Magaña (Soria)

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Gemeinde Magaña
Magaña – Ortsansicht
Magaña – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Magaña
Magaña (Soria) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Soria
Comarca: Tierras Altas
Koordinaten 41° 54′ N, 2° 10′ WKoordinaten: 41° 54′ N, 2° 10′ W
Höhe: 953 msnm
Fläche: 58,51 km²
Einwohner: 80 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,37 Einw./km²
Postleitzahl: 42181
Gemeindenummer (INE): 42107 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Magaña

Magaña ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 80 Einwohnern (1. Januar 2017) im Norden der Provinz Soria im Osten der autonomen Gemeinschaft Kastilien-León in Spanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Magaña liegt auf einer Anhöhe oberhalb einer Flussschleife des Río Alhama ca. 40 Kilometer (Fahrtstrecke) nordöstlich der Provinzhauptstadt Soria und nur etwa sechs Kilometer vom ebenfalls sehenswerten Nachbarort Cigudosa entfernt in einer Höhe von ca. 950 Metern ü. d. M.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2010
Einwohner 380 424 172 111 99 106

Im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde stets um die 400 bis 500 Einwohner. Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen auf dem Lande haben in hohem Maße zum deutlichen Bevölkerungsrückgang (Landflucht) in den letzten Jahrzehnten beigetragen. Zur Gemeinde gehören auch die Weiler Pobar und Villarraso.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlage des Lebens und Überlebens der jahrhundertelang weitgehend als Selbstversorger lebenden Bewohner von Magaña war und ist die Landwirtschaft, zu der auch in geringem Umfang die Viehzucht gehört. Einige der leerstehenden Häuser wurden in den letzten Jahrzehnten zu Ferienwohnungen (casas rurales) umgebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kelten, Römer und Westgoten haben keine Spuren auf dem Gebiet der Gemeinde hinterlassen. Angeblich aus der Zeit der Maurenherrschaft stammen die Fundamente des Bergfrieds der Burg. Das 11. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die christliche Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der Gegend, die bis zum Frieden von Almazán (1375) gleichermaßen vom Königreich Aragón und von Kastilien beansprucht wurde. Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus einem Dokument des Jahres 1181.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castillo de la Nava del Marqués
  • Das gesondert auf einem Nachbarhügel gelegene Castillo de la Nava del Marqués oder auch nur Castillo de Magaña ist eine der besterhaltenen Burgen in der Provinz Soria. Der auf quadratischem Grundriss erbaute Bergfried (torre de homenaje) überragt den Ort; er ist der älteste Teil der Burg – sein Ursprung wird von einigen noch auf die Zeit der Mauren (10./11. Jahrhundert) zurückgeführt. Das von halbrund vorspringenden Wehrtürmen stabilisierte und gesicherte äußere Mauergeviert stammt erst aus dem 14./15. Jahrhundert.
  • Die Pfarrkirche (Iglesia de San Martín de Tours) mit ihrer schmucklosen, aber von einem Glockengiebel (espadaña) überragten Westfassade und ihrer polygonal gebrochenen Apsis stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, wurde aber in späterer Zeit grundlegend umgestaltet. Im Inneren befindet sich ein barockes Altarretabel.
  • Die Ermita de La Virgen de Barruso steht am Fuß des Burgbergs und war wohl ursprünglich die Kirche eines kleinen Weilers. Außergewöhnlich ist der nach Süden weisende Glockengiebel neben dem Eingangsportal. Die nach Nordosten abgewinkelte Apsis hat ein kleines Altarretabel und ist mit Fresken des 17./18. Jahrhunderts bemalt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Magaña – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).