Abejar

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Gemeinde Abejar
Abejar – Ortsansicht
Abejar – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Abejar
Abejar (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Comarca de Pinares
Koordinaten 41° 48′ N, 2° 47′ WKoordinaten: 41° 48′ N, 2° 47′ W
Höhe: 1140 msnm
Fläche: 23,43 km²
Einwohner: 318 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 13,57 Einw./km²
Postleitzahl: 42146
Gemeindenummer (INE): 42001 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.abejar.es

Abejar ist eine Gemeinde (municipio) mit 318 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Nordwesten der spanischen Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Abejar liegt in der von kleineren Gebirgszügen, Hügeln und Felsen durchsetzten Hochebene im Nordwesten der Provinz Soria in einer Höhe von ca. 1140 Metern ü. d. M. Die Entfernung zur östlich gelegenen Provinzhauptstadt Soria beträgt ca. 27 Kilometer (Fahrtstrecke).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2012
Einwohner 805 603 393 381 347 362

Im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lag die Zahl der Einwohner meist zwischen 600 und 850. Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen haben in hohem Maße zu dem deutlichen Bevölkerungsrückgang der letzten Jahrzehnte beigetragen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort diente jahrhundertelang als wichtiges Handels-, Handwerks- und Dienstleistungszentrum für die landwirtschaftlich geprägten Dörfer und Einzelgehöfte der Umgebung. Er war überdies eine wichtige Station im System der Handels- und Viehwege (Cabaña Real de Carreteros) im Norden Spaniens. Heute spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) eine nicht unbedeutende Rolle für die Einnahmen des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der arabisch-maurischen Eroberung entvölkerten sich weite Gebiete im Norden der Iberischen Halbinsel. Trotz der im beginnenden 10. Jahrhundert unter dem kastilischen Grafen Gonzalo Téllez und dann in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts unter Alfons VI. vorangetriebenen Rückeroberung (reconquista), die in der Einnahme der etwa 200 Kilometer weiter südlich gelegenen Stadt Toledo (1085) ihren vorläufigen Höhepunkt fand, befand sich der Ort im ausgehenden 11. Jahrhundert noch in den Händen der Mauren und wurde erst im Jahre 1128 von den Truppen Alfons I. zurückerobert. Nach der Wiederbesiedlung durch Christen aus dem Norden erhielt der Ort im Jahr 1304 die Stadtrechte. Abejar lag auf dem nordspanischen Teil des Jakobswegs, der von Katalonien (Barcelona) ausgehend über Aragón (Saragossa) nach Kastilien (Burgos) führte und sich dort mit dem Hauptweg (Camino Francés) vereinigte.

Kirche San Juan Bautista

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die aus Hausteinen errichtete Pfarrkirche (Iglesia de San Juan Bautista) ist ein einschiffiger Bau im Übergangsstil zwischen Spätgotik und Renaissance. Während der mehrfach leicht zurückgestufte aber ansonsten ungegliederte Westturm der Kirche mit seinem begleitenden runden Treppenturm massiv und abweisend wirkt, überzeugt das auf der Südseite gelegene Portal durch seine eleganten Renaissance-Formen mit einer Fächerrosette als oberem Abschluss. An einem der Strebepfeiler auf der Südseite ist eine Sonnenuhr (reloj de sol) eingeritzt.
  • Die in einer leichten Talsenke gelegene Einsiedlerkirche (Ermita de Ntra. Sra. del Camino) stammt aus dem 18. Jahrhundert; sie hat ein Querschiff und einen Glockengiebel (espadaña) und dient heute als Friedhofskapelle.
  • Ein aus Feldsteinen errichteter Wachturm (atalaya) aus maurischer Zeit ist nur noch bis zu einer Höhe von etwa drei Metern erhalten. Die etwa einen Meter dicken Außenmauern umschließen das etwa 3,50 Meter im Durchmesser große Innere.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Abejar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).