Mont-Louis

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Mont-Louis
Montlluís
Wappen von Mont-Louis
Mont-Louis (Frankreich)
Mont-Louis
Region Okzitanien
Département Pyrénées-Orientales
Arrondissement Prades
Kanton Les Pyrénées catalanes
Gemeindeverband Communauté de communes Capcir Haut Conflent
Koordinaten 42° 30′ N, 2° 7′ OKoordinaten: 42° 30′ N, 2° 7′ O
Höhe 1.516–1.608 m
Fläche 0,39 km2
Einwohner 179 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 459 Einw./km2
Postleitzahl 66210
INSEE-Code
Website www.mont-louis.net

Mont-Louis (auf katalanisch: Montlluís bzw. früher el Vilar d’Ovansa) ist eine südfranzösische Gemeinde mit 179 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Pyrénées-Orientales der Region Okzitanien. Seit dem 7. Juli 2008 gehören die Zitadelle und die Stadtmauern, die Teil der Festungsanlagen von Vauban sind, zum UNESCO-Welterbe.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mont-Louis liegt auf eine Höhe von durchschnittlich 1600 m über dem Meeresspiegel (1516 bis 1608 m) im gleichnamigen Kanton Mont-Louis, der wiederum zum Arrondissement Prades gehört. Die Gemeinde liegt am rechten Ufer der Têt, 11 km nördlich der spanischen Grenze. Die Gemeinde ist Teil des Regionalen Naturparks Pyrénées Catalanes; hier befindet sich auch die Parkverwaltung.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Amtsdauer
Michel Aldebert[1] ca. 1815
Christian Pécout 2001–2002
Jean-Michel Larmet 2002–2010
Pierrette Cordelette 2010 -

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Die Festung wurde von 1681 bis 1691 nach Plänen von Sébastien Le Prestre de Vauban errichtet um die nahegelegenen, strategisch wichtigen Verkehrswege, unter anderem nach Bourg-Madame und Font-Romeu-Odeillo-Via, zu sichern. Die Zitadelle wird seit 1964 vom Centre National d'Entraînement Commando (CNEC) der französischen Streitkräfte genutzt.

1723 wurde in Mont-Louis der Theaterhistoriker und Schriftsteller Antoine de Léris geboren.

Die Kirche von Mont-Louis wurde von 1733 bis 1737 erbaut.

In den 1920er Jahren verbrachte der schottische Architekt Charles Rennie Mackintosh seinen ärmlichen Lebensabend teilweise in Mont Louis; es entstanden dabei Bilder u.a. in Fetges[2] (etwas unterhalb von Mont Louis). Der Aufenthalt hier und in Ille-sur-Têt wird i.A. zum Aufenthalt in und um Port Vendres zusammengefasst.

1948 begann der französische Ingenieur Félix Trombe in Mont-Louis mit Versuchen zum Bau eines Solarschmelzofens. Sein 1949 fertiggestellter erster Prototyp hatte eine Leistung von 50 kW und befindet sich noch heute innerhalb der Festungsanlage.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mont-Louis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fabricio Cardenas, Vieux papiers des Pyrénées-Orientales, Mont-Louis, le 15 juin 1815, 15. Januar 2014
  2. Tate, London Charles Rennie Mackintosh Fetges c.1927, Watercolour on paper, 12. August 2017