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Olympische Winterspiele 1956/Ski Alpin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ski Alpin bei den
VII. Olympischen Winterspielen
Information
Austragungsort Italien Cortina d’Ampezzo
Wettkampfstätte Tofana/Monte Faloria
Nationen 29
Athleten 183 (59 Frauen, 124 Männer)
Datum 26. Januar – 3. Februar 1956
Entscheidungen 6
Oslo 1952

Bei den VII. Olympischen Spielen 1956 in Cortina d’Ampezzo fanden sechs Wettbewerbe im Alpinen Skisport statt. Austragungsort sämtlicher Rennen war die Tofana, mit Ausnahme des Herren-Riesenslaloms am Monte Faloria. Die drei Erstplatzierten in der Abfahrt, im Riesenslalom und im Slalom erhielten nebst den Olympiamedaillen auch Weltmeisterschaftsmedaillen, da diese Wettbewerbe auch als 14. Alpine Skiweltmeisterschaften zählten. In der Kombination wurden nur WM-Medaillen verliehen.

Olympische Bilanz

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Medaillenspiegel

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Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Österreich3339
2 Schweiz224
3 Deutschland11
4Japan Japan11
5 Kanada11
 Schweden11
 Sowjetunion11

Medaillengewinner

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Männer
Konkurrenz Gold Silber Bronze
AbfahrtÖsterreich Toni Sailer Raymond FellayÖsterreich Andreas Molterer
RiesenslalomÖsterreich Toni SailerÖsterreich Andreas MoltererÖsterreich Walter Schuster
SlalomÖsterreich Toni SailerJapan Chiharu IgayaSchweden Stig Sollander
Frauen
Konkurrenz Gold Silber Bronze
Abfahrt Madeleine Berthod Frieda Dänzer Lucille Wheeler
Riesenslalom Ossi ReichertÖsterreich Josefa FrandlÖsterreich Dorothea Hochleitner
Slalom Renée ColliardÖsterreich Regina Schöpf Jewgenija Sidorowa

Ergebnisse Männer

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Platz Land Sportler Zeit (min)
1  AUT Toni Sailer 2:52,2
2  SUI Raymond Fellay 2:55,7
3  AUT Andreas Molterer 2:56,2
4  SUI Roger Staub 2:57,1
5  EUA Hanspeter Lanig 2:59,8
6  ITA Gino Burrini 3:00,2
7  TCH Kurt Hennrich 3:01,5
8  FRA Charles Bozon 3:01,9
9  ITA Bruno Burrini 3:02,4
10  SWE Stig Sollander 3:05,4
12  EUA Sepp Behr 3:07,7
13  SUI Hans Forrer 3:08,0
19  EUA Karl Zillibiller 3:21,6
20  EUA Josef Schwaiger 3:22,2
26  LIE Franz Beck 3:36,8
40  LIE Leopold Schädler 4:23,7

Datum: 3. Februar, 11:00 Uhr
Piste: „Olimpia Tofana
Start: 2282 m, Ziel: 1380 m
Höhendifferenz: 902 m, Streckenlänge: 3461 m
Tore: 15

75 Teilnehmer, davon 47 in der Wertung. Ausgeschieden u. a.: Adrien Duvillard (FRA), Chiharu Igaya (JPN), Walter Schuster (AUT), Josef Rieder (AUT).

Platz Land Sportler Zeit (min)
1  AUT Toni Sailer 3:00,1
2  AUT Andreas Molterer 3:06,3
3  AUT Walter Schuster 3:07,2
4  FRA Adrien Duvillard 3:07,9
5  FRA Charles Bozon 3:08,4
6  AUT Ernst Hinterseer 3:08,5
7  EUA Hanspeter Lanig 3:08,6
8  EUA Sepp Behr 3:11,4
9  FRA François Bonlieu 3:11,8
10  ITA Gino Burrini 3:12,3
17  SUI Georges Schneider 3:17,3
18  SUI Roland Bläsi 3:17,3
19  SUI Martin Julen 3:18,2
26  EUA Josef Schwaiger 3:23,5
27  SUI Raymond Fellay 3:23,9
59  LIE Franz Beck 3:52,6
67  LIE Leopold Schädler 4:03,5
70  LIE Theodor Sele 4:09,5
73  LIE Ewald Eberle 4:11,6

Datum: 29. Januar, 10:30 Uhr
Piste: „Ilio Colli – Monte Faloria
Start: 2336 m, Ziel: 1713 m
Höhendifferenz: 623 m, Streckenlänge: 2660 m
Tore: 71

95 Teilnehmer, davon 87 in der Wertung. Ausgeschieden u. a.: Guttorm Berge (NOR).

Erstmals gelang es einer Nation, in einem olympischen Alpinbewerb das gesamte Podium zu belegen, was bisher erst wieder 1994 (Herren-Kombination), 1998 (Damen-Kombination) und 2006 (Herren-Slalom) wiederholt werden konnte.

