Enveitg

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Enveitg
Enveig
Wappen von Enveitg
Enveitg (Frankreich)
Enveitg
Region Okzitanien
Département Pyrénées-Orientales
Arrondissement Prades
Kanton Les Pyrénées catalanes
Gemeindeverband Communauté de communes Pyrénées Cerdagne
Koordinaten 42° 28′ N, 1° 55′ OKoordinaten: 42° 28′ N, 1° 55′ O
Höhe 1.179–2.579 m
Fläche 30,52 km2
Einwohner 672 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 66760
INSEE-Code

Ortsansicht, im Hintergrund die Pyrenäen

Enveitg [ɑ̃vɛtʃ] (katalanisch Enveig [əmbɛtʃ]) ist eine französische Gemeinde des Départements Pyrénées-Orientales in der Region Okzitanien. Administrativ ist sie dem Kanton Les Pyrénées catalanes und dem Arrondissement Prades zugeteilt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das südfranzösische Bergdorf mit 672 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) befindet sich in der Landschaft Cerdanya direkt an der spanischen Grenze. Jenseits der Landesgrenze liegt die Kleinstadt Puigcerdà in Katalonien. Enveitg liegt im Tal der Carol und wird von der Europastraße 9 (entspricht in Frankreich der Route nationale N20), welche Paris mit Barcelona verbindet, durchquert.

Latour-de-Carol - Enveitg ist die Endstation der Schmalspurbahn Ligne de Cerdagne, welche Villefranche-de-Conflent mit Enveitg verbindet. Der auf dieser Strecke verkehrende Zug wird wegen seines auffälligen gelben Anstrichs von der lokalen Bevölkerung oft Train jaune (gelber Zug) oder scherzhaft Le canari (Kanarienvogel) genannt. Die Bergbahn ist zu einem Touristenmagnet geworden. Die Fahrzeit für die gesamte Strecke (63 Kilometer) beträgt knapp drei Stunden. Auch die internationalen Züge nach Spanien passieren die Grenze vor Ort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Enveitg leitet sich vom Lateinischen invidium, französisch ‚envié‘ (‚die Beneidete‘) ab.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 532 520 518 553 545 621 666

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprünglich romanische Kirche Église Saint-Saturnin geht auf das 12. und 13. Jahrhundert zurück wurde aber im 17. und 18. Jahrhundert stark modifiziert. Die noch erhaltenen romanischen Fenster in der Apsis sind seit 1936 ein französisches Kulturdenkmal.[2]

Das markante an der Kirche sind die anspruchsvoll konstruierten, dreifachen Fensternischen. Die Bögen der inneren Archivolten sind mit einem Zopfgeflecht verziert, wobei eine Rundwulst vorgelagert ist. Sie sind von Kapitellen flankiert, allerdings sind die Säulen nicht erhalten geblieben. Die Keilsteine der Rundbögen sind abgeschrägt und mit Kugeln verziert. Über den äußeren Bögen ist ein gezahnter Fries zu erkennen. Zwei Halbsäulen sind vorgelagert und schmücken die Apsis. Direkt über den Fenstern sind ebenfalls Verzierungen aus Kugeln und Zöpfen angebracht. Die Teile der Apsis, welche später hinzugefügt wurden, sind aus Bruchstein errichtet.

Der Dolmen von Brangoly liegt in diesem Ortsteil von Enveitg.

Dolmen von Bragoly[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dolmen de Bragoly ist seit 1936 ein französisches Kulturdenkmal.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La Revue hebdomadaire Nr. 36, S. 534. Librairie Plon, Paris, 1899.
  2. Eintrag Nr. PA00104018 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Eintrag Nr. PA00104017 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Enveitg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien