Ziertheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ziertheim
Ziertheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ziertheim hervorgehoben

Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs­gemeinschaft: Wittislingen
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 20,82 km2
Einwohner: 1041 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89446
Vorwahl: 09076
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 186
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marienplatz 6
89426 Wittislingen
Website: www.ziertheim.de
Erster Bürgermeister: Thomas Baumann (CSU/Wählergem. Reistingen)
Lage der Gemeinde Ziertheim im Landkreis Dillingen an der Donau
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Über dieses Bild

Ziertheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wittislingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in Nordschwaben im Egautal am Rande der Schwäbischen Alb, etwa neun Kilometer nördlich von Lauingen. Die Gemeindegrenze ist im Norden auch die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Im Westen, etwa hälftig auf Ziertheimer Gemeindegebiet, liegt das Dattenhauser Ried als größtes Feuchtgebiet der Schwäbischen Alb.

Es gibt drei Gemeindeteile, die auch Gemarkungen sind:[2]

Luftaufnahme von Ziertheim und Dattenhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1232 erstmals als Zurtin erwähnt, 1471 wurde er Zürtheim genannt.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil des Reichsstiftes Neresheim kam Ziertheim durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 an die Fürsten Thurn und Taxis, deren Besitz dann 1806 durch das Königreich Bayern mediatisiert wurde. Im Jahre 1810 wurde das Gebiet des ehemaligen Reichsstiftes, mit Ausnahme von Ziertheim, an das Königreich Württemberg abgetreten.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Dattenhausen und Reistingen eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1207 Einwohner[3]
  • 1970: 1186 Einwohner[3]
  • 1987: 1083 Einwohner
  • 1991: 1079 Einwohner
  • 1995: 1076 Einwohner
  • 2000: 1062 Einwohner
  • 2005: 1026 Einwohner
  • 2010: 1005 Einwohner
  • 2015: 0985 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 1.071 auf 1.004 um −67 Einwohner bzw. um −6,3 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

Parteien und Wählergemeinschaften 2020[4] 2014[5]
% Sitze % Sitze
Wählergemeinschaft Dattenhausen 26,3 3 23,3 3
CSU 23,4 3 23,9 3
Wählergemeinschaft Reistingen 23,2 3 23,9 3
Freie Wählervereinigung Ziertheim 22,9 3 21,4 2
GRÜNE 4,1 0 7,5 1
Gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung in % 70,6 66,4

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2014 Thomas Baumann (* 1965, CSU/WGD/WGR/FWVZ); dieser wurde am 15. März 2020 ohne Mitbewerber mit 94,7 % für weitere sechs Jahre bestätigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Ziertheim COA.svg
Blasonierung: „Über von Rot und Silber gespaltenem Schildfuß gespalten von Gold und Rot, vorne ein mit drei sechsstrahligen goldenen Sternen belegter blauer Schräglinksbalken, hinten schräggekreuzt ein goldener und ein silberner Schlüssel.“[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Veronika in Ziertheim

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen lag dieser Wert bei 36 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 378. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1141 ha, davon waren 859 ha Ackerfläche.

2013 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 567.000 €, davon entfielen 118.000 € (netto) auf die Gewerbesteuer.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: In Ziertheim mit 31 Plätzen. Im September 2016 wurde ein 1,2 Millionen € teures neues Gebäude eingeweiht.[7]
  • Die für die Gemeinde zuständige Grund- und Mittelschule befindet sich im rund 5 km entfernten Wittislingen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2032 durchquert die Gemeinde in Nord-Süd-Richtung. Über diese besteht im Süden Anschluss an die Bundesstraße 16.

Von 1906 bis 1972 hatte der Ort eine kleine Bahnstation an der aufgelassenen Härtsfeldbahn von Dillingen an der Donau nach Aalen. Heute verläuft auf der Trasse der Härtsfeld-Radwanderweg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ziertheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Ziertheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 771.
  4. Kommunalwahlen in Bayern am 15. März 2020. Abgerufen am 1. Mai 2021.
  5. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014. Abgerufen am 1. Mai 2021.
  6. Eintrag zum Wappen von Ziertheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Thomas Balbierer: Neubau des Kindergartens in Ziertheim. „Die Zukunft gehört den Kindern“. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de).