Lord of the Lost

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Lord of the Lost
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Lord of the Lost auf dem Hexentanz Festival 2015
Lord of the Lost auf dem Hexentanz Festival 2015
Allgemeine Informationen
Genre(s) Dark Rock
Gründung 2007 (Solo)

2009 (Band)

Website www.lordofthelost.de
Aktuelle Besetzung
Chris „The Lord“ Harms
Bo Six (seit 2009)
Class Grenayde (seit 2008)
Gared Dirge (seit 2010)
Tobias Mertens (seit 2014)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Sensai (2008–2010)
Gitarre
Sebsta Lindström (2008–2011)
Schlagzeug
Any Wayst (2008–2011)
Schlagzeug
Christian „Disco“ Schellhorn (2012–2014)
ehemaliges Bandlogo

Lord of the Lost (dt. Herr der Verlorenen) ist eine deutsche Dark-Rock-Band aus Hamburg um Sänger und Frontmann Chris Harms.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lord of the Lost wurde Mitte 2007 von Chris Harms gegründet. Harms war zuvor bereits von 1999 bis 2004 als Sänger und Gitarrist der Rockband Philiae aktiv und ab 2004 als Gitarrist und zweiter Sänger bei der Glam-Metal-Band The Pleasures sowie als Musiker bei verschiedenen Projekten wie Big Boy oder UnterART.[1] Ursprünglich nur Lord genannt, stießen rasch befreundete Musiker hinzu und aus dem geplanten Soloprojekt entwickelte sich eine Band. Um eventuelle Namensstreitigkeiten mit Lordi und The Lords zu vermeiden, erfolgte die Umbenennung in Lord of the Lost.[2][3] Nachdem vorab bereits eine Single zu dem Song Dry The Rain veröffentlicht worden war, erschien im Frühjahr 2010 das Debütalbum Fears beim Independent-Label Out of Line.[4] Während der Aufnahmen für das zweite Album ging Lord of the Lost im Jahr 2010 auf ausgedehnte Tour, die auch ins Ausland führte, und gastierten auf verschiedenen Festivals wie dem Wave-Gotik-Treffen, dem Wacken Open Air oder dem M’era Luna Festival.

Im Frühjahr 2011 erschien unter dem Titel Sex on Legs die erste Single des zweiten Albums Antagony, das kurz darauf veröffentlicht wurde. Zudem unterstützte die Band Mono Inc. auf deren ersten Teil der Viva Hades Tour als Vorgruppe.

Im Sommer 2012 erschien das dritte Album Die Tomorrow. Schon kurz vor der Veröffentlichung begann die Band die Arbeiten am vierten Album. Im Oktober spielte Lord of the Lost im Vorprogramm von Letzte Instanz auf ihrer Ewig-Tour. Im Frühjahr 2013 fand die Co-Headliner-Tour Darkness Kills (zusammen mit Unzucht) statt, im September folgte die We are the Lost- Tour gemeinsam mit Lost Area. Im Oktober 2013 trat Lord Of The Lost im Rahmen des Gothic Meets Klassik im Leipziger Gewandhaus mit dem Zielona Gòra-Symphonieorchester auf.

Im Februar 2014 trennte sich die Band von ihrem Drummer Christian Schellhorn, der Platz wurde von Tobias Mertens übernommen.

Im März 2014 spielte die Band ihre erste US-Tour, die im Vorfeld durch Crowdfunding finanziert wurde. Innerhalb von zwei Monaten wurden von Fans und Sponsoren 12.775 US-Dollar aufgebracht und das zuvor gesteckte Ziel von 10.000 US-Dollar übertroffen.[5]

Im März 2015 veröffentlichten Lord of the Lost mit Swan Songs ein reines Akustik-Album, das auf Platz 34 der Media Control Charts einstieg. Die Livepremiere fand auf dem Out of Line Weekender in Berlin im gleichen Monat statt.

2015 veröffentlichten Lord of the Lost die EP Full Metal Whore. Die Tour zum Album fand unter dem Motto Make Love Make War mit den Supportbands Darkhaus, Eyes Shut Tight, Vlad In Tears und Erdling statt. Im Dezember 2015 kam A Night To Remember - Live Acoustic In Hamburg, die DVD samt Live-CD zur Akustiktour im Frühjahr heraus.[6]

