenreichen, Prettelshofen und Rieblingen eingegliedert.[3] Am 1. Juli 1976 kam Hettlingen hinzu. Bliensbach folgte am 1. Januar 1977. Die Eingemeindungsmaßnahmen wurden mit dem Anschluss von Gottmannshofen und Roggden am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im 20-köpfigen Stadtrat (Stand Kommunalwahl 2014):

  • CSU: 6 Sitze
  • Freie Wähler: 5 Sitze
  • SPD/Unabhängige Wähler: 2 Sitze
  • Christlich-Soziale Wählergemeinschaft der Stadtteile: 3 Sitze
  • Grüne: 2 Sitze
  • Bürgerinitiative für Wertingen und Stadtteile: 1 Sitz
  • Kommunale Umweltliste: 1 Sitz

Erster Bürgermeister ist Willy Lehmeier (Freie Wähler). Er wurde 2002 Nachfolger von Dietrich Riesebeck (SPD) und 2008 und 2014 wiedergewählt.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FrankreichFrankreich Frankreich: Seit 1989 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Fère-en-Tardenois in der Picardie.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über Schildfuß mit den bayerischen Rauten gespalten von Rot und Silber, belegt mit einer auf der Teilungslinie stehenden zweitürmigen, blaubedachten, silbernen Kirche in perspektivischer Ansicht.“

Die Kirche, eine symbolische Darstellung der Stadtpfarrkirche St. Martin, findet sich bereits im ältesten Stadtsiegel von 1297, die bayerischen Rauten kamen 1881 zum Wittelsbacher Jubiläum mit Zustimmung von König Ludwig II. hinzu, ebenso die Spaltung in Rot und Silber. Die bayerischen Rauten weisen auf die Zugehörigkeit der Stadt zu Bayern seit der Konradinischen Schenkung 1268 hin. Die Farben Rot und Silber stammen aus dem Wappen des Augsburger Hochstifts und stellen die Diözesanzugehörigkeit dar.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeitgenössische Kunstsammlung im ehemaligen Amtsgericht
  • Brauereimuseum im Schwanenbräu
  • Schwäbisches Ofenmuseum
  • Wertinger Radiomuseum

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seelenkapelle neben der Pfarrkirche St. Martin
Schlosskapelle St. Georg in Hohenreichen
Schloss Wertingen, Südwestfront
  • das im 14. Jahrhundert erbaute Wertinger Schloss mit dem Heimatmuseum – aus der Zeit der Langenmantel und mit Ergänzungen aus der Zeit der Pappenheimer (17. Jh.)
  • die Stadtpfarrkirche St. Martin, nach Brandschatzung im Dreißigjährigen Krieg in barockem Stil mit Wessobrunner Stuck wieder aufgebaut – es ist die einzige zinnengekrönte Doppelturmkirche in Deutschland, sie prägt auch das Stadtwappen; spätgotisches Halbrelief mit der Grablegung Christi
  • Bethlehemkirche, 1950 erbaut, abgerissen im Oktober 2006, Neubau 2007 fertiggestellt
  • Marienbrunnen am Marktplatz
  • Kirche St. Felizitas, erbaut 1837, im Stadtteil Roggden
  • Chorturm-Kirche St. Margaretha im Stadtteil Bliensbach
  • Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung im Stadtteil Gottmannshofen
  • Schlosskapelle St. Georg im Stadtteil Hohenreichen
  • Skulpturenweg an der Via Danubia im Westen von Wertingen

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Napoleonstanne: Eine hohe Fichte auf dem Bergrücken oberhalb von Gottmannshofen. Sie wurde 1905, zum 100-jährigen Gedenken an die Schlacht des dritten Koalitionskriegs bei Wertingen vom 8. Oktober 1805, gepflanzt. Die Truppen kamen damals über diesen Berg, um vor ihnen das Schlachtfeld gut überblicken zu können. Heute ist die Stelle ein schöner Aussichtspunkt über das Zusamtal und auf die Stadt.