Platz Land Sportler Zeit (min)
1  AUT Toni Sailer 3:14,7
2 Japan GIA Chiharu Igaya 3:18,7
3  SWE Stig Sollander 3:20,2
4  USA Brooks Dodge 3:21,8
5  SUI Georges Schneider 3:22,6
6  FRA Gérard Pasquier 3:24,6
7  FRA Charles Bozon 3:26,2
8  FRA Bernard Perret 3:26,3
9  EUA Benedikt Obermüller 3:27,5
10  SUI René Rey 3:27,7
11  SUI Raymond Fellay 3:32,1
12  AUT Othmar Schneider 3:35,8
25  EUA Karl Zillibiller 4:00,2
34  EUA Rochus Wagner 4:17,4
35  LIE Franz Beck 4:17,8
45  LIE Theodor Sele 4:47,8
49  LIE Ewald Eberle 5:01,8
53  LIE Leopold Schädler 5:09,9

Datum: 31. Januar, 10:30 Uhr
Piste: „Col Drusciè“
Start: 1748 m, Ziel: 1497 m
Höhendifferenz: 251 m, Streckenlänge: 617 m
Tore: 79 (1. Lauf), 92 (2. Lauf)

89 Teilnehmer, davon 57 in der Wertung. Ausgeschieden u. a.: Sepp Behr (EUA), Guttorm Berge (NOR), Andreas Molterer (AUT), Josef Rieder (AUT), Wallace Werner (USA).

Dieser Slalom warf offensichtlich die meisten Fragwürdigkeiten der alpinen Skirennen auf: zum einen gab es eine Neuschneeauflage, die nicht hielt und auch noch schlechte Sicht (der obere Streckenteil lag im Nebel), zum anderen hatten beide Kurssetzer (Dr. Otto Menardi und Prof. Fred. Rösner) eine Rekordzahl an Toren gesteckt. Es hatte in diesem über vier Stunden dauernden Bewerb (alleine zwischen dem ersten und zweiten Lauf waren 3½ Stunden gelegen) äußerst viele Stürze gegeben, die Zuschauer waren schon froh, wenn sie wieder einen Läufer ins Ziel kommen sahen. Mit Toni Sailer gewann aber trotzdem der Beste. Der Schweizer Georges Schneider fuhr beinahe den gesamten zweiten Durchgang mit einer gebrochenen Skispitze. Adrien Duvillard, nach dem ersten Durchgang mit zwei Zehntelsekunden Rückstand nur knapp hinter Sailer, hatte alles riskiert – und durch einen Sturz verloren. Die größte Rangverbesserung gelang Igaya: mit 90,2 s auf dem 6. Platz klassiert, eroberte der Japaner die Silbermedaille. Aber es gab nach dem Rennen noch viele Meldungen, wonach praktisch alle Medaillengewinner wegen Torfehler disqualifiziert worden sind. Erst um 20 Uhr war das Resultat, wie es ohnehin schon nach Rennschluss bekannt gewesen war, offiziell bestätigt worden. Sieger Toni Sailer hatte die Start-Nr. 15, man sieht ihn aber auf den Siegerfotos mit der Nr. 135; es war dies eine Ersatz-Startnummer, denn die Originalnummer hatte aber nicht nur er, sondern alle der zum zweiten Lauf antretenden ÖSV-Läufer im Hotel vergessen.[1][2]

Ergebnisse Frauen

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Platz Land Sportlerin Zeit (min)
1  SUI Madeleine Berthod 1:40,7
2  SUI Frieda Dänzer 1:45,4
3  CAN Lucille Wheeler 1:45,9
4  ITA Giuliana Chenal Minuzzo 1:47,3
 AUT Hilde Hofherr 1:47,3
6  ITA Carla Marchelli 1:47,7
7  AUT Dorothea Hochleitner 1:47,9
8  FRA Josette Nevière 1:49,2
9  NOR Borghild Niskin 1:49,5
10  USA Gladys Werner 1:49,6
12  AUT Trude Klecker 1:50,6
13  AUT Josefa Frandl 1:51,0
15  SUI Rosmarie Reichenbach 1:51,6
20  EUA Ossi Reichert 1:52,3
25  SUI Hedy Beeler 1:54,0
29  EUA Hannelore Glaser-Franke 1:54,7
32  EUA Sonja Sperl 1:57,8

Datum: 1. Februar, 11:30 Uhr
Piste: „Canalone Tofana“
Start: 2114 m, Ziel: 1612 m
Höhendifferenz: 502 m, Streckenlänge: 1552 m
Tore: 20

47 Teilnehmerinnen, davon 44 in der Wertung. Ausgeschieden u. a.: Annemarie Buchner (EUA).

Platz Land Sportlerin Zeit (min)
1  EUA Ossi Reichert 1:56,5
2  AUT Josefa Frandl 1:57,8
3  AUT Dorothea Hochleitner 1:58,2
4  USA Andrea Mead-Lawrence 1:58,3
 SUI Madeleine Berthod
6  CAN Lucille Wheeler 1:58,6
7  NOR Borghild Niskin 1:59,0
8  FRA Marysette Agnel 1:59,4
9  AUT Regina Schöpf 2:00,6
10  FRA Josette Nevière 2:00,8
11  SUI Frieda Dänzer 2:00,9
12  EUA Marianne Seltsam 2:01,4
14  SUI Annemarie Waser 2:02,3
19  EUA Hannelore Glaser-Franke 2:02,7
27  EUA Annemarie Buchner 2:05,0
33  AUT Trude Klecker 2:08,5

Datum: 27. Januar, 11:00 Uhr
Piste: „Canalone Tofana“
Start: 2012 m, Ziel: 1612 m
Höhendifferenz: 408 m, Streckenlänge: 1366 m
Tore: 46

49 Teilnehmer, davon 44 in der Wertung. Ausgeschieden u. a.: Betsy Snite (USA).

Wegen der schlechten Schneeverhältnisse gab es eine Verlegung der Strecke vom Monte Faloria auf die Abfahrtsstrecke der Tofana.[3]

Platz Land Sportlerin Zeit (min)
1  SUI Renée Colliard 1:52,3
2  AUT Regina Schöpf 1:55,4
3  URS Jewgenija Sidorowa 1:56,7
4  ITA Giuliana Chenal Minuzzo 1:56,8
5  AUT Josefa Frandl 1:57,9
6  NOR Inger Bjørnbakken 1:58,0
 NOR Astrid Sandvik
8  FRA Josette Nevière 1:58,3
9  FRA Marysette Agnel 1:58,8
10  SUI Frieda Dänzer 1:58,9
12  AUT Dorothea Hochleitner 2:01,0
14  EUA Hannelore Glaser-Franke 2:04,7
15  SUI Hedy Beeler 2:05,1
17  SUI Madeleine Berthod 2:08,3
21  EUA Annemarie Buchner 2:18,5
24  AUT Hilde Hofherr 2:23,5

Datum: 30. Januar, 11:00 Uhr
Piste: „Col Drusciè“
Start: 1673 m, Ziel: 1498 m
Höhendifferenz: 175 m, Streckenlänge: 456 m
Tore: 41 (1. Lauf), 45 (2. Lauf – Kurssetzer Hermann Nogler)

48 Teilnehmer, davon 35 in der Wertung. Ausgeschieden u. a.: Ossi Reichert (EUA), Lucille Wheeler (CAN).

Siegerin Colliard hatte bereits mit Startnummer 1 eine Zeit vorgelegt, an die keine der Konkurrentinnen herankam.[4]

Weltmeisterschaften

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Kombination (Männer)

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Platz Land Sportler Punkte
1  AUT Toni Sailer 0,00
2  FRA Charles Bozon 12,65
3  SWE Stig Sollander 16,92
4  SUI Raymond Fellay 18,39
5  NOR Asle Sjåstad 27,25
6  ITA Bruno Burrini 30,43

Für den Kombinationsbewerb wurden keine Olympiamedaillen vergeben, sondern nur WM-Medaillen. Die Positionen wurden nach einem Punktesystem aus den Ergebnissen der Abfahrt, des Riesenslaloms und des Slaloms ermittelt.

Kombination (Frauen)

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Platz Land Sportlerin Punkte
1  SUI Madeleine Berthod 9,85
2  SUI Frieda Dänzer 11,19
3  ITA Giuliana Chenal Minuzzo 12,31
4  AUT Dorothea Hochleitner 12,79
5  NOR Borghild Niskin 13,80
 AUT Josefa Frandl

Für den Kombinationsbewerb wurden keine Olympiamedaillen vergeben, sondern nur WM-Medaillen. Die Positionen wurden nach einem Punktesystem aus den Ergebnissen der Abfahrt, des Riesenslaloms und des Slaloms ermittelt.

Einzelnachweise

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  1. Vorarlberger Nachrichten, 1. Februar 1956, S. 8.
  2. «Toni Sailers zweiter Olympiasieg». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 1. Februar 1956, S. 8.
  3. Regina Schöpf neuerlich verletzt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 26. Jänner 1956, S. 8.
  4. «Die vier letzten Schweizer Olympiasiege miterlebt». Sport Zürich, 27. Januar 1964.