Retortillo de Soria

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Gemeinde Retortillo de Soria
Retortillo de Soria – Ortsbild
Retortillo de Soria – Ortsbild
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Retortillo de Soria
Retortillo de Soria (Spanien)
Finland road sign 311 (1994–2020).svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Comunidad de villa y tierra de Caracena
Koordinaten 41° 19′ N, 2° 59′ WKoordinaten: 41° 19′ N, 2° 59′ W
Höhe: 1240 msnm
Fläche: 172,77 km²
Einwohner: 149 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 0,86 Einw./km²
Postleitzahl: 42315
Gemeindenummer (INE): 42155
Verwaltung
Website: Retortillo de Soria

Retortillo de Soria ist ein Ort und eine aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (pedanías) und Einzelgehöften (fincas) bestehende Gemeinde (municipio) mit insgesamt nur noch 149 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Südwesten der nordspanischen Provinz Soria in der autonomen Region Kastilien-León. Der zur bevölkerungsarmen Serranía Celtibérica gehörende Ort liegt sowohl an der Ruta de la Lana als auch am Camino del Cid.[2]

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Retortillo de Soria liegt auf der Nordseite der Sierra de Pela im Quellgebiet mehrerer Bergbäche (arroyos) in einer Höhe von etwa 1240 m. Die nächstgrößere Stadt, El Burgo de Osma, ist gut 38 km (Fahrtstrecke) in nördlicher Richtung entfernt. Bis zur Provinzhauptstadt Soria sind es gut 77 km in nordöstlicher Richtung. Sehenswert sind auch die jeweils nur etwa 20 km entfernten Orte Caracena und Atienza. Das Klima ist im Winter rau, im Sommer dagegen gemäßigt bis mild; Regen (ca. 555 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2001 2019
Einwohner 570 646 620 241 149[4]

Infolge zunehmender Trockenheit sowie der Mechanisierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs ist die Zahl der Einwohner seit der Mitte des 20. Jahrhunderts, trotz der Eingemeindungen mehrerer Weiler (pedanías) und Einzelgehöfte (fincas), stark rückläufig.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kleine Bergdorf war und ist in hohem Maße von der Landwirtschaft geprägt. In früheren Zeiten diente der Ort auch als Handwerks- und Marktzentrum für die Einzelgehöfte und Weiler der Umgebung. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus (Wandern und Ferienwohnungen) eine wichtige Rolle als Einnahmequelle der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Möglicherweise gehörte der Ort zum Siedlungsgebiet der keltischen Arevaker; in römischer Zeit lag er etwa auf halbem Wege zwischen den Römerstädten Medinaceli und Tiermes einerseits sowie zwischen Sigüenza und Uxama andererseits. Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert gehörte der Ort zum maurischen Einflussbereich; die ehemals viertorige Stadtmauer entstand jedoch erst im 14. Jahrhundert.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadttor
Umgebung
  • Die romanische Ermita de San Miguel steht im bereits seit langem aufgegebenen Weiler Lérida. Der Archäologe Juan Cabré entdeckte in der Umgebung der Kirche im Jahr 1917 einen kleinen Münzschatz.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Retortillo de Soria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Retortillo de Soria – Camino del Cid
  3. Retortillo de Soria – Klimatabellen
  4. Retortillo de Soria – Bevölkerungsentwicklung
  5. Retortillo de Soria – Geschichte
  6. Retortillo de Soria – Münzschatz