Langenaltheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langenaltheim
Langenaltheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langenaltheim hervorgehoben
48.89333710.931796555Koordinaten: 48° 54′ N, 10° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Höhe: 555 m ü. NHN
Fläche: 39,05 km²
Einwohner: 2231 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 91799,
91788 (Altheimersberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09145
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 148
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hauptstr. 15
91799 Langenaltheim
Webpräsenz: www.langenaltheim.eu
Bürgermeister: Alfred Maderer (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Langenaltheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
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Langenaltheim ist eine Gemeinde mit 2.231 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013) im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Es ist die südlichste Gemeinde Mittelfrankens. Im Dreiländereck gelegen, grenzt die Gemeinde an Oberbayern und Schwaben an.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Das Freibad Langenaltheim

Geografische Lage[Bearbeiten]

Langenaltheim liegt auf etwa 556 Metern über NHN im Hochland der Altmühlalb, einem Teilgebirge der Fränkischen Alb. Der Ort liegt etwa 8 Kilometer südlich der Stadt Treuchtlingen und etwa 4 Kilometer westlich der Altmühl in der Region Westmittelfranken und inmitten des Naturparks Altmühltal.

Die Nachbargemeinden sind:

Treuchtlingen Treuchtlingen Pappenheim
Monheim Nachbargemeinden Solnhofen
Monheim Monheim, Rögling, Mörnsheim Mörnsheim

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Langenaltheim hat neun amtliche Ortsteile:[3]

Es gibt die Gemarkungen Büttelbronn, Langenaltheim und Rehlingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Langenaltheim gehörte seit 1541 zur Grafschaft Pappenheim, die ein Teil des Fränkischen Ritterkreises war. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort, wie andere Orte Frankens auch, zum Königreich Bayern. 1818 entstand mit dem Gemeindeedikt im Rahmen der Verwaltungsreform die politische Gemeinde Langenaltheim.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Rehlingen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Höfen, Lohhof und Neuherberg als Teile der aufgelösten Gemeinde Haag bei Treuchtlingen dazu,[4] Büttelbronn folgte am 1. Mai 1978.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 2.447 Einwohner[5]
  • 1970: 2.383 Einwohner[5]
  • 1987: 2.224 Einwohner
  • 2000: 2.523 Einwohner
  • 2011: 2.318 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter Schildhaupt mit Eisenhutfeh von Silber und Blau in Rot ein silberner Zweispitzhammer mit goldenem Stiel, begleitet von drei, zwei zu eins gestellten, fünfstrahligen silbernen Sternen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mauthaus

In Langenaltheim befinden sich die Willibaldskirche und die Johanniskirche (beide evangelisch).

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Langenaltheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 957.000 Euro, davon waren 140.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es am Arbeitsort nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 197 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 123 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 814. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwölf Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei. Zudem bestanden im Jahr 1999 45 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1482 Hektar, davon waren 793 Hektar Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten]

2013 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 100 Kindergartenplätze mit 89 Kindern
  • Grundschule: Eine mit 9 Lehrern und 140 Schülern

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Freibad mit großer Liegewiese

Verkehr[Bearbeiten]

An Langenaltheim vorbei führt die Staatsstraße ST 2217, die, von Solnhofen kommend, etwa zwei Kilometer nordwestlich des Ortes in die Bundesstraße 2 mündet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Heinrich Forster (1897-1955), SS-Hauptsturmführer und Lagerführer in Konzentrationslagern
  • Herbert Ohly (1901–1972), Jurist und Bürgermeister von Erlangen
  • Hanns Zischler (* 1947), Schauspieler, Dramaturg, Literat, Übersetzer, Fotograf, Historiker; wuchs in Langenaltheim auf

Literatur[Bearbeiten]

  •  Leonhard Schauer: Der Juraort Langenaltheim mit seinen Ortsteilen Büttelbronn, Rehlingen und dem Steinbruchgebiet Langenaltheimer Haardt. Solnhofen 2002, DNB 969343310.
  •  Ludwig Stauffer: Langenaltheim, Büttelbronn und Rehlingen in alten Bildern. Geiger, Horb am Neckar 1998, DNB 960348581.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langenaltheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Dreiländereck im Röglinger Tal: www.diesteinreichen5.de, abgerufen am 21. Januar 2014
  3. Bayerische Landesbibliothek Online
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 593.
  5. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.