Gnotzheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Gnotzheim
Gnotzheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Gnotzheim hervorgehoben
49.06666666666710.716666666667473Koordinaten: 49° 4′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Hahnenkamm
Höhe: 473 m ü. NHN
Fläche: 12,48 km²
Einwohner: 832 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91728
Vorwahl: 09833
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 133
Marktgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Spielberger Str. 15
91728 Gnotzheim
Webpräsenz: www.gnotzheim.de
Bürgermeister: Josef Weiß (CSU / Freie Bürger)
Lage des Marktes Gnotzheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild
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Gnotzheim

Gnotzheim ist ein Markt mit 832 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013) im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hahnenkamm mit Sitz in Heidenheim.

Gnotzheim, Pfarrkirche St. Michael
Gnotzheim, Kapelle St. Georg
Gnotzheim, barockes Nepomuk-Denkmal
Bauinschrift des Gnotzheimer Steinkastells von 144 n. Chr. an der Pfarrkirche St. Michael

Geografie[Bearbeiten]

Gnotzheim liegt im Westen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen am Fuße des Hahnenkamms, eines Nebengebirges der Fränkischen Alb, in der Region Westmittelfranken, etwa sieben Kilometer südwestlich der Stadt Gunzenhausen. Der Ort liegt auf einer Höhe von 473 Metern über NHN. Im Westen verläuft die Grenze zum Landkreis Ansbach. Gnotzheim wird von der Bundesstraße 466 von Gunzenhausen nach Nördlingen durchquert. Durch den Ort fließt der Wurmbach, ein Nebenfluss der Altmühl. Das Gemeindegebiet ist von einer Offenlandschaft mit Wiesen und Feldern geprägt, nur im Süden und äußersten Nordosten liegen Waldgebiete. Höchste Erhebung der Gemeinde ist der Spielberg, auf dem sich der gleichnamige Ortsteil und das Schloss Spielberg erheben. Südlich von Buckmühle befindet sich eine Steinerne Rinne. Mit 12,48 Quadratkilometern ist Gnotzheim die zweitflächenkleinste Gemeinde des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Gnotzheim besteht aus fünf amtlichen Ortsteilen[2]:

Der Markt besteht aus den Gemarkungen Gnotzheim und Spielberg. Einige Einzelhöfe sind abgegangen, wie die Rangmühle im 19. Jahrhundert und der Offenbeunder Hof.

Geschichte[Bearbeiten]

Gnotzheim wurde als „Gnozesheim“ in einer Schenkungsurkunde von 1053 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Doch schon zu Zeiten der Römer war das Gebiet besiedelt. „Auf der Weil“ befinden sich die Reste des römischen Kohortenkastells Mediana und des dazugehörigen Lagerdorfs. Das Kastell wurde vermutlich um 90 n. Chr. als Holz-Erde-Anlage errichtet. Der Ausbau in Stein ist für das Jahr 144 n. Chr. mit einem Inschriftenstein dokumentiert. Durch Heinrich Eidam wurde das Kastell 1878 systematisch erforscht. Nach dem Abzug der Römer kamen die Franken, was durch frühmittelalterliche Reihengräber belegt ist. Diese stammen aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts bis zum Ende des 7. Jahrhunderts.

Ab dem 12. Jahrhundert ist in einer Urkunde von 1122 mit Pertold von Gnotzheim ein edelfreies Geschlecht überliefert. Nachdem im 13. Jahrhundert die Herren von Truhendingen die Herrschaft über Gnotzheim und Spielberg innehatten, gelangte durch Heirat und Verkauf die Herrschaft im 14. Jahrhundert an die Grafen von Oettingen. 1388 wurde Gnotzheim das Marktrecht und die Hochgerichtsbarkeit verliehen. Das ehemalige Amt des Fürstentums Oettingen-Spielberg fiel bei Grenzbereinigungen 1796 an das 1792 von Preußen übernommene Fürstentum Ansbach, mit dem es im Vertrag von Paris im Februar 1806 durch Tausch, wie andere Teile Frankens zum Königreich Bayern kam.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Spielberg eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

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Auf dem Gebiet des Marktes wurden 1970 722, 1987 718 und im Jahr 2000 859 Einwohner gezählt. Gnotzheim ist gemäß seiner Einwohnerzahl die kleinste Gemeinde des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 339.000 Euro, davon waren 8.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

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Der Marktgemeinderat besteht aus acht Mitgliedern, die alle der CSU/Freie Bürger angehören. (Stand Kommunalwahl 2008)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Gnotzheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 45 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren neun Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 264. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 51 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 732 Hektar, davon waren 489 Hektar Ackerfläche und 243 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gnotzheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Quelle: Bayerische Landesbibliothek
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 477
  4. Kindergarten Gnotzheim (2012)
  5. Astrid-Lindgren-Schule