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wertingen finden regelmäßig zahlreiche Kunstausstellungen, wie z. B. die „Kunst im Schloss“, statt. Daneben laden die städtische Galerie, die umfangreich bestückte Artothek, der Skulpturenweg Donauried und die Martin-Blümel-Stube den Betrachter ein.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frühjahrs- und Herbstmarkt
  • Tanz in den Mai (Abend des 1. Mai)
  • Maibaumaufstellen (u.a. Gottmannshofen)
  • Volksfest (im Mai)
  • Stadtfest (August 2017, alle 2 Jahre)
  • Internationales Gitarrenfestival (Sept./Okt.)
  • Schlossweihnacht (Advent)

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schübling, eine kräftig gewürzte, angeräucherte Wurst, die roh, luftgetrocknet oder gekocht mit Sauerkraut gegessen wird und in ihrer Art nur in Wertingen und im Zusamtal hergestellt wird.
  • Wertinger Bischofskuchen, vom 1861[5] gegründeten Café Madlon anlässlich des Besuchs des Augsburger Bischofs Maximilian von Lingg 1910 in Wertingen kreiert und heute noch nach dem Originalrezept gebacken.
  • Wertinger Kellerbier (Schwanenbräu): hefetrübes Spezialbier, ausgezeichnet mit dem European Beer Award 2005.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wertingen ist ein überregionales Schulzentrum. In der Stadt sind die folgenden Bildungsinstitutionen ansässig:

  • Grundschule
  • Mittelschule
  • Staatliche Realschule
  • Gymnasium Wertingen
  • Musikschule
  • Montessori-Schule
  • Montessori Fachoberschule
  • Berufsfachschule für Krankenpflege im Kreiskrankenhaus
  • Fachschule für Altenpflege im Rot-Kreuz-Zentrum
  • Landwirtschaftsschule mit den Abteilungen Landwirtschaft und Hauswirtschaft
  • Schullandheim Bliensbach

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wertingen ist ein regionales Zentrum der Industrie und Wirtschaft. Die Unternehmen sind überwiegend konzentriert in Gewerbegebieten in der Stadt Wertingen und im Stadtteil Geratshofen.

  • Der international tätige Dachziegelhersteller Creaton hat seinen Hauptsitz mit Werk in Wertingen und eine weitere Fabrik im Wertinger Stadtteil Roggden.
  • Buttinette Textil-Versandhaus GmbH: bundesweiter Versender von Bastelbedarf und Karnevalsartikeln
  • EM Erwin Müller Group: B2B-Versandhandelsunternehmen für die Hotellerie- und Gastronomiebranche (Marken: VEGA, Hotelwäsche Erwin Müller, Jobeline, Pulsiva, Lusini)
  • Schüco International KG: internationaler Hersteller für Fenstern, Türen, Fassaden und Solarlösungen.
  • Georg Wagner KG: Anbieter von klassischen und erneuerbaren Wärmebrennstoffen und Großhändler für Betriebs- und Schmierstoffe für die Industrie in den Regionen Stuttgart, Nürnberg und München
  • Auch die Johann Demmler KG ist in Wertingen ansässig. Das im Jahre 1898 gegründete Unternehmen hat sich auf den Fahrzeugbau für landwirtschaftliche Zwecke spezialisiert.
  • Spedition Stefan Eisenhofer Transporte und Frachtvermittlungen
  • Killisperger Spedition und Mineralölvertrieb GmbH
  • Holz Denzel KG: einer der flächenmäßig größten Holzhändler Süddeutschlands

frühere Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundesweit in die Kritik geriet die Firma Wertfleisch aus Wertingen, weil sie Fleischabfälle umetikettierte und das Gammelfleisch billigst nach Berlin für die Döner Kebab-Produktion lieferte.
  • Die Spedition Gebrüder Lackner konnte ihre Expansionspläne in Wertingen mangels attraktivem Gewerbegrund nicht umsetzen, bleibt jedoch dem Zusamtal mit Sitz in Buttenwiesen erhalten.
  • Buhl Gastronomie Personallösungen: Die Zeitarbeitsfirma für Hotels & Gastronomie verlegt ihren Firmensitz nach Neusäß bei Augsburg wegen fehlender Entwicklungsmöglichkeiten am Standort.
  • Die Pohltec Fassaden GmbH schließt ihr Werk in Wertingen zugunsten des Firmensitzes.
  • Metallbau Krauß ging 2003 trotz städtischem Darlehen insolvent
  • Metallbau MBS Straub GmbH
  • Die Baumaschinenfirma Fischer und Schweiger GmbH siedelte 2010 wegen der besseren Verkehrsanbindung und der besseren Gewerbeflächen nach Wollbach bei Zusmarshausen um.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Wertingen aus führen Verbindungsstraßen in die umliegenden Städte Dillingen an der Donau, Höchstädt an der Donau, Donauwörth sowie Augsburg. Im 20 km südlich gelegenen Zusmarshausen besteht Anschluss an die Bundesautobahn 8 (MünchenStuttgart). Der Bahnhof in Meitingen befindet sich 13 km östlich in der Stadt (Bahnlinie Augsburg – Donauwörth). Die schlechte Verkehrsanbindung an den Bahnhof ist seit Jahren ein diskutiertes und ungelöstes Problem. Der öffentliche Nahverkehr wird in Wertingen und Umgebung vom Augsburger Verkehrsverbund (AVV) abgewickelt. Die Nahverkehrsversorgung am Wochenende ist stark unbefriedigend.

Wertingen liegt an der Staatsstraße 2027, die Wertingen mit Donauwörth und der A8 verbindet und an der Staatsstraße 2033, die den Anschluss an Heidenheim, Dillingen und den Großraum Augsburg herstellt. An der Anbindung der Stadt an die Staatsstraße bei Geratshofen wurde 2015 ein großer, vielarmiger Kreisverkehr errichtet, der Gegenstand erbittert geführter Debatten im Vorfeld war. Die den Kreisverkehr überspannende Brücke (genannt "Overfly") konnte hierbei nicht realisiert werden. Die Aussparungen hierfür sind jedoch dennoch vorhanden.

Bis 1997 war Wertingen Endbahnhof der Bahnstrecke Mertingen–Wertingen. Der Personenverkehr wurde allerdings schon 1981 eingestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Christoph von Beer (1690–1760), Pfarrer von Gottmannshofen und Verfasser von bedeutenden theologischen und erzieherischen Schriften
  • Wilhelm Berchtold (1926–2015), Unternehmer, stellvertretender Bürgermeister, Ehrenbürger und Träger des Bundesverdienstkreuzes
  • Karl-Heinz Brodbeck (* 1948), deutscher Philosoph, Kreativitätsforscher, Ökonom und Wirtschaftsethiker
  • Christian Lukes (* 1969), deutscher Eishockeyspieler
  • Joseph Mindler (1808–1868), deutscher Philhellene
  • Anton Rauch (1916–2006), Altlandrat und Ehrenbürger
  • Anton Trauner (* Oktober 1922), Missionspriester in Busan/Südkorea und Gründer einer Schwesterngemeinschaft[6]
  • Hans Wertinger, genannt Schwabenmaler, aus Landshut mit Vorfahren aus Wertingen (um 1465–1533), Maler, Zeichner und Illuminist
  • Gabriele Wittek (* 1933), Gründerin der religiösen Bewegung Universelles Leben
  • Johann Baptist von Zenetti (1785–1856), Staatsrat und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wertingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bild des Ostpfeilers des Arc De Triomphe in Paris. Abgerufen am 19. Mai 2013.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 594.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.
  5. Im „Old Madlon“ wurde gefeiert. In: Augsburger Allgemeine, Lokalteil Wertingen, vom 4. Mai 2011.
  6. Bericht über den Heimatbesuch 2015, abgerufen am 24. April 2016