Bari

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Bari
Wappen
Bari (Italien)
Bari
Staat Italien
Region Apulien
Metropolitanstadt Bari (BA)
Koordinaten 41° 8′ N, 16° 52′ OKoordinaten: 41° 8′ 0″ N, 16° 52′ 0″ O
Höhe m s.l.m.
Fläche 116 km²
Einwohner 324.198 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 2.795 Einw./km²
Angrenzende Gemeinden Adelfia, Bitonto, Bitritto, Capurso, Giovinazzo, Modugno, Mola di Bari, Noicàttaro, Triggiano, Valenzano
Postleitzahl 70100 (generico), 70012, 70016, 70045, 70050, 70057, von 70121 bis 70126
Vorwahl 080
ISTAT-Nummer 072006
Volksbezeichnung Baresi
Schutzpatron Nikolaus von Myra (9. Mai), Sabino von Canosa, Madonna Hodegetria
Website Bari
Collage Bari.jpg

Bari ist eine italienische Gemeinde, Hauptstadt der Region Apulien sowie Zentrum der Metropolitanstadt Bari und eine bedeutende Hafen- und Universitätsstadt an der Adria.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bari hat 324.198 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016), die gleichnamige Metropolitanstadt mit 5.138 km² etwa 1,6 Millionen Einwohner.

Die Nachbargemeinden sind Adelfia, Bitonto, Bitritto, Capurso, Giovinazzo, Modugno, Mola di Bari, Noicàttaro, Triggiano und Valenzano.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bari um 1703

Bari war bereits in der mittleren Bronzezeit bewohnt. Siedlungsspuren der mittleren Bronze- (ca. 1700–1350 v. Chr.) bis zur frühen Eisenzeit (ab ca. 950 v. Chr.) fand man an mehreren Stellen der heutigen Altstadt: um die Kirchen St.-Peter, S. Scolastica und S. Maria del Buonconsiglio. Unter den Funden befanden sich auch Fragmente mykenischer Tongefäße aus dem Späthelladikum III B und III C (spätes 14. bis 12./11. Jahrhundert v. Chr.), die auf Handel mit Griechenland deuten.[2] Im dritten Jahrhundert v. Chr. wurde Bari von Griechen besiedelt, die die Stadt Barion nannten. Als Teil des römischen Reiches wurde Bari (Barium) zum municipium cum suffragio. In dieser Zeit konnte die Stadt eigene Gesetze erlassen und eigene Münzen prägen. Zwischen 476 und 840 war Bari Teil der Germanenreiche in Italien. Seit dem 4. Jahrhundert ist der Ort Sitz eines Bistums, des heutigen Erzbistums Bari-Bitonto.

Darauf besetzten die Sarazenen die Stadt, die dort ein islamisches Emirat in Italien gründeten, aber schon 870 wieder vom Byzantinischen Reich verdrängt wurden, das dort das Zentrum seiner italienischen Territorien errichtete. Noch 1002 wurde Bari erneut von Arabern erobert und von der Byzantinischen Armee rasch zurückerobert. Gegen die Byzantiner aber erhob sich der Barenser Melus (Melo) 1009 und 1017; als Ismahel (Ismail) ist er auf dem goldbestickten Sternenmantel verewigt, den er dem deutschen Kaiser Heinrich II. geschenkt hatte.

Am 15. April 1071 eroberten nach dreijähriger Belagerung die Normannen unter Robert Guiskard die Stadt, den zu dieser Zeit letzten Besitz von Byzanz in Italien. 1087 wurden die Gebeine des heiligen Nikolaus von Myra nach Bari gebracht. Der Heilige ist seither in Italien auch als Nicola da Bari bekannt. 1155 rebellierten die Bewohner der Stadt gegen die Normannen. Als Vergeltungsaktion ließ Wilhelm I „der Böse“ im Juni des folgenden Jahres die Stadt bis auf die Kathedrale und die Basilica St. Nicola zerstören und vertrieb die Bewohner.

Unter Friedrich II. erlebte Bari eine Blütezeit. Dieser kam 1221 erstmals in die Stadt und stach 1228 hier zu seinem Kreuzzug in See. Bei seiner Rückkehr waren die Tore der Stadt verschlossen, so dass er sich gewaltsam Zutritt verschaffen musste. Daher ließ er vermutlich das Kastell bauen, um die Stadt in Schach zu halten. Andererseits gewährte er der Stadt großzügige Handelsprivilegien und beließ ihr die führende Rolle in der Region. Umso härter traf Bari die Bevorzugung fremder Kaufleute und Bankiers unter den Anjou. Nach zahlreichen Wirren und Machtkämpfen unter dem Adel begann erst 1813 unter Joachim Murat, dem zum König von Neapel aufgestiegenen Schwager Napoleons, der Bau der Neustadt.

  • 1865 wurde die erste Bahnstrecke von Bari nach Brindisi eingeweiht
  • 1905 wurde ein Großteil der Stadt überschwemmt
  • 1925 wurde die Universität eröffnet
  • 1926 wurde Bari erneut von einer Überschwemmung heimgesucht.
  • Am 2. Dezember 1943 wurden bei einem deutschen Luftangriff auf den Hafen von Bari mit 105 Bombern vom Typ Junkers Ju 88 18 alliierte Schiffe zerstört, weitere beschädigt und etwa tausend Menschen getötet. Der mit AN-M47-Senfgasbomben beladene US-Liberty-Frachter SS John Harvey explodierte, wodurch 628 Soldaten verletzt wurden, von denen 83 starben.
  • Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde von der amerikanischen Militärverwaltung in der Nähe des Hafens ein DP-Lager für jüdische Displaced Persons eingerichtet. Das DP-Lager, in dem zeitweise bis zu 1.700 Flüchtlinge untergebracht waren, diente hauptsächlich als Durchgangslager für die Emigration nach Israel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museo Archeologico Nazionale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum mit bedeutenden griechischen und römischen Ausgrabungsgegenständen aus ganz Apulien befand sich bis 1994 im ersten Stock der Universität. Dann wurde es aus Sicherheitsgründen geschlossen. Ende 2015 wurde das neugestaltete Museum im Kloster Santa Scolastica eröffnet, aber zu sehen sind dort vorerst nur Teile der alten Bausubstanz; die Exponate befinden sich immer noch unter Verschluss.

Basilika San Nicola[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Basilika San Nicola
Basilika San Nicola
Statue des Sankt Nikolaus im linken Seitenschiff der Basilika. Sie wird bei der Schiffsprozession im Mai mitgeführt.
Geschmückter Platz Ferrarese

„Die unternehmerisch aktivsten Seestädte hatten fast alle ihren hoch angesehenen Heiligen: Venedig seinen Markus (Evangelist), Neapel seinen Januarius (frühchristlicher Märtyrer), Salerno seinen Matthäus (Apostel und Evangelist) und die älteste Seerepublik Amalfi ihren Andreas (Apostel). Genua sicherte sich als eine der letzten der großen italienischen Seestädte bei der Gelegenheit des ersten Kreuzzuges die Gebeine von Johannes dem Täufer.“[3] Bari war im Jahr 1087 mit der Beschaffung einer hohen Reliquie relativ spät dran. In Myra, dem Ort des Wirkens von Sankt Nikolaus, befand sich dessen Grabstätte. Die süditalienischen Seefahrer brachen 1087 den Sarkophag auf und überführten die Gebeine in ihre Heimatstadt nach Bari. Man begründete und entschuldigte den Raub damit, dass vor der Eroberung von Myra durch die Seldschuken die Reliquie gesichert werden sollte. Die türkischen Seldschuken hatten 1071 bei der Schlacht bei Manzikert den Byzantinern eine Niederlage zugefügt, worauf die Bewohner von Myra in die Berge geflohen waren. Für die kostbare Reliquie wurde auf den Ruinen der ehemaligen Residenz des byzantinischen Statthalters die Basilika San Nicola errichtet. Die Durchführung wurde Elias, dem Abt des nahen Benediktinerklosters, anvertraut, der 1089 Bischof von Bari wurde. Die Schlussweihe fand 1196 statt (andere Quellen sprechen davon, dass die Kirche 1098 durch Papst Urban II. geweiht wurde).

S. Nicola ist der Gründungsbau der Bareser Romanik. Der älteste Bauteil ist der Ostchor, dessen Apsiden, genau wie in Bitonto, im 12. Jahrhundert ummantelt und mit Blendarkaden gegliedert wurden. Die Wallfahrtskirche San Nicola liegt nördlich der Kathedrale. Die Basilika lag ursprünglich ganz nahe am Wasser wie die Kathedrale von Trani. Lediglich eine Seemauer trennte sie vom Meer. Sie wird von drei großen Höfen umgeben, um die sich die restlichen Gebäude des Klosters gruppieren, im Süden das Kloster, im Westen Hospiz und Pilgerheim und im Nordwesten die Kirche S. Gregorio.

S. Nicola hat diese spezielle Außengliederung des Langhauses eingeführt mit den hohen Nischen und den darüber liegenden Emporen.[4] Die archaisch wirkende Fassade der Kirche wird durch gesondert hervorgehobene kubische Bauteile bestimmt. Die beiden seitlichen Turmstümpfe gehen auf normannische Vorbilder in Nordfrankreich, Caen, Jumièges und so weiter, zurück. Die Türme erinnern an S. Abbondio in Como, die Zwerggalerien und die Blendarkaden am Außenbau sowie die Emporen im Kircheninnern vor allem an den Dom von Modena. Die Beziehungen zu Oberitalien sind generell eng, wobei die zeitliche Genese, also das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis noch relativ ungeklärt ist.

Das Eingangsportal hat als einziges in Apulien Stiere als Säulenträger statt der sonst üblichen Löwen.

Der Innenraum hat nicht mehr die originale Gestalt. Aus Gründen der Statik wurden im 15. Jahrhundert die westlichen Säulen verdoppelt und durch Bögen verbunden, wodurch Schwibbögen entstanden, die jetzt den Innenraum bestimmen und die Raumwirkung sehr beeinträchtigen.

In der Krypta werden die Gebeine des heiligen Nikolaus aufbewahrt. Die Kirche ist den Dominikanern anvertraut; in der Krypta befinden sich Möglichkeiten für einen katholischen wie einen orthodoxen Gottesdienst: der Hauptaltar über dem Reliquiengrab und der linke Seitenaltar mit einer Ikonostase. Das Grab des heiligen Nikolaus wird in der Orthodoxie hoch verehrt und es findet eine große Pilgerbewegung statt.

Festa di San Nicola[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bari feiert zu Ehren des heiligen Nikolaus jedes Jahr vom 7. bis 9. Mai, dem vermutlichen Tag der Ankunft ihrer Schiffe nach dem Raub der Gebeine, ein großes Fest. Die Straßen und Plätze werden geschmückt. Die Statue des Sankt Nikolaus wird, begleitet von über 400 Personen in historischen Kostümen, in einer Prozession von der Basilika bis zum Hafen getragen. Auf einem Boot umrundet man dann damit die Bucht.

Kathedrale San Sabino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht der Kathedrale San Sabino
Fassade der Kathedrale

Die Kathedrale wurde in den Jahren 1170 bis 1178 erbaut. Sie ist eine dreischiffige Pseudo-Emporenbasilika mit großem Ostquerhaus, an das die Apsiden direkt anschließen. Die Emporenöffnungen des Langhauses täuschen in den Seitenschiffen liegende Emporen vor, die nicht vorhanden sind. Die Seitenschiffe sind fast genauso hoch wie das Mittelschiff, dem nur ein enorm flacher Obergaden zur Belichtung bleibt.

Im Inneren sind neben der Kanzel und dem reichen Ornamentschmuck der Kathedrale der rekonstruierte Altarbereich mit dem aus Originalteilen zusammengesetzten Ziborium sowie der Bischofsthron beachtenswert. In der barock überformten Krypta befinden sich einige mittelalterliche Fresken.

Der Bischofsstuhl des Elias[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kathedra des Bischofs Elias

Das bedeutendste Kunstwerk im Innern der Basilica San Nicola ist die Kathedra, der Bischofsstuhl des Elias von etwa 1098. Ein Bischofsstuhl hatte meist einen erhöhten Sitz im Vergleich zu anderen Stühlen in der Kirche. Ein solcher Stuhl wird in der Kunstgeschichte nach dem griechischen Wort „Kathedra“ genannt. Und Prunk-Kathedren dieser Art stehen in einer langen Traditionskette, die sich im Adriaraum anhand von Beispielen bis ins 6. Jahrhundert direkt zurückverfolgen lässt.

Was den Thron in Bari von seinem Vorgänger in Ravenna und von anderen unterscheidet, ist die figurale Ausgestaltung des Untergestells. Das ganze tragende Gerüst stellt skulptural eine Handlung von agierenden Personen dar, denen die Last, die sie tragen, deutlich anzusehen ist. Dabei sind die verschiedenen Anteile am jeweiligen Arbeitsaufwand einfühlsam unterschieden. Die beiden Hauptträger links und rechts ächzen augenscheinlich unter der Last, während die kleinere Figur in der Mitte nur locker mit Hand anlegt.

„Ihr Attribut, der Pilgerstab, zeigt ihre eigentliche Aufgabe: die Pilgerschaft. [...] Hier in S. Nicola kann nur der Pilger zum hl. Nikolaus gemeint sein, und der ist schließlich ein wesentlicher ‚Träger‘ der neuen Bedeutung von Bari im Allgemeinen und vom Abt von S. Nicola im Besonderen. Die Rückseite des Thronunterbaus ist schließlich noch durch drei kurze achteckige Säulen als Architektur gekennzeichnet. Auch hier überwiegt die Aktion, denn zwischen den Säulchen ungleich gewichtiger sind zwei große Löwinnen ganz darauf konzentriert, irgendeinen Erbarmungswürdigen zwischen ihren Fängen zu reißen. Löwen, im Mittelalter ganz allgemein als Sinnbild des Tierischen und Bösen, aber auch als Symbol für Christus verstanden, haben hier in ihrer Anbringung auf der Rückseite wohl apotropäische (Unheil abwendende) Funktion. Zur Ausstattung des Throns gehört noch ein flacher, die Höhe des Piedestals ausgleichender Marmorschemel, ebenfalls über liegenden Löwen“ [5]

Ein Urbild dieser Form aus geschnitzten Elfenbeintafeln steht in Ravenna, die sogenannte Maximianskathedra aus der Mitte des 6. Jahrhunderts. Über Ravenna gelangte die Tradition steinerner Herrschersitze bis nördlich der Alpen, zum Beispiel nach Aachen, wo offensichtlich bis dahin Throne aus Holz oder Metall gebräuchlich waren.

Kastell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castello Svevo
Die Altstadt vom Kastell aus gesehen
Stauferstele beim Castello Svevo

Der Bau des Castello Svevo di Bari (zu Deutsch wörtlich: Schwaben-Schloss) wurde 1131–1132 auf Befehl von Roger „dem Normannen“ begonnen. Das Kastell steht auf den Überresten einer byzantinischen Festung aus dem 11. Jahrhundert. Bei Ausgrabungen wurden im Nord- und Westflügel Konstruktionen freigelegt, die sicher darauf hindeuten, dass vor der byzantinischen Bebauung ein Sakralbau vorhanden war, der zum ältesten Stadtkern Baris gehört.

1139 wurde das Kastell nach Zerstörung wieder aufgebaut. Durch den Aufstand gegen die Normannen 1155 wurde die Burg wiederum schwer beschädigt.

In der Stauferzeit wurde das Kastell unter Kaiser Friedrich II. ab 1233 umgebaut. Aufbauend auf dem existierenden normannischen Grundriss wurden unter anderem zwei polygone Türme aufgebaut, erstmals wurde das Kastell durch äußere Wehranlagen verstärkt, wie jüngste Untersuchungen auf der östlichen Seite der Bastion beweisen. Innerhalb der Wehranlagen wurde auf der Höhe des Innenhofes ein 45 Meter langes Tonnengewölbe mit viereckigen Säulen ausgegraben. Ein Wassergraben wurde angelegt. Markenzeichen der Stauferzeit sind die mit Figuren reich geschmückten Säulen und Torbögen, für die herausragende muslimische Steinmetze angeworben wurden.

Seit der Ankunft von Isabella von Aragón wurde das Kastell als Palast umgebaut, den Höhepunkt erreichte das höfische Leben unter Isabellas Tochter Bona Sforza, die Bari nach dem Tod ihres Ehemannes Sigismund I. als Witwensitz nutzte. Der Innenhof wurde im Stil der Renaissance umgebaut, eine Kapelle gebaut und dem heiligen Stanislaus geweiht.

Nach dem Tod der Bona Sforza war das Kastell zeitweise verlassen und wurde später zum Gefängnis umfunktioniert. Heute befindet sich dort ein Museum, in dem wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Am 7. Mai 2009 wurde in der Grünanlage der Giardini Isabella d'Aragona auf der Westseite des Kastells eine Stauferstele eingeweiht.[6]

Teatro Piccinni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem in Bari geborenen Komponisten Niccolò Piccinni zu Ehren erhielt dieses Theater im Jahr 1855 seinen Namen. Eröffnet wurde es 1854. Es ist der älteste erhaltene Theaterbau der Stadt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wesentlichen gibt es in Bari drei bedeutende Industriezweige: Chemische Industrie, Metallindustrie und Autoindustrie (Zulieferer). Dies erklärt auch die Niederlassungen bedeutender deutscher Firmen in Bari, wie zum Beispiel Bosch, Osram oder GETRAG. Darüber hinaus spielt der Hafen als Dienstleister eine wichtige Rolle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hafen von Bari
Fischmarkt von Bari

Der Hafen von Bari ist einer der großen italienischen Fährhäfen an der Adria mit regelmäßigen Verbindungen für Fahrzeuge und Passagiere nach Dubrovnik, Bar, Durrës, Patras und Korfu, Igoumenitsa, Kefalonia und Zakynthos. 2012 wurden zwei Mio. Passagiere gezählt, davon 650.000 Passagiere von Kreuzfahrtschiffen. Im Frachthafen und Handelshafen wurden 2011 etwa 5 Mio. Tonnen Güter umgesetzt. Drei Marinas bieten Liegeplätze für Sportboote. Der Hafen, an dem eine Koordinierungsstelle für Seerettung ihren Sitz hat, hat fünf Hafenbecken und ist nach Nordosten ungeschützt. Im Süden befindet sich der alte malerische Fischerhafen. 60 Seemeilen südlich liegt der Hafen Brindisi, 210 Seemeilen nördlich der Hafen Ancona.

