Almazul

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Gemeinde Almazul
Almazul – Ortsbild mit Kirche
Almazul – Ortsbild mit Kirche
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Almazul (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Campo de Gómara
Koordinaten 41° 34′ N, 2° 9′ WKoordinaten: 41° 34′ N, 2° 9′ W
Höhe: 982 msnm
Fläche: 67,86 km²
Einwohner: 70 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,03 Einw./km²
Postleitzahl: 42126
Gemeindenummer (INE): 42021 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Almazul

Almazul ist ein Ort und eine aus dem Hauptort und zwei Weilern (pedanías) bestehende Gemeinde (municipio) mit 70 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) in der nordspanischen Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Almazul liegt knapp 50 km (Fahrtstrecke) südöstlich der Provinzhauptstadt Soria am zumeist ausgetrockneten Río Henar in einer Höhe von ca. 980 m ü. d. M.[2] Das Klima im Winter ist kühl, im Sommer dagegen durchaus warm; die geringen Niederschlagsmengen (ca. 510 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der eher regenarmen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.[3];

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1900 1950 2000 2016
Einwohner 467 561 167 76

Der deutliche Bevölkerungsrückgang seit den 1950er Jahren ist – trotz der Eingemeindung zweier kleiner Dörfer (Zárabes, Mazaterón) – im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter siedelten sich auch Kleinhändler, Handwerker und Dienstleister aller Art in der hauptsächlich agrarisch geprägten und sich weitgehend selbst versorgenden Landgemeinde an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet wurden viele Tonscherben gefunden, die auf eine Besiedlung in der Römerzeit schließen lassen; der Ortsname verweist jedoch auf einen islamisch-maurischen Ursprung. Im 11. Jahrhundert wurde die Gegend von den Christen zurückerobert (reconquista) und war noch bis ins ausgehende Mittelalter zwischen Kastilien und Aragón umstritten. Der Weiler Miñana ist inzwischen gänzlich verlassen.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ermita de la Virgen de la Mencalilla
  • Die Entstehung der ehemaligen Iglesia de San Pedro reicht wahrscheinlich bis ins 12. Jahrhundert zurück.[6]
  • Die heutige Pfarrkirche (Iglesia de Nuestra Senora de la Blanca) entstand erst im 17. Jahrhundert; die dreibogige Südvorhalle (portico) wurde später hinzugefügt. Das Kirchenschiff wird dominiert von mehreren Barockaltären.[7]
  • Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstand ein Hospital zur Versorgung der Kranken und Sterbenden; um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es zu einem Wohnhaus umgebaut.[8]
Umgebung
  • Die Ermita de la Virgen de la Mencalilla befindet sich ca. 2 km südöstlich des Ortes in einer beeindruckenden Landschaft.
  • Die Kirchen von Zárabes und Mazaterón zeugen von einstiger Größe.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Almazul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Almazul – Karte mit Höhenangaben
  3. Almazul – Klimatabellen
  4. Almazul – Bevölkerungsentwicklung
  5. Almazul – Geschichte
  6. Almazul – Kirche San Pedro
  7. Almazul – Pfarrkirche
  8. Almazul – Hospital
  9. Almazul – Kirchen von Zárabes und Mazaterón