Höttingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Höttingen
Höttingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Höttingen hervorgehoben
49.06277777777811.005430Koordinaten: 49° 4′ N, 11° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Ellingen
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 19,26 km²
Einwohner: 1116 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91798
Vorwahl: 09141
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 141
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 7
91798 Höttingen
Webpräsenz: www.hoettingen.de
Bürgermeister: Hans Seibold (Freie Wählergemeinschaft Fiegenstall)
Lage der Gemeinde Höttingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
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BW

Höttingen ist eine Gemeinde mit 1.116 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013) im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ellingen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das Kirchdorf liegt in der Region Westmittelfranken, fünf Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Weißenburg in Bayern. Höttingen wird vom Felchbach, hier auch Mühlbach genannt, durchflossen. Etwas südöstlich des Ortes fließt der Frommbach hinein.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Pleinfeld
Ellingen Nachbargemeinden Ettenstatt
Weißenburg in Bayern

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Höttingen hat sieben amtliche Ortsteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Höttingen erfolgte erst 1253, dennoch wird angenommen, dass der Ort ebenso alt ist wie die umliegenden Dörfer. Der damalige Ortsadelige war Albert von Hettingen. Der Ort war Filialkirche von Weiboldshausen. Die Trennung von dort wurde am 12. Juli 1482 durchgeführt, es entstand eine eigene Pfarrei mit Taufbrunnen, Friedhof und anderen pfarrlichen Rechten. Die Einführung der Reformation erfolgte 1528 durch den Ansbacher Markgrafen Georg den Frommen, der in diesem Jahr das Patronatsrecht der Kirche erhielt. 1529 findet sich ein Johann Hugel als erster evangelischer Pfarrer in Höttingen. Der Ort im heutigen Mittelfranken gehörte zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Ansbach und lag seit 1500 im Fränkischen Reichskreis. Als Teil Ansbachs fiel Höttingen im Vertrag von Paris (Februar 1806) durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Fiegenstall und der größte Teil der aufgelösten Gemeinde Weiboldshausen eingegliedert.[3] Von 1969 bis 1982 fand die Flurbereinigung statt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 0882 Einwohner[3]
  • 1970: 0935 Einwohner[3]
  • 1987: 1032 Einwohner
  • 2000: 1219 Einwohner
  • 2011: 1162 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Werner Grünwedel, dienstältester 1. Bürgermeister des Landkreises, ist am 2. Mai 2013 im Alter von 72 Jahren verstorben. In der Stichwahl am 11. August 2013 siegte Hans Seibold (Freie Wählergemeinschaft Fiegenstall) mit 54,2 Prozent der Stimmen vor Anton Müller, der 45,8 Prozent der Stimmen erhielt.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Durch eine erhöhte, eingeschweifte silberne Spitze, darin ein durchgehendes schwarzes Kreuz, belegt mit einem goldenen Kreuz, dessen Arme in heraldischen Lilien enden, gespalten; vorne in Rot ein wachsender silberner Bischofsstab, hinten in Blau ein silberner Kübelhelm mit dem Rumpf einer goldenen Hirschkuh als Helmzier.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Höttingen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bis 1945 war Höttingen eine rein landwirtschaftliche Gemeinde. Die Landwirtschaft besteht immer noch, ihre Bedeutung hat jedoch stark abgenommen.

Daten von Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 978.000 Euro, davon waren umgerechnet 78.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 221 und im Bereich Handel und Verkehr 40 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 47 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 796. Im verarbeitenden Gewerbe gab es ein Betrieb, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 41 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 966 Hektar, davon waren 862 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Der Kindergarten hat 75 Plätze mit 44 Kindern (Stand 1999).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.
  4. www.nordbayern.de vom 11. August 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Höttingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien