Polsingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Polsingen
Polsingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Polsingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 55′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 33,87 km²
Einwohner: 1854 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91805
Vorwahl: 09093
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 162
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Frankenstraße 38
91805 Polsingen
Webpräsenz: www.polsingen.de
Bürgermeister: Heinz Meyer (FWG)
Lage der Gemeinde Polsingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Polsingen ist eine Gemeinde mit 1.840 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013) im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Süden des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, direkt an der Grenze zu Schwaben und damit zum Landkreis Donau-Ries. Die Nachbarstadt ist Wemding, in der weiteren Umgebung befinden sich Oettingen, Treuchtlingen, Nördlingen, Wassertrüdingen und Weißenburg. Durch Polsingen fließt die Rohrach; unweit nördlich befindet sich der Hahnenkammsee. Der Ort liegt am Hahnenkamm und damit in der Nähe des Naturparks Altmühltal. Die Ortsteile Mäuskreut und Kronhof liegen im Nördlinger Ries, dem Überrest eines Einschlagkraters. Das Gebiet ist von Wäldern geprägt, das Gelände ist gebirgig. Erhebungen auf dem Gebiet der Gemeinde sind beispielsweise der Polsinger Berg, der Döckinger Berg, der Stahlberg und Ausläufer des Hungerbergs.

Die Nachbargemeinden sind:

Westheim Heidenheim Treuchtlingen
Oettingen Nachbargemeinden Wolferstadt
Munningen Wemding Wolferstadt

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polsingen besteht aus neun amtlichen Ortsteilen[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Zeitraum um 1100 bis 1518 sind die Herren von See im Ort nachweisbar. Die erste urkundliche Erwähnung von Polsingen ist auf das Jahr 1298 datiert. 1517 kam Polsingen zum Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und gehörte ab 1500 dem Fränkischen Reichskreis an. 1595 wurde die Polsinger Pfarrkirche errichtet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Trendel und Ursheim eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 folgte die Eingemeindung von Döckingen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1910: 0472[5]
  • 1933: 0519
  • 1939: 0670[6]
  • 1961: 2107[4]
  • 1970: 2036[4]
  • 2008: 2008
  • 2011: 1958
  • 2012: 1844

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Kommunalwahlen in Bayern 2008 befinden sich im ausschließlich männlichen Gemeinderat 14 Mitglieder der Wählergruppe Bürgerblock Döckingen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Polsingen
Wappenbeschreibung:

„Über silbernem Schildfuß, darin ein durchgehendes rotes Andreaskreuz, gespalten, vorne in Rot ein silberner Rüdenrumpf mit goldenem Kettenhalsband, hinten geviert von Silber und Schwarz.“

Wappenbegründung:

Das Wappen verarbeitet Bestandteile von Wappen seiner Ortsteile und deutet damit auch auf die Ortsgeschichte: Das Andreaskreuz steht für die Grafen von Oettingen, die im Ortsteil Trendel regierten, während der Hundekopf auf die Polsinger Herren von See hinweist. Die schwarz-weiße Vierung zeigt auf die ehemalige Regentschaft durch das Markgrafentum Brandenburg-Ansbach hin.


Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehem. Wöllwarth’sches Wasserschloss

Das ehemalige Wöllwarth’sche Wasserschloss wurde von den Herren von See errichtet. Es hat eine rechteckige Grabenanlage, eine Ummauerung mit Rundtürmen sowie einen dreigeschossigen Hauptbau. Es ging 1517/18 durch Kauf durch Markgraf Casimir von Brandenburg an die Markgrafen von Brandenburg über. 1580 erwarb Hans Sigismund von Wöllwarth das Schloss. Die Herren von Wöllwarth behielten das Schloss bis 1857. Dann wurde es von Wilhelm Löhe aus Neuendettelsau erworben, der es seit 1865 als Anstaltsgebäude nutzte. Heute gehört es der Diakonie Neuendettelsau.[7][8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort führt die Staatsstraße 2384, etwa 8 km westlich verläuft die B 466. Polsingen liegt inmitten eines Karrees aus den Autobahnen A 6, A 7, A 8 und A 9, die nächstgelegene Autobahn befindet sich in etwa 40 km Entfernung.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • eine Grundschule in Döckingen
  • Kindergärten in Polsingen, Döckingen und Ursheim

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 477.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.
  5. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Königreich Bayern – Regierungsbezirk Mittelfranken – Bezirksamt Gunzenhausen. Auf: gemeindeverzeichnis.de
  6. Landkreis Gunzenhausen. Auf: verwaltungsgeschichte.de
  7. Wöllwarth`sches Wasserschloss. Abgerufen am 13. Oktober 2013.
  8. Eintrag zu Wasserschloss Polsingen bei „Alle Burgen“ (Ein Verzeichnis der festen Häuser)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Polsingen – Sammlung von Bildern