Burgsalach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Burgsalach
Burgsalach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Burgsalach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 2′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Nennslingen
Höhe: 583 m ü. NHN
Fläche: 19,31 km²
Einwohner: 1143 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91790
Vorwahl: 09147
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 120
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schmiedgasse 1
91790 Nennslingen
Webpräsenz: Burgsalach
Bürgermeister: Friedrich Amler (Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Burgsalach im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Burgsalach ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nennslingen mit 1.156 Einwohnern (31. Dezember 2013).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch falsch rekonstruierter hölzerner Limeswachturm nahe der Turmstelle Wp 14/48

Die Gemeinde liegt im Nordosten des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen in der Region Westmittelfranken. Burgsalach befindet sich auf einer Hochfläche der Weißenburger Alb, einem Teilhöhenzug des Mittelgebirges Fränkische Alb, fast unmittelbar am Limes. Der Rätische Limes, die einstige Nordgrenze der römischen Provinz Rätien, durchquert die Hochfläche. Der Burgus Burgsalach, ein Kleinkastell aus der Spätzeit des Limes gilt als besonderes Bauwerk, das in ähnlicher Form nur noch in Nordafrika zu finden ist. Die Grundmauern dieses Burgus, Fundamente eines steinernen Wachturms und ein nachgebildeter Holzwachturm zeugen von der Zeit der römischen Herrschaft.

Als eines der wenigen Gewässer der Gemeinde fließt im Nordosten die Anlauter vorbei, die auf Gemeindegebiet vom Aschbach gespeist wird. In Burgsalach treffen die Staatsstraßen 2227 und 2228 zusammen. Südlich von Burgsalach liegt das Waldgebiet Wildhau, im Norden der Berg Büchelberg.

Die Nachbargemeinden sind:

Bergen
Weißenburg in Bayern, Ettenstatt Nachbargemeinden Nennslingen
Weißenburg in Bayern Raitenbuch

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgsalach hat drei amtliche Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fürstentum Ansbach und die Schenken von Geyern teilten sich im Ort die Herrschaftsrechte. 1796 sequestrierte Preußen die Geyerschen Rechte. Im Vertrag von Paris (Februar 1806) fiel Burgsalach mit dem 1792 preußisch gewordenen Fürstentum Ansbach durch Tausch wie andere Teile Frankens auch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die damalige Gemeinde Burgsalach.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Indernbuch nach Burgsalach eingemeindet.[3] Pfraunfeld kam am 1. Mai 1978 freiwillig dazu.[4]

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burgsalach (frühere Schreibweise Salach)
1070 bei einer Kirchenweihe durch Bischof Gundekar II. von Eichstätt erstmals erwähnt. 1281 übergaben Conrad und Hanricus von Salach dem Kloster Wülzburg das Patronatsrecht über die Kirche von Salach. 1545 gehört das Dorf dem Schenken von Geyern. 1551 hieß es Salach bei Raitenbuch. Das Schloss wurde 1744 auf den Grundmauern des Schulhauses erbaut. 1913 erhält der Ort die Stromversorgung und wird 1951 an die Wasserversorgung angeschlossen.
  • Indernbuch
Der Ort wurde wohl im 12. Jahrhundert gegründet – „im Waldesinnern“, wie der Name besagt. Die wohl erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1119, dort wird der Ort als Unnternpuch bezeichnet. Damals wurden der Kirche zu Eichstätt Einkünfte aus einem Hof in Indernbuch geschenkt. Mit diesen Einkünften wurde die 1473 errichtete Kirche finanziert, die 1674 durch Blitzschlag zerstört wurde. In der Mitte des Ortes steht heute ein Glockenturm.
  • Pfraunfeld
Erste geschichtliche Daten stammen von einem Wicpert von Pfrumveld, der 1179 ein Gut in Höbing nach Berchtesgaden verschenkte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort bis auf die Kirche vollständig zerstört. Von 1693 bis 1863 Erzabbau. Dieses Bohnerz wurde in Obereichstätt verhüttet. Der Eingang zur früheren Erzgrube ist heute noch erkennbar. In der 1910 von den Bürgern in der Ortsmitte errichteten Kirche ist eine Prozessionsstange der Bergleute aus dem 18. Jahrhundert zu sehen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0970 Einwohner[4]
  • 1970: 0976 Einwohner[4]
  • 1987: 0998 Einwohner
  • 2000: 1178 Einwohner
  • 2011: 1174 Einwohner
  • 30. Juni 2013: 1151 Einwohner.[5]
  • 2014: 1143 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Friedrich Amler (Dorfgemeinschaft). Er wurde 2002 aus Nachfolger von Siegfried Satzinger (Dorfgemeinschaft) gewählt und 2008 sowie 2014 im Amt bestätigt.

Bei der Kommunalwahlen in Bayern 2014 traten drei Listen an. Dabei erhielt die Dorfgemeinschaft Burgsalach sechs Sitze, die Dorfgemeinschaft Pfraunfeld vier Sitze und die Freie Wählergemeinschaft Indernbuch zwei Sitze.[6]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen 1999 umgerechnet 391.000 Euro, davon waren (netto) 41.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne fünfmal gespalten von Schwarz und Silber, hinten in Blau ein hervorkommender silberner Limesturm mit goldenem Dach und goldenem Umgang.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 36 und im Bereich Handel und Verkehr 39 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 383. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 57 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1359 Hektar, davon waren 1027 Hektar Ackerfläche und 332 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 44 Kindern
  • Grundschule: 2006 besuchten 110 Kinder der Gemeinde die Schule des Schulverbandes, 2007 waren es 104; seit 2013 geschlossen.

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Östlich von Indernbuch steht ein 158 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG) aus Stahlbeton (49°2'42" nördliche Breite und 11°5'14" östliche Länge).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgsalach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 593.
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.
  5. Tischvorlage Gemeinderatssitzung Raitenbuch 8. Mai 2014
  6. Kommunalwahl am 16. 03. 2014. Sitzverteilung. Gemeinde Burgsalach, abgerufen am 14. Mai 2014.