Gröbming

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Gröbming
Wappen von Gröbming
Gröbming (Österreich)
Gröbming
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: GB
Fläche: 66,77 km²
Koordinaten: 47° 27′ N, 13° 54′ O47.44555555555613.901111111111770Koordinaten: 47° 26′ 44″ N, 13° 54′ 4″ O
Höhe: 770 m ü. A.
Einwohner: 2.808 (1. Jän. 2015)
Postleitzahl: 8962
Vorwahl: 03685
Gemeindekennziffer: 6 12 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 200
8962 Gröbming
Website: www.groebming.at
Politik
Bürgermeister: Alois Guggi (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
8
6
1
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Gröbming im Bezirk Liezen
Aich (Expositur Gröbming) Gröbming (Expositur Gröbming) Haus (Expositur Gröbming) Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming) Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming) Öblarn (Expositur Gröbming) Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming) Schladming (Expositur Gröbming) Sölk (Expositur Gröbming) Admont Aigen im Ennstal Altaussee Altenmarkt bei Sankt Gallen Ardning Bad Aussee Bad Mitterndorf Gaishorn am See Grundlsee Irdning-Donnersbachtal Landl Lassing Liezen Rottenmann Sankt Gallen (Steiermark) Selzthal Stainach-Pürgg Trieben Wildalpen Wörschach SteiermarkÜbersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Über dieses Bild
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Blick über den Ort zu den Schladminger Tauern
Blick über den Ort zu den Schladminger Tauern
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gröbming ist eine Marktgemeinde mit 2808 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) und Verwaltungssitz der Expositur Gröbming im Bezirk Liezen (Gerichtsbezirk Schladming), im österreichischen Bundesland Steiermark.

Gröbming gehört zur UNESCO-Welterbestätte Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut.

Geografie[Bearbeiten]

Gröbming liegt auf einer Anhöhe im Ennstal, am südöstlichen Dachsteinmassiv, dem Kemetgebirge, links der Enns.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Gröbmingbachs hinauf bis zum Dachsteinplateau und bis zur oberösterreichischen Landesgrenze.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Obertraun
(Bez. Gmunden, )
Bad Aussee Bad Mitterndorf
Haus Nachbargemeinden Mitterberg-Sankt Martin
Aich Michaelerberg-Pruggern

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Einzige Katastralgemeinde und Ortschaft ist Gröbming.

Zählsprengel sind Gröbming-Zentrum für den Hauptort, und Gröbming-Umgebung, zu dem unter anderem auch die Dörfer Hofmanning, Weyern und Winkl gehören.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 700 bis 1000 besiedelten Slawen und Bajuwaren die Region. Mehrere Höfe wurden im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. In der Zeit der Reformation war Gröbming evangelisch geprägt.

Gröbming um 1830, Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz

Als Gröbming im Zuge der Aufhebung der Grundherrschaften 1848/49 zur selbstständigen Marktgemeinde wurde, hatte es bereits seit längerem ein unverbrieftes Marktrecht besessen.

Während des Zweiten Weltkrieges hielten sich tausende Flüchtlinge in Gröbming auf. 1947 wurde der Gröbminger Pfarrer Leopold Achberger zum ersten Superintendenten der neu gegründeten Evangelischen Superintendentur A. B. Steiermark gewählt. Bis zur Verlegung nach Graz im Jahr 1951 befand sich sein Amtssitz in Gröbming. 1979 wurde eine Ortsumfahrung angelegt.[1]

Politik[Bearbeiten]

Da der Bezirk Liezen flächenmäßig der größte in Österreich ist, wurde für das obere Ennstal eine politische Expositur in Gröbming eingerichtet (Politische Expositur Gröbming). Zuständiger Gerichtsbezirk ist Schladming.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2015:

Bürgermeister ist Alois Guggi von der SPÖ.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Gröbming.jpg

Wappenbeschreibung:

„Unter blauem Schildhaupt in Zahnschnitt im silbernen Feld pfahlweise zwei rote Lilienstäbe, deren Schäfte balkenförmig von zwölf roten Apostelkreuzen in zwei Reihen begleitet.“[2]


Gröbming, gegen das Kemetgebirge und den Grimming
Friedhof und kath. Kirche, gegen die Schladminger Tauern

Ein Gröbminger Wappen[3] findet sich schon bei Schmutz 1822,[4] dort zeigt es als Landschaftsbild eine Felsgruppe mit vereinzelten Fichtenbäumchen, davor eine Wiese mit quer durch den Schild fließendem Bach und ganz im Vordergrund zwei Häuschen.[3] Bei Widimsky 1864[5] zeigt es weiße (silberne) Grabsteine und Grabkreuze (anstelle Felsen und Fichten), einen weißen Weg (anstelle des Bachs), Kapelle und stockhohes Gebäude, weiß mit roten Dächern, alles auf grüner Wiese unter blauem Himmel.[3]

Das heutige Wappen zeigt zwei Lilienstäbe als Zeichen der Rechtsgewalt, zwölf Kreuze für den Apostelaltar der katholischen Kirche, den Himmel und der Feld trennende Zahnschnitt dokumentiert die slawische Sprachwurzel greben des Ortsnamens und das Gebirge.[1]

Das heutige Wappen erhielt die Marktgemeinde am 11. Juli 1994.

Tourismusverband[Bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Michaelerberg-Pruggern und Mitterberg-St. Martin den Tourismusverband „Gröbminger Land“. Dessen Sitz ist Gröbming.[6]

Hauptort der Gemeinde[Bearbeiten]

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Gröbming (Hauptort einer Marktgemeinde)
Ortschaft Gröbming
Katastralgemeinde Gröbming
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Liezenf8, Steiermark
Pol. Gemeinde Gröbming
Koordinaten 47° 26′ 43″ N, 13° 54′ 4″ O47.44527777777813.901111111111770f1
Höhe 770 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 1567 (2001)
Gebäudestand 378 (2001)
Fläche d. KG 66,77dep1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 15772
Katastralgemeinde-Nummer 67202
Zählsprengel/ -bezirk Gröbming-Zentrum (61213 000)
Bild
Der Ort von der anderen Talseite aus, hinten Hofmanning und Krahbergsiedlung
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Hauptort der Gemeinde ist der Markt Gröbming

Der Ort liegt auf einem Plateau über der Enns, begrenzt von der Kammspitze im Norden und dem Stoderzinken mit seinem Vorberg Kulm im Westen, auf um die 770 m ü. A. Höhe. Der Gröbmingbach wendet sich hier nordostwärts, und bildet ein kleines Nebental der Enns, das zur Salza bei St. Martin leitet. Hausberg des Orts ist der Klapf Kulmleiten (811 m ü. A.) südöstlich. Zur Enns fällt eine Steilstufe ungefähr 100 Meter ab, sodass sich am Südende des Orts eine Passhöhe ergibt.

Die B 320 Ennstal Straße umfährt den Ort im Süden.

Der Ort umfasst knapp 400 Gebäude mit über 1.500 Einwohnern (Zählsprengel Gröbming-Zentrum), also die Hälfte der Gemeindebevölkerung.

Nachbarorte
Hofmanning Krahbergsiedlung Neuhäusl (Gem. Mitterberg-Sankt Martin)
Winkl Nachbargemeinden

(beide Gem. Mitterberg-Sankt Martin)

Einöd (Gem. Michaelerberg-Pruggern) Thalhamm

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gröbming ist ein heilklimatischer Kurort[7] in der Tourismusregion Gröbminger Land und der Tourismusregion Schladming–Dachstein.

Am Stoderzinken befindet sich ein kleines Skigebiet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gröbming
  • Pfarrkirche Gröbming: Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt besitzt einen gotischen Flügelaltar aus der Werkstatt von Lienhart Astl.
  • Christuskirche: 1850 erbaut, älteste evangelische Kirche der Steiermark[8]
  • Stoderkircherl: (auch Friedenskirche), das Stoderkircherl befindet sich am Stoderzinken
  • Stoderzinken Alpenstraße: die Stoderzinken Alpenstraße ist die höchste Aussichtsstraße der Steiermark
  • Heimatmuseum Gröbming: Das Museum zeigt die Siedlungs- und Kirchengeschichte, den Weg der Bauern in die Freiheit, die Gründung der Käserei, den Aufbau des Schulwesens sowie die Geschichte des Handwerkslebens und der Marktbürgerschaft.
  • Schloss Thannegg: liegt am gegenüberliegenden Ufer der Enns

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Start der Ennstal-Classic

Die Ennstal-Classic ist eine der bekanntesten Oldtimer-Rallyes in Österreich und findet jedes Jahr im Sommer statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschichte der Marktgemeinde Gröbming. Website der Marktgemeinde Gröbming, abgerufen am 22. Dezember 2010.
  2. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. Juli 1994 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Gröbming (politischer Bezirk Liezen)Vorlage:§§/Wartung/alt-URL, LGBl. 57/1994, Stück 12,, ausgegeben am 26. Juli 1994, S. 137 (Stück pdf, ris.bka, dort S. 3).
  3. a b c Josef Kraßler: Heraldische Mängel Im neuen Ortswappenbuch von Kobel / Pirchegger. In: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs, Folge 6, 1956, S. 42 (ganzer Artikel S. 33–61, pdf, landesarchiv.steiermark.at).
  4. Carl Schmutz: Historisch-topographisches Lexikon, 1822, Titelblatt des 1. Bandes und Tafelbeigaben zum 2. Band.
  5. Vincenz Robert Widimsky: Städtewappen des österreichischen Kaiserstaates, 1864.
  6. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 304. ZDB-ID 1291268-2 S. 625.
  7. Gröbming, Eine blühende Marktgemeinde. Broschüre, o.n.A. (PDF, 4,3 MB; istsuper.com, abgerufen am 14. April 2013)
  8. Evangelische Pfarrgemeinde Gröbming (evang-groebming.at)
    Pfarrgemeinde Gröbming / Christuskirche, Evangelische Kirche in der Steiermark
    Christuskirche (Gröbming), im EnnstalWiki

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gröbming – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien