Pfofeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pfofeld
Pfofeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pfofeld hervorgehoben
49.10472222222210.839166666667446Koordinaten: 49° 6′ N, 10° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Gunzenhausen
Höhe: 446 m ü. NHN
Fläche: 23,88 km²
Einwohner: 1474 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91738
Vorwahl: 09834
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 159
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Reutbergstr. 34
91710 Gunzenhausen
Webpräsenz: www.pfofeld.de
Bürgermeister: Willi Renner (CSU)
Lage der Gemeinde Pfofeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
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Pfofeld ist eine Gemeinde mit 1.474 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013) im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Pfofeld liegt im Altmühltal, etwa fünf Kilometer östlich von Gunzenhausen und gehört zur Region Westmittelfranken. Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Europäische Hauptwasserscheide sowie der Limes.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Pfofeld hat neun amtliche Ortsteile:[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Absberg, Haundorf
Gunzenhausen Nachbargemeinden Pleinfeld
Theilenhofen

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Nennung von Pfofeld berichtet von einem Ortsadelsgeschlecht. Um 1180/90 war Dietericus de Pfaluelt (u = v) einer der Zeugen, als der Edle Adelold von Pfraunfeld und Adelheid ihr Gut in Pfraunfeld der Kirche des heiligen Johannes des Täufers in Rebdorf gestiftet haben.[3]

Das Fürstentum Ansbach, das Hochstift Eichstätt, die Reichsstadt Weißenburg sowie die Deutschordensballei Franken beanspruchten hier die Herrschaft. Alle vier Institutionen gehörten ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Erst 1796 konnte sich das seit 1792 preußische Fürstentum Ansbach durchsetzen. Im Vertrag von Paris (Februar 1806) fiel Pfofeld mit dem Fürstentum Ansbach durch Tausch an das Königreich Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden, im Zuge der Gemeindegebietsreform, Teile der aufgelösten Gemeinde Thannhausen mit damals etwa 250 Einwohnern eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1.441 Einwohner[4]
  • 1970: 1.259 Einwohner[4]
  • 1987: 1.180 Einwohner
  • 2000: 1.443 Einwohner
  • 2012: 1.489 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 562.000 Euro, davon waren umgerechnet 61.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz drei hauptgespitzte silberne Pfähle, die durch silbernes Geflecht miteinander verbunden sind.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Michael mit romanischem Chor
  • Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Michael ist die älteste Kirche im Altmühlgebiet, die romanische Bauweise ist noch klar zu erkennen. Sie ist mit spätgotischen Fresken geschmückt.[5]
  • Am südlichen Ortsrand steht die Ruine der Heilig-Kreuz-Kapelle, einem ehemaligen Wallfahrtsort, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.
  • Im kleinen Wäldchen unmittelbar westlich von Pfofeld befindet sich ein mittelalterlicher Burgstall, der sogenannte Turmhügel Schlossbuck im Hag. Hier saß wohl der Pfofelder Ortsadel, der mit „Dietericus de [= von] Pfaluelt“ zwischen 1180 und 1190 genannt wurde.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiet Grafenmühle

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich die Naturschutzgebiete Brombachmoor, Halbinsel im Kleinen Brombachsee und am Südufer des Großen Brombachsees Grafenmühle.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 34 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 135 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 525. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1098 Hektar, davon waren 673 Hektar Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Pfofeld verläuft die Kreisstraße WUG 1, die den Ort mit der Bundesstraße 13 verbindet. Anbindung an das Bahnnetz besteht im Ortsteil Langlau durch einen Haltepunkt der Bahnstrecke Gunzenhausen–Pleinfeld.

Radfernwege[Bearbeiten]

Durch den Ortsteil Thannhausen führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 66 Kindern
  • Eine Grundschule im Ortsteil Langlau

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Erich Behrendt (1899–1983), Maler, Grafiker und Illustrator; verbrachte die letzten 16 Jahre seines Lebens in Langlau.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ortsteilinfos auf der Gemeinde-Website
  3. Staatsarchiv Nürnberg, Hochstift Eichstätt, Rep. 192/8, Kloster Rebdorf, U Nr. 4
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.
  5. Evang.-Luth. Pfarrkirche St. Michael Pfofeld Altmühlfranken. Pfofeld o.J. (o. Pag.)

Literatur[Bearbeiten]

  • Unsere Gemeinde Pfofeld zwischen Limes und Brombachsee, Einblicke in 2500 Jahre Geschichte, Herausgeber Gemeinde Pfofeld, Gunzenhausen 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pfofeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien