Zöschingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zöschingen
Zöschingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zöschingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 40′ N, 10° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Syrgenstein
Höhe: 510 m ü. NHN
Fläche: 14,61 km2
Einwohner: 729 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89447
Vorwahl: 09077
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 187
Adresse der Verbandsverwaltung: Ringstr. 35
89428 Syrgenstein
Website: www.zoeschingen.de
Bürgermeister: Tobias Steinwinter (Gemeinschaftsliste)
Lage der Gemeinde Zöschingen im Landkreis Dillingen an der Donau
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Über dieses Bild

Zöschingen ist eine Gemeinde im Landkreis Dillingen an der Donau im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Syrgenstein und liegt direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höchster Punkt des Landkreises Dillingen im Zöschinger Forst

Zöschingen liegt in einem kleinen Tal an einem Ausläufer der Schwäbischen Alb. Der Rostelbach, der in die Egau mündet, fließt durch die Ortschaft.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut 500 m nördlich des Ortskerns von Zöschingen befindet sich der Zigeunerfelsen, eine angewitterte Felskuppe. Das geschützte Naturdenkmal (Geotopnummer 773R001) misst etwa 20 m in der Länge, 12 m in der Breite und erreicht eine Höhe von etwa 8 m. Es handelt sich um Erosionsreste von Malmkalken, Riestrümmermassen als Auswurfmaterial infolge des Meteoritenimpakts im Nördlinger Ries.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich auf 1257 zurückverfolgen. Zöschingen gehörte einstmals zum Deutschen Orden, Ballei Franken, und wurde 1806 im Rahmen der Rheinbundakte dem Königreich Bayern zugeschlagen. In unmittelbarer Nähe zum dortigen Sportplatz liegen die Reste der Burg der damaligen Ortsherren.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl 2014 entfielen alle acht Sitze auf die Gemeinschaftsliste, den einzigen Wahlvorschlag bei dieser Wahl.

Der Gemeinderat setzt sich aus folgenden Personen zusammen (Wahlperiode 2014–2020)

Gemeinschaftsliste Zöschingen Status Stimmen
Jäger Armin gewählt 275
Hüfner Petra gewählt 229
Saur David ausgeschieden 216
Schmid Armin gewählt 210
Nadler Roland ausgeschieden 177
Baur Marion gewählt 157
Nieth Rudolf gewählt 157
Baur Claudia gewählt 135
Nadler Benjamin Ersatzperson für David Saur 114
Haas Georg Ersatzperson für Roland Nadler 113

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Tobias Steinwinter (* 1984) (Gemeinschaftsliste). Sein Vorgänger war Norbert Schön.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1969 führt die Gemeinde Zöschingen ein eigenes Wappen. In dem Wappen befinden sich zwei goldene Löwen auf blauem Grund, die aus dem Wappen der Grafen von Dillingen stammen und auf deren Herrschaft in Zöschingen hindeuten. Zwischen den beiden Löwen ist eine silberne Spitze mit einem schwarzen Tatzenkreuz, das auf den Deutschorden zurückgeht. Die Farben Silber und Blau deuten auf die Bayerische Landeshoheit hin.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zöschingen unterhält seit 1989 eine Partnerschaft mit Marigne-Peuton in Frankreich (Département Mayenne).

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Martin
  • Kapelle Steinbrunn

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Zöschingen befindet sich nahe der Bundesautobahn 7 (Anschlussstelle Nattheim).

Windpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zöschingen wurde 2012/13 der zu diesem Zeitpunkt größte Bürgerwindpark Bayerns durch die Firmen VenSol Neue Energien und Honold Windkraft errichtet und Anfang Mai 2013 offiziell in Betrieb genommen. Der Windpark besteht aus acht Windkraftanlagen des speziell für Schwachwindstandorte konzipierten Typs Nordex N117/2400. Die Anlagen, die auf 120 Metern hohen Stahltürmen errichtet wurden, verfügen über eine Nennleistung von je 2,4 MW, der Rotordurchmesser beträgt 117 Meter. Mit einer Gesamtleistung von 19,2 MW sollte der Windpark pro Jahr etwa 40 Millionen kWh elektrischer Energie liefern, entsprechend dem Stromverbrauch von etwa 12.000 Haushalten.[2][3] Mittlerweile liegt man bei etwa 32 Millionen kWh pro Jahr. Dadurch wurden nun auch Änderungen der Beteiligungsverträge nötig. Insgesamt sind rund 600 Privatpersonen an dem Windpark beteiligt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zöschingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Windpark in Zöschingen eröffnet: 600 Bürger sind beteiligt. In: Augsburger Allgemeine, 3. Mai 2013. Abgerufen am 3. Mai 2013.
  3. In Zöschingen entsteht der größte Windpark Bayerns. In: http://www.b4bschwaben.de, 14. November 2012. Abgerufen am 3. Mai 2013.
  4. Augsburger-Allgemeine