Liste italienischer Großverbände

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Diese Liste italienischer Großverbände ist nicht vollständig. Sie wird jedoch nach und nach verbessert.

Wappen Heeresgeneralstab

Armeegruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Armeegruppen“ (in DeutschlandHeeresgruppen“) gab es in Italien nur in der Zeit von 1940 bis 1943. Sie hatten operativ nur geringe Bedeutung. Ihre Aufgaben wurden später von integrierten NATO-Kommandos übernommen („Landsouth“ in Verona).

Insgesamt führten diese Armeegruppen und Oberkommandos im Zweiten Weltkrieg etwa 80 Divisionen.

Armeen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armeen wurden in Italien nur in Kriegszeiten aufgestellt. Im Frieden bestanden sie nur als sogenannte „designierte Armeekommandos“ (nur wenige: bis 1915 vier, später zugunsten von NATO-Kommandos ganz aufgegeben; vgl. dt. Armee-Inspektion). Nachstehend Informationen über die Einsatzgebiete italienischer Armeen in der Zeit von 1915 bis 1918 und von 1940 bis 1943:

Bis 1972 bestand in Padua das „designierte Kommando“ der 3. Armee. Bei Bedarf sollte es das italienische Feldheer in Norditalien in nationaler Regie führen, also unabhängig vom NATO-Kommando Landsouth in Verona. Der Grund für das Bestehen dieses Armeekommandos waren Spannungen mit Jugoslawien um Triest und Istrien, die dann mit dem Vertrag von Osimo ausgeräumt wurden.

1997 entstand in Verona das „Kommando Landstreitkräfte“ (Comando Forze Terrestri), dem die italienischen Kommandos auf Korpsebene direkt unterstellt wurden. Der Befehlshaber von COMFOTER befehligte zugleich Landsouth, bis dieses NATO-Kommando 2004 in Verona aufgelöst wurde. COMFOTER besteht (als Dreisternekommando) in Rom weiterhin.

Armeekorps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Armeekorps“ (Korps) wurden in Italien früher nur in Kriegszeiten aufgestellt. Im Frieden bestanden sie in der Form von „Militärischen Territorialkommandos“ („Comando Militare Territoriale-CMT“; in Deutschland bis 1945: „Wehrkreis“). Später wurden je nach Bedarf bereits in Friedenszeiten Divisionen zu Korps zusammengefasst, wobei die territorialen CMT weiter bestanden. Die CMT wurden in den 1970er Jahren im Rahmen von Rationalisierungen zugunsten von sieben größeren Militärregionen („Regione Militare“; in Deutschland „Wehrbereich“) abgeschafft.

Territoriale Militärkommandos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachstehende Wehrkreiskommandos (CMT) und ihre Standorte unterlagen im Lauf der Zeit (1861–1975) gewissen Variationen und Veränderungen (zu gewissen Zeiten bestanden mehr CMT, 1945 wurden elf aufgestellt; in Klammern frühere Standorte). Sie waren jedoch mit den unten angeführten Standorten traditionell eng verbunden (sowohl CMT, als auch Korps).

Korps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachstehend Informationen über die Einsatzgebiete italienischer Armeekorps in der Zeit von 1915 bis 1918 und von 1940 bis 1943:

  • I. Korps: 1915–1918: Dolomiten, Grappa-Stock, Piave; 1935/1936: Ostafrika; 1940–1943: Südfrankreich
  • II. Korps: 1915–1918: Isonzo, Grappa-Stock, Frankreich; 1935/1936: Ostafrika; 1940: Westalpen; 1941: Italien; 1942/1943: Russland
  • III. Korps: 1915–1918: Trentino, Judikarien; 1935/1936: Ostafrika; 1940: Westalpen; 1940–1943: Griechenland
  • IV. Korps: 1915–1918: Isonzo, Krn; 1935/1936: Ostafrika; 40: Westalpen; 1940–1943: Griechenland, Albanien
  • V. Korps: 1915–1918: Trentino, Asiago; 1941/1943: Jugoslawien
  • VI. Korps: 1915–1918: Isonzo, Grappa-Stock; 1941/1943: Jugoslawien
  • VII. Korps: 1915–1918: Isonzo; 1940/1941: Italien; 1942/1943: Korsika
  • VIII. Korps: 1915–1918: Reserve, Isonzo, Montello, Vittorio Veneto; 1940–1943: Griechenland
  • IX. Korps: 1915–1918: Dolomiten, Grappa-Stock; 1940–1944: Apulien
  • X. Korps: 1915–1918: Reserve, Trentino; 1940–1942: Libyen, El Alamein
  • XI. Korps: 1915–1918: Isonzo, Piave; 1940–1943: Griechenland, Jugoslawien
  • XII. Korps: 1915–1918: Isonzo, Karnische Alpen, Asiago; 1940–1943: Sizilien
  • XIII. Korps: 1915–1918: Reserve, Isonzo, Asiago, Piave; 1940–1943: Sardinien
  • XIV. Korps: 1915–1918: Reserve, Isonzo; 1941–1943: Albanien, Jugoslawien
  • XV. Korps: 1940–1943: Südfrankreich, Italien
  • XVI. Korps: 1915–1918: Piave; 1918: Albanien, Mazedonien; 1940–1943: Italien, Sizilien
  • XVII. Korps: 1941: Jugoslawien; 1942/1943: Italien
  • XVIII. Korps: 1915–1918: Piave; 1942: Jugoslawien
  • XIX. Korps: 1942/1943: Italien
  • XX. Korps: 1915–1918: Trentino, Asiago; 1937–1943: Libyen, El Alamein, Tunesien
  • XXI. Korps: 1940–1943: Libyen, El Alamein, Tunesien
  • XXII. Korps: 1915–1918: Trentino, Montello, Piave; 1940/1941: Tobruk, 1942/1943: Südfrankreich
  • XXIII. Korps: 1915–1918: Piave, Reserve; 1940/1941: Ägypten, Libyen; 1942/1943: Norditalien
  • XXIV. Korps: 1915–1918: Isonzo; 1943: Friaul (Reste des Alpini-Korps)
  • XXV. Korps: 1915–1918: Judikarien; 1940–1943: Griechenland, Albanien
  • XXVI. Korps: 1915–1918: Isonzo, Trentino; 1940–1943: Albanien, Griechenland
  • XXVII. Korps: 1915–1918: Isonzo, Karfreit, Piave
  • XXVIII. Korps: 1915–1918: Reserve, Grappa-Stock, Piave
  • XXIX. Korps: 1915–1918: Trentino
  • XXX. Korps: 1918: Grappa-Stock; 1940/1941: Italien; 1942/1943: Tunesien
  • XXXI. Korps: 1941–1944: Kalabrien
  • XXXV. Korps (ex CSIR): 1942–1943: Russland
  • Karnische Zone: 1915–1917: Karnische Alpen
  • Kommando Hochebene: 1915–1918: Asiago
  • Kavalleriekorps: 1915–1918: Friaul
  • Sturmkorps: 1918: Sernaglia, Ponte della Priula, Conegliano
  • LI. Korps: 1943: Rom
  • Alpini-Korps: 1942/1943: Russland (Don; Postojalij, Scheljankino, Nikitowka, u. a.)
  • Motorisiertes Korps: 1941: Jugoslawien; 1941–1943: Russland (als CSIR, dann als XXXV.Korps)
  • Schnelles Korps: 1941: Jugoslawien; dann neues XXII. Korps
  • Panzerkorps: 1938–1941(!): Norditalien
  • Russlandkorps (CSIR): 1941–1942: Ukraine, Russland, dann XXXV. Korps

Nach 1945 entstanden in Norditalien drei Korps wieder: das III. in Mailand, das IV. Gebirgskorps in Bozen und das V. Korps in Vittorio Veneto (von 1952 bis 1972 auch das VI. Korps in Bologna). Im Zug der Heeresreform von 1997 wurden die drei Korps umbenannt: aus dem III. Korps wurde das NATO Rapid Deployable Corps – Italy (NRDC-IT), aus dem IV. das Gebirgstruppenkommando (COMALP) und aus dem V. ein „1. Verteidigungskräftekommando“ (COMFOD 1). Im süditalienischen San Giorgio a Cremano (Neapel) entstand das „2. Verteidigungskräftekommando“ (COMFOD 2), das die Brigaden in Süditalien übernahm (wegen der Auflösung oder Neuordnung der Militärregionen). 2013 begann die Auflösung dieser Kommandos, nur das NRDC in Solbiate Olona bei Mailand besteht fort.

Militärregionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sieben Militärregionen hatten von 1975 bis 1997 vor allem territoriale und administrative Aufgaben. Insbesondere in Mittel- und Süditalien unterstanden ihnen aber auch operative Verbände.

  • Regione Militare Nord-Ovest (RMNO), Turin
  • Regione Militare Nord-Est (RMNE), Padua
  • Regione Militare Tosco-Emiliana (RMTE), Florenz (Brigaden Friuli und Folgore)
  • Regione Militare Centrale (RMCE), Rom (Brigaden Granatieri di Sardegna und Acqui)
  • Regione Militare Meridionale (RMME), Neapel (Brigaden Pinerolo und (ab 1991) Garibaldi)
  • Regione Militare Sicilia (RMSI), Palermo (Brigade Aosta)
  • Regione Militare Sardegna (RMSA), Cagliari (ab 1988 Brigade Sassari)

Auf dem Gebiet der beiden norditalienischen Militärregionen befand sich während des Kalten Krieges das Feldheer mit den drei genannten Korps und insgesamt 18 Brigaden (dazu eine Raketenartilleriebrigade mit Lance-Raketen und das Heeresflugabwehrkommando).

1997 verloren die Militärregionen alle operativen Aufgaben und wurden deswegen auf drei reduziert (Nord, Mitte, Süd). Regionale Kommandos, die im weiteren Verlauf entstanden, hatten und haben keinen historischen Bezug mehr zur ehemaligen territorialen Organisation.

Divisionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Divisionen bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die italienischen (Infanterie-)Divisionen hatten bis 1926 je zwei Infanteriebrigaden zu je zwei Infanterieregimentern. Diese Karree-Divisionen hatten Nummern, die Brigaden Namen, die Regimenter waren durchgehend nummeriert. Von 1926 bis 1939 bildeten jeweils drei Infanterieregimenter eine triangulare Division. Durch die Heeresreform von 1939 entstand die sogenannte „binäre Division“, die nur zwei Infanterieregimenter hatte. Diese Divisionen erhielten die Namen der 1926 aufgelösten Brigaden und vereinigten deren jeweils zwei Regimenter zusammen mit einem Artillerieregiment und anderen Truppenteilen unter dem Kommando der neuen „binären“ Division. Informationen über diese Divisionen lassen sich ableiten aus der Liste italienischer Regimenter (Linieninfanterie).

Wappen Division Cuneense

Nach dem Waffenstillstand von Cassibile (8. September 1943) und der folgenden deutschen Besetzung Italiens beteiligten sich italienische Verbände bis April 1945 am alliierten Italienfeldzug. Im September 1943 entstand das 1º Raggruppamento Motorizzato, das Anfang 1944 Divisionsstärke erreichte. Aus diesem ging im März 1944 das Corpo Italiano di Liberazione hervor, das einer verstärkten Division entsprach. Ab September 1944 stellte man fünf Kampfgruppen mit den Bezeichnungen Cremona, Friuli, Folgore, Legnano und Mantova auf, die Divisionsstatus hatten (die „Kampfgruppe“ Piceno übernahm nur Ausbildungsaufgaben). Diese Kampfgruppen bildeten in der Nachkriegszeit die Grundlage für den Wiederaufbau des Heeres.

Die faschistische Italienische Sozialrepublik, die in Norditalien unter dem Schutz Hitlers bestand, verfügte über vier Divisionen: die 1. Bersaglieri-Division Italia, die 2. Grenadierdivision Littorio, die 3. Marineinfanteriedivision San Marco und die 4. Alpini-Division Monterosa. Diese Verbände wurden vorwiegend gegen italienische und jugoslawische Partisanen eingesetzt.

Divisionen von 1945 bis 1986[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 1950er Jahre verfügte das italienische Heer über 3 Panzerdivisionen, 10 Infanteriedivisionen und 5 Gebirgsjägerbrigaden. Die Divisionen waren bis 1975 in Regimenter gegliedert. In den 1960er Jahren verkleinerte man eine Panzerdivision und fünf Infanteriedivisionen nach und nach zu Brigaden. 1975/76 führte man gemischte Brigaden systematisch als wichtigsten Großverband ein, die in der Regel Korps oder Militärregionen direkt unterstellt wurden. Nur in Norditalien verfügten das III. und das V. Korps noch über vier Divisionen mit zwölf Brigaden. 1986 wurde die Divisionsebene dann ganz abgeschafft. Die Namen der aufgelösten Divisionen gingen an Brigaden über.

  • III. Korps (Mailand):
    • Infanteriedivision Cremona (Turin, 1945–1975)
    • Infanteriedivision Legnano (Bergamo, 1945–1975)
    • Panzerdivision Centauro (Novara, 1952–1986)
  • IV. Gebirgskorps (Bozen):
Wappen Division Mantova
  • V. Korps (Vittorio Veneto):
    • Infanteriedivision Mantova (Udine, 1945–1986)
    • Infanteriedivision Folgore (Treviso, 1945–1986)
    • Panzerdivision Ariete (Pordenone, 1952–1986)
  • Regionalkommandos in Mittel- und Süditalien:
    • Infanteriedivision Trieste (Bologna, 1950–1962)
    • Infanteriedivision Friuli (Florenz, 1945–1962)
    • Infanteriedivision Granatieri di Sardegna (Rom, 1948–1975)
    • Panzerdivision Pozzuolo del Friuli (Rom, Civitavecchia, 1953−1958; ab 1957 gleichnamige Brigade beim V. Korps)
    • Infanteriedivision Avellino (Bari, Salerno, 1949–1960, als Brigade 1965 aufgelöst)
    • Infanteriedivision Pinerolo (Bari, 1952–1962)
    • Infanteriedivision Aosta (Messina, 1945–1962)

Divisionsstäbe seit 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1986 bis 2003 gab es im italienischen Heer die Divisionsebene nicht mehr. Die Brigaden waren Korps und anderen höheren Kommandostellen direkt unterstellt. 2003 stellte man für multinationale Auslandseinsätze und Planungsaufgaben drei Divisionsstäbe auf:

  • Division Tridentina (Bozen) (niedrigerer Bereitschaftsstand, auch Reservebrigadestab)
  • Division Mantova (Vittorio Veneto) (2013 von Division Friuli in Florenz abgelöst)
  • Division Acqui (San Giorgio a Cremano)

Diese Divisionsstäbe unterstanden dem Gebirgstruppenkommando in Bozen und den beiden Verteidigungskräftekommandos in Vittorio Veneto und San Giorgio a Cremano, wobei das Führungspersonal zum Teil Aufgaben auf beiden Ebenen übernahm. Ab dem Jahr 2013 begann man mit der Auflösung der Gebirgs- und Verteidigungskräftekommandos, weswegen den drei Divisionsstäben auch die truppendienstliche Führung nachgeordneter Brigaden übertragen wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde die Division Mantova aufgelöst und in Florenz die Division Friuli reaktiviert. Für Auslandseinsätze ist nur noch der Divisionsstab Acqui vorgesehen, der bei Bedarf durch Personal der beiden anderen Divisionsstäbe ergänzt werden kann.

Brigaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die italienischen (und piemontesischen) Brigaden waren bis 1926 in je zwei Infanterieregimenter gegliedert. Für diese Zeit gibt die Liste italienischer Regimenter Auskunft. Von 1926 bis 1939 bestanden Brigaden offiziell weiter: jede Division hatte eine Brigade (mit der Nummer der Division), der die jeweils drei Infanterieregimenter unterstanden. Der Brigadekommandeur war eine Art Infanterieführer der Division. Von 1945 bis 1975 gab es im italienischen Heer einige Brigaden, wobei es sich jedoch in der Regel um verkleinerte Divisionen für Sonder- oder Territorialaufgaben handelte. 1975 wurden gemischte Brigaden systematisch eingeführt und sind bis heute der zentrale Großverband des Heeres geblieben.

Brigaden seit 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1975/76 stellte das Heer 24 gemischte, in Bataillone untergliederte Brigaden auf: 5 Panzerbrigaden, 9 mechanisierte Infanteriebrigaden, 4 motorisierte Infanteriebrigaden, 5 Gebirgsjägerbrigaden und 1 Fallschirmjägerbrigade. Dazu kam noch eine Raketenartilleriebrigade. Bis 1986 unterstanden zwölf Brigaden in der Poebene und im Friaul den Divisionen Centauro (in Novara, III. Korps), Ariete (Pordenone, V. Korps), Mantova (Udine, V. Korps) und Folgore (Treviso, V. Korps), dann schaffte man diese Großverbandsebene ganz ab. Die Namen von drei aufgelösten Divisionen gingen 1986 an jeweils eine der unterstellten Brigaden über, den Namen Folgore führte die Fallschirmjägerbrigade in Pisa. 1991 wurden in Norditalien sechs Kampfbrigaden und die Raketenartilleriebrigade aufgelöst, eine mechanisierte Brigade nach Süditalien verlegt und auf Sardinien eine neue, kleine mechanisierte Brigade aufgestellt. Die vier ehemals motorisierten Infanteriebrigaden (Territorialaufgaben) wandelte man mit Überschussmaterial in mechanisierte Brigaden um. 1991 verfügte man also noch über 19 Brigaden (deren Bataillone wieder die Bezeichnung „Regiment“ führten), 1997 reduzierte man sie auf 13, 2002 verblieben noch elf.

Im Verteidigungsfall sollten Heeresschulen drei motorisierte Reservebrigaden mit kleineren mechanisierten oder gepanzerten Komponenten aufstellen. Aus dem separaten Territorialkommando in Triest mit seiner teilaktiven Kampfgruppe wäre ein weiteres Brigadeäquivalent hervorgegangen. Daneben stand die 11. mechanisierte Brigade der Carabinieri zur Verfügung. Einige aktive Brigaden verfügten im Frieden über gekaderte oder nicht aktive Geräteeinheiten („dritte Infanterie-Bataillone“). Diese Reserveverbände wurden nach Ende des Kalten Krieges gestrichen oder aufgelöst.

Unterstützungsbrigaden seit 1997[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 stellte das italienische Heer einige Unterstützungsbrigaden auf, die dem „Kommando Landstreitkräfte“ (COMFOTER) unmittelbar unterstanden. In diesen Brigaden fasste man Verbände zusammen, die früher Korps- und Divisionstruppen waren (Artillerie, Flugabwehr, Pioniere, Fernmelder, Logistik, Heeresflieger). Im Rahmen von Rationalisierungsmaßnahmen wurden bis Herbst 2010 die Stäbe dieser Unterstützungsbrigaden an die Standorte der entsprechenden Truppenschulen verlegt und mit den Stäben der Schulen zu Unterstützungskommandos vereinigt. Deren Kommandeure sind Inspizienten ihrer jeweiligen Truppengattung und führen truppendienstlich auch die Regimenter der ehemaligen Unterstützungsbrigaden sowie die ehemaligen Schulen, aus denen Ausbildungsregimenter entstanden. Die „Regimenter“ der Unterstützungskommandos haben auch hier Bataillonsstärke. Eine Ausnahme stellen die Regimenter der Fernmelde- und Heeresfliegerkommandos dar, deren Regimenter zwei oder ausnahmsweise auch drei Bataillone haben können.

Artilleriebrigade
Flugabwehrbrig.
Pionierbrigade
COTIE (C4ISR)

Das 1. Fernmelderegiment in Mailand (2 Bataillone) untersteht dem NATO Rapid Deployable Corps – Italy. Territoriale Unterstützungsverbände sowie Einheiten auf der Ebene der Kampfbrigaden unterstehen ebenfalls nicht dem Fernmeldekommando.

Die Logistikbrigade (Treviso; 2010 mit Logistikschule in Rom-Cecchignola zu Einsatzlogistikkommando vereinigt) wurde 2013 aufgelöst. Die Regimenter der ehemaligen Logistikbrigade wurden 2013 an die einzelnen Kampfbrigaden abgegeben, die nunmehr wieder über jeweils einen eigenen Logistikverband verfügen. Die Regimenter tragen die Namen ihrer jeweils übergeordneten Brigade (neues Unterstellungsverhältnis in Klammern).

Für die Brigaden Aosta (auf Sizilien) und Sassari (auf Sardinien) wurde 2013 die Aufstellung neuer Logistikregimenter angeordnet. Weitere territoriale Verbände, die nicht dieser Brigade unterstanden, sind hier nicht gelistet. 2016 entstand bei der Logistikschule in Rom-Cecchinola ein neues Logistisches Unterstützungskommando, dem zunächst einige Sanitätseinheiten und die oben genannten Transportregimenter in Bellinzago Novarese und Budrio unterstellt wurden.

Dem Heeresfliegerkommando (Comando Aviazione dell'Esercito, COMAVES) in Viterbo untersteht neben dem Heeresfliegerausbildungszentrum noch eine Heeresfliegerbrigade, in der alle Heeresfliegerverbände administrativ zusammengefasst sind, die nicht der luftbeweglichen Brigade Friuli unterstehen. (Details zu den italienischen Heeresfliegern, siehe: Aviazione dell’Esercito).

Ausbildungsbrigade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese „Brigade“ bestand von 2004 bis 2014 unter der Bezeichnung Raggruppamento Unità Addestrative und hatte ihr Hauptquartier in Capua. Sie unterstand dem Ausbildungskommando des Heeres und führte in ihren zunächst zehn Regimentern (Infanterieregimenter in Bataillonsstärke) die dreimonatige Allgemeine Grundausbildung durch. Wegen der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2005 und der weiteren Verkleinerung des Heeres wurden nach und nach einige Ausbildungsregimenter aufgelöst (die Auflösungsjahre sind in Klammern angegeben). Die verbliebenen Regimenter unterstellte man 2014 der Infanterieschule in Cesano (Rom), mit Ausnahme des 80. Infanterieregiments Roma in Cassino, das auf die Ausbildung von Unteroffizieren ohne Portepee (Sergente) spezialisiert ist und deswegen der Unteroffiziersschule in Viterbo untersteht.

  • Wappen 1. Inf.Rgt. 1. Infanterieregiment San Giusto (Triest) (2008)
  • Wappen 17. Inf.Rgt. 17. Infanterieregiment Acqui (Capua) (aktiv)
  • Wappen 47. Inf.Rgt. 47. Infanterieregiment Ferrara (Capua) (2013; als 47. Btl. dem 17. InfRgt unterstellt)
  • Wappen 57. Inf.Rgt. 57. Infanteriebataillon Abruzzi (Sora, dann Sulmona) (2013)
  • CoA mil ITA rgt fanteria 078.png 78. Infanterieregiment Lupi di Toscana (Florenz) (2008)
  • Wappen 80. Inf.Rgt. 80. Infanterieregiment Roma (Cassino) (aktiv)
  • Wappen 85. Inf.Rgt. 85. Infanterieregiment Verona (Verona) (aktiv)
  • Wappen 91. Inf.Rgt. 91. Infanteriebataillon Lucania (Potenza) (2009)
  • Wappen 123. Inf.Rgt. 123. Infanterieregiment Cheti (Chieti) (2012)
  • Wappen 235. Inf.Rgt. 235. Infanterieregiment Piceno (Ascoli Piceno) (aktiv)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]