Im Hafen und auf der Strandpromenade von Bari fand von 1947 bis 1956 das Automobilrennen Gran Premio di Bari statt.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptbahnhof Bari Centrale liegt an der Adriabahn (km 648,6, gezählt von Bologna Centrale). Er ist Ausgangsbahnhof der Bahnstrecke Bari–Taranto. Beide gehören zur Rete Ferroviaria Italiana der Ferrovie dello Stato Italiane (FS). Darüber hinaus ist Bari Centrale Ausgangspunkt für drei Privatbahnen:

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Bari (italienisch Aeroporto di Bari-Palese „Karol Wojtyla“) liegt acht Kilometer nordwestlich von Bari und wird vor allem von Billigfluggesellschaften angesteuert.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität Bari ist mit rund 70.000 Studenten eine der größten Italiens.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bekannte Fußballverein FC Bari 1908 spielte bisher 28 Spielzeiten in der höchsten Spielklasse des italienischen Fußballs der Serie A und befindet sich zur Saison 2016/17 in der Serie B. Spielstätte des Vereins ist das 58.270 Zuschauer fassende Stadio San Nicola.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Persönlichkeiten der Stadt sind in der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Bari aufgeführt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bari
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 12,1 12,7 14,7 17,9 22,2 25,8 28,4 28,3 25,4 21,0 17,1 13,5 Ø 20
Min. Temperatur (°C) 5,0 5,3 6,7 9,0 12,9 16,6 19,1 19,1 16,5 12,8 9,1 6,4 Ø 11,6
Niederschlag (mm) 50,8 57,2 52,1 47,4 36,7 32,0 27,0 39,2 62,0 64,6 54,1 63,0 Σ 586,1
Sonnenstunden (h/d) 3,9 4,6 5,4 6,8 8,5 9,7 10,7 9,7 7,9 6,2 4,4 3,7 Ø 6,8
Regentage (d) 7,3 7,9 7,3 6,5 5,1 4,5 2,6 3,7 5,1 6,4 6,7 8,2 Σ 71,3
Wassertemperatur (°C) 13 12 13 14 17 21 23 24 22 19 16 14 Ø 17,4
Luftfeuchtigkeit (%) 77 74 72 68 68 65 64 65 68 72 76 78 Ø 70,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
12,1
5,0
12,7
5,3
14,7
6,7
17,9
9,0
22,2
12,9
25,8
16,6
28,4
19,1
28,3
19,1
25,4
16,5
21,0
12,8
17,1
9,1
13,5
6,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
50,8
57,2
52,1
47,4
36,7
32,0
27,0
39,2
62,0
64,6
54,1
63,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: WMO; Luftfeuchtigkeit, Sonnenscheindauer, Wassertemperatur: wetterkontor.de

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ekkehart Rotter: Apulien. Byzantinische Grottenkirchen – Normannische Kathedralen – Staufische Kastelle – Lecceser Barock (= DuMont Kunst Reiseführer). 6. Auflage. Dumont Reise Verlag, Ostfildern 2012, ISBN 3-7701-4314-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Marco Bettelli: Italia meridionale e mondo miceneo. Ricerche su dinamiche di acculturazione e aspetti archeologici, con particolare riferimento ai versanti adriatico e ionico della penisola italiana. Florenz 2002, S. 22f.
  3. Rolf Legler: Apulien. 3. Auflage. Köln 1989, S. 119.
  4. Marcel Durliat: Romanische Kunst. Freiburg im Breisgau 1983, S. 579.
  5. Rolf Legler: Apulien. 3. Auflage. Köln 1989, S. 133.
  6. Bari 2009 auf stauferstelen.net. Abgerufen am 23. März 2014.
  7. Eisenbahnatlas Italien und Slowenien / Atlante ferroviario d’Italia e Slovenia. Schweers + Wall 2010. ISBN 978-3-89494-129-1, S. 81.
  8. Wladimir: Sister Cities