Die erste Single The Love Of God zum neuen Album Empyrean wurde im Mai 2016 veröffentlicht. Darauf folgte die erste große Europatour Make Europe Great Again (M.E.G.A.) der Band, gemeinsam mit Combichrist, Filter und (bei den deutschen Konzerten) Rabia Sorda. Empyrean wurde Ende Juli 2016 veröffentlicht und ist, nach Antagony, das zweite Konzeptalbum. Es folgten diverse Festivalauftritte, wie das Castle Rock 17 in Mülheim an der Ruhr, wo die Band ihre Open Air Premiere als The Lord Of The Lost Ensemble im akustisch-klassischen Gewand, unterstützt von klassischen Musikern und dem ehemaligen Schlagzeuger Christian "Disco" Schellhorn, hatte.[7]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lord of the Lost lässt sich am ehesten dem Genre des Dark Rock zuordnen, mit Einflüssen aus dem Bereich des Metal. Als musikalische Einflüsse nannte Harms im Interview mit dem Szenemagazin Orkus Gruppen wie Rammstein, Marilyn Manson und Nine Inch Nails sowie die frühen Roxette.[8]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chris Harms beim Feuertal Festival, Wuppertal 2014

Obwohl nicht immer als besonders innovativ wahrgenommen, erfuhr das Debütalbum Fears seitens der Musikpresse überwiegend wohlwollende Kritiken. Der Sonic Seducer lobte neben dem „angenehm tiefen und verheißungvollen Gesang“, auch die „düsteren, melodramatischen Momente“ und bezeichnete das Album als „finstere Melange der Musikstile, die das Werk frisch und abwechslungsreich anmuten lassen“.[9] In Zillo wurde das Debüt „nicht wirklich originell oder gar bahnbrechend“ genannt, jedoch wurden die „harten, kompromissloseren Nummern“ gelobt.[10] Orkus hingegen meinte, auf ein so „abwechslungsreiches, interessantes und dazu gutes Album“ habe man lange warten müssen.[11] Metal.de bezeichnete das Album als „absolut in Ordnung“, legte jedoch nahe, die Scheibe zuerst anzutesten, da sie „dem einen vielleicht zu hart, dem anderen vielleicht zu soft“ sein könnte.[12]

Das zweite Album Antagony erinnerte den Zillo-Redakteur gesanglich an eine „Wrestlingbegegnung von Ville Valo und Marilyn Manson“, zudem sei das Werk nicht so originell, wie man zunächst hätte erwarten können. Eine Steigerung vom Debüt sei jedoch erkennbar und die wandelbare Stimme Harms` berge Potential für die Zukunft.[13]

Die Tomorrow wurde von Kritikern insgesamt positiv aufgenommen. Metal.de sah eine Weiterentwicklung zum Vorgänger, die zwar „poppiger“ und „airplaytauglicher“, aber auch ausgereifter sei, und durchdachtere Texte aufweise.[14] Erstmals wirkten an dem Album auch Gastmusiker mit, so z. B. Alexander Wesselsky von Eisbrecher und vorher Megaherz, Ulrike Goldmann von Blutengel, Erk Aircrag von Hocico und Martin Engler von Mono Inc. Das Album erreichte Platz 33 der Media-Control-Charts.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[15]
Die Tomorrow
  DE 33 07.09.2012 (1 Wo.)
We Give Our Hearts (Live auf St. Pauli)
  DE 93 23.08.2013 (1 Wo.)
From The Flame Into The Fire
  DE 18 06.06.2014 (1 Wo.)
Swan Songs
  DE 34 03.04.2015 (1 Wo.)
Empyrean
  DE 9 05.08.2016 (… Wo.)

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Fears
  • 2011: Antagony
  • 2012: Die Tomorrow
  • 2014: From The Flame Into The Fire
  • 2015: Swan Songs (Akustik/Klassik)
  • 2016: Empyrean

Live-Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: We Give Our Hearts (Live auf St. Pauli)
  • 2015: A Night To Remember - Live Acoustic In Hamburg

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Beside & Beyond
  • 2014: MMXIV (3-Track EP exklusive für Sonic Seducer)
  • 2015: Full Metal Whore

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Dry The Rain
  • 2011: Sex on Legs
  • 2012: Die Tomorrow
  • 2013: See You Soon inkl. Von Anfang an (mit Holly Loose von Letzte Instanz)
  • 2014: Afterlife
  • 2014: La Bomba
  • 2014: Six Feet Underground
  • 2016: The Love Of God

Vinyls[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Six Feet Underground (4-Track Picture Vinyl)
  • 2015: Full Metal Whore (9-Track Picture Vinyl)

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Black To The Roots
  • 2014: One Night – Lord Of The Lost & The Zielona Góra Symphony Orchestra – Live in Leipzig
  • 2015: A Night To Remember - Live Acoustic In Hamburg

Exklusive Samplerbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Do You Wanna Die Without A Scar (auf dem Sonic-Seducer-Sampler Cold Hands Seduction Vol. 117)
  • 2011: Death Doesn't Kill You But I Do (auf dem Out of Line-Sampler Awake The Machines, Vol. 7)

Beiträge für andere Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Kannst Du mich seh'n (Remix) für Staubkind
  • 2012: Deine Zeit Läuft Ab (St. Pauli Sinfoniker Version by Lord Of The Lost) für Unzucht
  • 2012: Eye M The Blacksheep (Remix von Chris Harms und Corvin Bahn) für Rabia Sorda
  • 2012: Eisblumen auf dem Jubiläumssampler zum 20-jährigen Bestehen von Subway to Sally
  • 2012: Deep Inside (Remix) für Fragile Child
  • 2013: Bitte Schlag Mich (Zerschlagen von Lord of the Lost) für Ost+Front
  • 2013: Pandora's Box (Cover) für Solitary Experiments
  • 2013: In My Darkest Hour Gemeinsam mit Mono Inc. auf deren Nimmermehr-Touralbum
  • 2014: Für Immer Remix für Subway to Sally (auf dem Sonic-Seducer-Sampler Mittelalter-Special Vol. XII Ausgabe 03/2014)
  • 2014: Krieger Remix für Blutengel auf deren Black Symphonies
  • 2014: Die Erde Brennt Remix Joachim Witt auf der Neumond Ltd. Edition
  • 2014: Sonne, Mond & Todesstern (Remix by Lord of the Lost) für Ost+Front
  • 2015: Der Zeitdieb Remix für Tanzwut
  • 2015: Der Luftschiffharpunist Remix für Coppelius
  • 2015: Satans Fall Cover für Saltatio Mortis
  • 2015: All the things you say Remix für Solar Fake

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Dry the Rain (Regie: Nikola Stahl)
  • 2010: Last Words (Regie: Nikola Stahl)
  • 2011: Sex on Legs (Regie: Nikola Stahl)
  • 2011: Prison (Regie: Chris Harms)
  • 2012: Beyond Beautiful (Regie: Moritz Krebs)
  • 2012: Die Tomorrow (Regie: Katya Tsyganova)
  • 2013: See You Soon (Regie: Jasmin Kreft)
  • 2013: Credo (Regie: Christian Beer)
  • 2014: Afterlife (Regie: Matteo Fabbiani)
  • 2014: La Bomba (Regie: Michel Briegel)
  • 2014: Six Feet Underground (Regie: Matteo Fabbiani)
  • 2014: Kingdom Come (Regie: Katya Tsyganova)
  • 2015: Lost In A Heartbeat (Regie: Lisa Morgenstern)
  • 2015: Full Metal Whore (Regie: Matteo Fabbiani)
  • 2016: The Love of God (Regie: Harun Hazar)
  • 2016: Drag Me To Hell (Regie: Michel Briegel)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lord of the Lost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sonic Seducer, März 2010 (03/10), Lord of the Lost - Fürchte nicht die Angst, Seite 26
  2. Pamela Stahl: Interview mit Chris Harms (Lord of the Lost). Mindbreed Onlinemagazin, 21. Februar 2010, abgerufen am 13. Februar 2014 (deutsch).
  3. Sonic Seducer, Oktober 2009 (10/09), Lord of the Lost - Unsterblich durch Musik, Seite 22
  4. Swen Reuter: Rezension: LORD OF THE LOST - FEARS. Powermetal.de, 19. Februar 2010, abgerufen am 13. Februar 2014 (deutsch).
  5. Help Bring Lord Of The Lost To The USA! - Crowdfundingprojektseite auf indiegogo.com. Abgerufen am 3. März 2014 (englisch).
  6. LORD OF THE LOST: A NIGHT TO REMEMBER - LIMITED DVD+2CD. In: www.outofline.de. Abgerufen am 2. September 2016.
  7. Castle Rock Festival 2016 – Schloss Broich Mülheim an Ruhr – Vorbericht. In: Vita Nigra. Abgerufen am 3. September 2016.
  8. Orkus, März 2010 (Nr. 03), Seite 40
  9. Sonic Seducer, März 2010 (03/10), Lord of the Lost - Fürchte nicht die Angst, Seite 27
  10. Zillo, April 2010 (04/10), Seite 67
  11. Orkus, März 2010 (Nr. 03), Seite 68
  12. Alex Frodl: LORD OF THE LOST - "Fears". Metal.de, abgerufen am 13. Februar 2014 (deutsch).
  13. Zillo, April 2011 (04/11), Lord of the Lost - Von Natur aus sündig, Seite 54
  14. Saskia Pompe: Rezension: Lord of the Lost - Die Tomorrow. Metal.de, 5. September 2012, abgerufen am 13. Februar 2014 (deutsch).
  15. Lord of the Lost in den deutschen Charts