Jamie-Lee Kriewitz

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Jamie-Lee beim Eurovision Song Contest im Mai 2016

Jamie-Lee Kriewitz (* 18. März 1998[1][2] in Springe) ist eine deutsche Popsängerin. Am 17. Dezember 2015 gewann sie die fünfte Staffel der Gesangs-Castingshow The Voice of Germany.[3] Mit ihrem Titel Ghost gewann sie den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2016 und vertrat Deutschland am 14. Mai 2016 im Finale in Stockholm. Dort belegte sie mit 11 Punkten den letzten Platz. Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums tritt sie als Jamie-Lee auf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jamie-Lee Kriewitz stammt aus Bennigsen, einem Stadtteil der niedersächsischen Stadt Springe, und besucht in Hameln die Eugen-Reintjes-Schule[4] im Bildungsgang Fachoberschule Gestaltung, in dem sie die Fachhochschulreife erlangen möchte.[5] Ihr Vater ist Schlagzeuger, sie selbst trat mit zwölf Jahren dem Gospelchor Joyful Noise bei.[6]

Auffällig an Kriewitz ist neben ihrer Stimme der von Manga bzw. Anime inspirierte Kleidungsstil. In jeder Show von The Voice of Germany trat sie in einer anderen bunten Bekleidung und Kopfbedeckung im Dekora-Kei (dt.: Dekorations-Stil)[7] auf.[8] Musikalisch und kulturell interessiert sie sich für K-Pop und Südkorea.[9] Kriewitz lebt seit einigen Jahren vegan.[10]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015: The Voice of Germany[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 nahm sie mit 17 Jahren als Schülerin an der fünften Staffel von The Voice of Germany teil. Mit ihrer Interpretation des Filmhits The Hanging Tree überzeugte sie in den Blind Auditions alle vier Coaches und schloss sich dem Team von Michi Beck und Smudo an. In den folgenden Runden wurde sie jeweils direkt von ihren Coaches weitergewählt, und im Halbfinale war sie eine der vier Kandidatinnen und Kandidaten, die das Publikumsvoting gewannen. Im Finale trat sie mit der englischen Sängerin Jess Glynne sowie mit ihrem eigenen Song Ghost auf. Sie gewann die Show mit 38 % der Zuschauerstimmen, mit einem Vorsprung von mehr als 15 % vor dem Zweitplatzierten Ayke Witt, und war die erste Siegerin, die bei ihrem Erfolg noch nicht volljährig war.

Auftritte bei The Voice of Germany:
Phase (Datum) Lied Originalinterpret
Blind Auditions (15. Oktober 2015) The Hanging Tree Jennifer Lawrence
Battle (20. November 2015) Royals Lorde
Knockouts (26. November 2015) Berlin Ry X
1. Liveshow (3. Dezember 2015) Lights Will Guide Me Fahrenhaidt
Halbfinale (10. Dezember 2015) Warriors Imagine Dragons
Name drauf Die Fantastischen Vier
Finale (17. Dezember 2015) Take Me Home Jess Glynne
Ghost Jamie-Lee Kriewitz

Der eigene Showsong Ghost war bereits in der Woche vor dem Finale veröffentlicht worden und erreichte als erfolgreichster Song der vier Finalisten Platz 59 der deutschen Charts.[11] Nach dem Finalsieg übernahm er Platz 1 der iTunes-Downloadcharts und kam nach einer Woche auf Platz 11 der deutschen Musikcharts.

2016: Eurovision Song Contest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Februar 2016 nahm Kriewitz beim deutschen Vorentscheid Unser Lied für Stockholm teil.[12] Mit ihrem Song Ghost – produziert von DJ Thomilla – gewann sie mit 44,5 % der Stimmen die Show und qualifizierte sich damit, Deutschland am 14. Mai 2016 beim Eurovision Song Contest in Stockholm zu vertreten. Nach ihrem Sieg erreichte der Song Platz 2 der iTunes-Downloadcharts und war bereits einen Tag später erneut in den deutschen Singlecharts vertreten. Am 8. April 2016 erschien der Song Berlin. Es ist der zweite Song ihres Debütalbums, das ebenfalls Berlin heißt, und am 29. April 2016 erschien. Das Album platzierte sich in den Top 20 der deutschen Albumcharts.

Mit Ghost erzielte Jamie-Lee im Finale des Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm nur 1 Punkt im Jury-Voting und 10 Punkte im Televoting und landete mit 11 Punkten auf dem letzten Platz.

Am 25. Juni 2016 war Jamie-Lee Kriewitz Jurymitglied bei der KWF Audition in Berlin, Deutschlands Vorentscheidung für den Vertreter beim K-Pop World Festival 2016. Beim Napster-Fan-Preis 2016 gewann sie als „Beste Einzelkünstlerin“. Sie trat im Sommer 2016 unter anderem beim Halberg Open Air in Saarbrücken, beim Maschseefest in Hannover sowie beim MDR Harz Open Air in Wernigerode auf. Ihre im Oktober 2016 geplante Tournee wurde auf 2017 verschoben.

Während einer Reise nach Seoul, Südkorea, nahm sie das Musikvideo zu ihrer zweiten Single Wild One auf, welches am 29. September 2016 veröffentlicht wurde.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[11] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2016 Berlin 18
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. April 2016

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[11] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2015 Ghost
Berlin
11
(19 Wo.)
65
(1 Wo.)
26
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Dezember 2015

Weitere Veröffentlichungen

  • 2016: Wild One
  • 2017: Coming Home For Christmas

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ESC-Kandidatin Jamie-Lee wird 18 Jahre alt. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 18. März 2016, abgerufen am 18. März 2016.
  2. ESC-Finalistin Jamie-Lee Kriewitz: Extrovertiert, unbekümmert und erstaunlich selbstbewusst. In: Berliner Zeitung. 26. Februar 2016, abgerufen am 26. Februar 2016.
  3. Castingshow-Finale: Jamie-Lee Kriewitz gewinnt „The Voice of Germany“. In: Spiegel Online, 17. Dezember 2015, abgerufen am 18. Dezember 2015.
  4. Jamie-Lee Kriewitz steht heute im Finale von „The Voice“. Dewezet.de, 16. Dezember 2015, abgerufen am 18. Dezember 2015.
  5. ESC-Teilnehmerin: Jamie-Lee Kriewitz wiederholt das Schuljahr. In: Spiegel Online, 28. Februar 2016, abgerufen am 28. Februar 2016.
  6. Fabian Mast: Jamie-Lee Kriewitz singt für ein Millionenpublikum. In: Neue Presse, 3. Dezember 2015, abgerufen am 18. Dezember 2015.
  7. Das sind die deutschen Kandidaten beim ESC-Vorentscheid, Südkurier vom 25. Februar 2016, abgerufen am 26. Februar 2016
  8. The Voice of Germany 2015: Interview mit Jamie-Lee Kriewitz. starflash.de, 2. Dezember 2015, abgerufen am 18. Dezember 2015.
  9. Jamie-Lee Kriewitz: “My school supports me to the fullest!” [Interview] escxtra.com, 23. Februar 2016, abgerufen am 30. April 2016.
  10. PETA: Interview mit Jamie-Lee Kriewitz. peta.de, Abgerufen am 26. Februar 2016.
  11. a b c Chartquellen: DeutschlandÖsterreichSchweiz
  12. Deutscher ESC-Vorentscheid: Teilnehmer stehen fest. In: eurovision.de. 12. Januar 2016, abgerufen am 12. Januar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jamie-Lee Kriewitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien