Ziertheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ziertheim
Ziertheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ziertheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Wittislingen
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 20,82 km2
Einwohner: 987 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89446
Vorwahl: 09076
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 186
Adresse der Verbandsverwaltung: Marienplatz 6
89426 Wittislingen
Webpräsenz: www.ziertheim.de
Bürgermeister: Thomas Baumann
Lage der Gemeinde Ziertheim im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-WürttembergLandkreis AugsburgLandkreis Donau-RiesLandkreis GünzburgAislingenBachhagelBächingen an der BrenzBinswangenBissingen (Bayern)BlindheimButtenwiesenDillingen an der DonauFinningenGlöttGundelfingen an der DonauHaunsheimHöchstädt an der DonauHolzheim (bei Dillingen an der Donau)LaugnaLauingen (Donau)LutzingenMedlingenMödingenSchwenningen (Donau)SyrgensteinVillenbachWertingenWittislingenZiertheimZöschingenZusamaltheimKarte
Über dieses Bild

Ziertheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wittislingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in Nordschwaben im Egautal am Rande der Schwäbischen Alb, etwa neun Kilometer nördlich von Lauingen. Die Gemeindegrenze ist im Norden gleichzeitig auch die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg.

Ziertheim besteht aus den Ortsteilen Dattenhausen, Reistingen und Ziertheim, die gleichzeitig auch Gemarkungen sind.

Luftaufnahme von Ziertheim und Dattenhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1232 erstmals als Zurtin erwähnt, 1471 wird er Zürtheim genannt.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil des Reichsstiftes Neresheim kam Ziertheim durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 an die Fürsten Thurn und Taxis, deren Besitz dann 1806 durch das Königreich Bayern mediatisiert wurde. Im Jahre 1810 wurde das Gebiet des ehemaligen Reichsstiftes, mit Ausnahme von Ziertheim, an das Königreich Württemberg abgetreten.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dattenhausen und Reistingen eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1207 Einwohner[2]
  • 1970: 1186 Einwohner[2]
  • 1987: 1083 Einwohner
  • 1991: 1079 Einwohner
  • 1995: 1076 Einwohner
  • 2000: 1062 Einwohner
  • 2005: 1026 Einwohner
  • 2010: 1005 Einwohner
  • 2015: 0985 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

  • CSU: 3 Sitze (Reiner Haselmeier, Martin Kienle, Martin Fuchsluger)
  • Wählergemeinschaft Dattenhausen: 3 Sitze (Karl Danner, Werner Burdack, Andreas Wagner)
  • Wählergemeinschaft Reistingen: 3 Sitze (Reinhard Kienmoser, Alois Kränzle, Bernhard Nicklaser)
  • Freie Wählervereinigung Ziertheim: 2 Sitze (Emil Reck, 2. Bürgermeister, Armin Haselmeier)
  • Grüne: 1 Sitz (Armin Hartleitner)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Thomas Baumann (* 1965) (CSU/WGD/WGR/FWVZ).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über von Rot und Silber gespaltenem Schildfuß gespalten von Gold und Rot, vorne ein mit drei sechsstrahligen goldenen Sternen belegter blauer Schräglinksbalken, hinten schräggekreuzt ein goldener und ein silberner Schlüssel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Veronika in Ziertheim

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 36 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 378. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1141 ha, davon waren 859 ha Ackerfläche.

2013 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 567.000 €, davon waren 118.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 31 Kindergartenplätze. Im September 2016 wurde ein neues Gebäude eingeweiht.
  • Grund- und Mittelschule: Die für die Gemeinde zuständige Schule befindet sich im rund 5 km entfernten Wittislingen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2032 durchquert die Gemeinde in Nord-Süd-Richtung. Über diese besteht im Süden Anschluss an die Bundesstraße 16.

Der Ort hatte von 1906 bis 1972 eine kleine Bahnstation an der aufgelassenen Härtsfeldbahn von Dillingen an der Donau nach Aalen. Heute verläuft auf der Trasse der Härtsfeld-Radwanderweg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ziertheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 771.