Schönbrunn im Steigerwald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönbrunn i.Steigerwald
Schönbrunn im Steigerwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönbrunn i.Steigerwald hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 10° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Burgebrach
Höhe: 285 m ü. NHN
Fläche: 24,69 km2
Einwohner: 1862 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96185
Vorwahlen: 09546, 09549, 09554
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 186
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Zettmannsdorfer Str. 16
96185 Schönbrunn i.Steigerwald
Webpräsenz: www.burgebrach.vg-burgebrach.de
Bürgermeister: Georg Hollet (Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Schönbrunn i.Steigerwald im Landkreis Bamberg
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Schönbrunn im Steigerwald (amtlich Schönbrunn i.Steigerwald) ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Burgebrach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönbrunn gliedert sich in neun Ortsteile (Einwohnerzahlen in Klammern, Stand: 31. Dezember 2013[2]):[3]

Es gibt die Gemarkungen Grub, Halbersdorf, Steinsdorf, Zettmannsdorf und Schönbrunn i.Steigerwald.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Oberaurach (Landkreis Haßberge, Unterfranken), Priesendorf, Lisberg, Burgebrach und Rauhenebrach (Landkreis Haßberge, Unterfranken).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bamberger Bischof Berthold von Leiningen erwarb 1280 Schloss und Dorf Schönbrunn. Das dort errichtete Amt wurde zwischen dem frühen 16. und der Mitte des 18. Jahrhunderts schrittweise in das Amt Burgebrach eingegliedert. Als Teil des Hochstifts Bamberg gehörte Schönbrunn ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[4] Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Schönbrunn.

Namensänderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. März 1974 wurde der Name der Gemeinde amtlich von Schönbrunn in Schönbrunn im Steigerwald geändert.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1972 gehörten nur Oberneuses und Niederndorf zur Gemeinde Schönbrunn. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Grub (mit Frenshof), Halbersdorf, Steinsdorf und Zettmannsdorf (mit Fröschhof) eingemeindet.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1746 Einwohner
  • 1970: 1793 Einwohner
  • 1987: 1732 Einwohner
  • 1991: 1763 Einwohner
  • 1995: 1854 Einwohner
  • 2000: 1887 Einwohner
  • 2005: 1945 Einwohner
  • 2010: 1902 Einwohner
  • 2015: 1862 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Georg Hollet (Bürgerblock). Er gewann in der Stichwahl 2008 mit 52,85 % der Stimmen gegen Otmar Oppelt (CSU) und wurde 2014 mit 50,67 % knapp wiedergewählt. Sein Vorgänger war Hans Baier (Bürgerblock), der 2002 mit 89,45 % der Stimmen ohne Gegenkandidaten gewählt wurde.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht in der Wahlperiode 2014/2020 aus 4 Mitgliedern der CSU, 4 vom BBL (Bürgerblock), 3 von der Offenen Liste Steinsdorf (OLS) und 1 von der ABL (Alternative Bürgerliste).

In der Wahlperiode 2008/2014 bestand der Gemeinderat aus 4 Mitgliedern von der CSU, 4 vom BBL (Bürgerblock), 2 von der ABL (Alternative Bürgerliste) und 2 von der Offenen Liste Steinsdorf (OLS). Die CWG trat nicht mehr an.

Bei der Gemeinderatswahl 2002 kam die CSU auf 5 Gemeinderäte, der BBL auf 5 und die CWG (Christliche Wählergemeinschaft) auf 2.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 157 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 39 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 696. Im verarbeitenden Gewerbe gab es acht, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 56 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1188 Hektar, davon waren 982 Hektar Ackerfläche und 199 Hektar Dauergrünfläche.

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde besteht noch die Brauerei Seelmann in Zettmannsdorf. In Schönbrunn selbst braute bis 2004 die Brauerei Bähr und bis 2008 die Brauerei Wernsdörfer, die mittlerweile im Lohnbrauverfahren brauen lässt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • einen Kindergarten mit 75 Plätzen und 72 Kindern (Stand 1999)
  • eine Grundschule mit vier Klassen (Stand 2010)

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehren bestehen in Schönbrunn, Grub-Frenshof, Halbersdorf, Steinsdorf und Zettmannsdorf.

Kultur und Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönbrunn verfügt über ein vielfältiges Vereinsleben mit über 40 Vereinen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In fast allen Ortsteilen wird alljährlich Kerwa gefeiert:

  • Schönbrunn: erster Sonntag im Juli
  • Steinsdorf: erster Sonntag im Juli
  • Grub: erster Sonntag im September
  • Frenshof: dritter Sonntag im Oktober
  • Zettmannsdorf: zweiter Sonntag im September
  • Halbersdorf: zweiter Sonntag im Mai

Daneben finden regelmäßig folgende größere Veranstaltungen statt:

  • Januar/Februar: insgesamt sieben Faschingsbälle verschiedener Vereine
  • 1. Mai: Maibaumfest des Bauhandwerkervereins Schönbrunn
  • Juli: Hofschoppenfest der Theatergruppe Schönbrunn
  • 15. August (Mariä Himmelfahrt): Gartenfest des Tipp-Club Grub
  • August: Gartenfest der Freiwilligen Feuerwehr Steinsdorf

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Einwohnerzahlen der Ortsteile von Schönbrunn
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/230146&attr=OBJ&val=1132
  4. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672.
  6. Eingemeindung nach Schönbrunn auf burgebrach-online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schönbrunn im Steigerwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien