Torreblacos

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Gemeinde Torreblacos
Torreblacos – Ortsansicht
Torreblacos – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Torreblacos (Spanien)
Finland road sign 311 (1994–2020).svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Comarca de Soria
Koordinaten 41° 40′ N, 2° 53′ WKoordinaten: 41° 40′ N, 2° 53′ W
Höhe: 970 msnm
Fläche: 17,46 km²
Einwohner: 25 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,43 Einw./km²
Postleitzahl: 42194
Gemeindenummer (INE): 42185
Verwaltung
Website: Torreblacos

Torreblacos ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 25 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Zentrum der spanischen Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Der Ort gehört zur bevölkerungsarmen Serranía Celtibérica

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Torreblacos liegt bei der Einmündung des Río Milanos in den Río Abión im Zentrum der Provinz Soria in einer Höhe von ca. 970 m. Die Entfernung zur nordöstlich gelegenen Provinzhauptstadt Soria beträgt knapp 38 km (Fahrtstrecke), die Kleinstadt El Burgo de Osma liegt etwa 20 km südwestlich und der sehenswerte Ort Calatañazor ist nur gut 9 km in nordöstlicher Richtung entfernt. Das Klima ist wegen der Höhenlage eher gemäßigt; Regen (ca. 485 mm/Jahr) fällt hauptsächlich im Winterhalbjahr.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2019
Einwohner 266 274 205 37 25[2]

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft sowie die Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben („Höfesterben“) und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen haben in hohem Maße zu dem deutlichen Bevölkerungsrückgang seit der Mitte des 20. Jahrhunderts beigetragen (Landflucht).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in früheren Zeiten überwiegend zum Zweck der Selbstversorgung betriebene Landwirtschaft bildet noch heute die Lebensgrundlage der Bevölkerung. In den umliegenden Wäldern wurde Holzkohle (carbón vegetal) hergestellt. Heute spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) eine nicht unbedeutende Rolle für die Einnahmen des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keltische, römische, westgotische und selbst maurische Spuren fehlen. Wahrscheinlich wurde das hoch gelegene Gebiet bereits seit altersher als Sommerweide genutzt; die eigentliche Gründung des Ortes dürfte jedoch auf die Zeit nach der Rückeroberung (reconquista) und Neu- oder Wiederbesiedlung (repoblación) im 10./11. und im 12./13. Jahrhundert zurückgehen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Ortsbild ist geprägt von mehreren Fachwerkbauten mit Lehm- oder Steinfüllungen.
  • Die einschiffige und von einem Glockengiebel (espadaña) überhöhte Iglesia del Apóstol San Pablo y de San Acacio hat romanische Ursprünge, doch wurde sie im 16./17. Jahrhundert tiefgreifend verändert. Das romanische Archivoltenportal auf der Südseite ist erhalten geblieben.
  • Die Ermita de la Virgen de los Dolores befindet sich im Ortszentrum.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Torreblacos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Torreblacos – Bevölkerungsentwicklung