Shinagawa

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Shinagawa-ku
品川区
Shinagawa
Geographische Lage in Japan
Shinagawa (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Tokio
Koordinaten: 35° 37′ N, 139° 44′ OKoordinaten: 35° 36′ 33″ N, 139° 43′ 49″ O
Basisdaten
Fläche: 22,72 km²
Einwohner: 400.485
(1. April 2018)
Bevölkerungsdichte: 17.627 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 13109-1
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Shinagawa
Baum: Shii-Castanopsis, Ahorn
Blume: Rhododendron indicum
Vogel: Lachmöwe
Rathaus
Adresse: Shinagawa City Hall
2-1-36, Hiro-machi
Shinagawa-ku
Tōkyō 140-8715
Webadresse: http://www.city.shinagawa.tokyo.jp
Lage Shinagawas in der Präfektur Tokio
Lage Shinagawas in der Präfektur
Ebara-Schrein
Blick aus einem Gebäude auf Tennōzu Isle

Shinagawa (jap. 品川区, -ku) ist einer der 23 Bezirke der japanischen Präfektur Tokio. Er liegt im Süden Tokios, der Hauptstadt Japans.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shinagawa gliedert sich in die Stadtteile Ebara (荏原地区, -chiku), Ōi (大井地区, -chiku), Ōsaki (大崎地区, -chiku), Shinagawa (品川地区, -chiku) und Yashio (八潮地区, -chiku).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige „Sonderbezirk“ Shinagawa entstand am 3. Mai 1947 in der Besatzungszeit bei der Ausweitung (bzw. Wiederherstellung) der seitdem auch in der Verfassung garantierten Selbstverwaltung der Gebietskörperschaften, wobei noch für Jahrzehnte umstritten blieb, ob diese Garantie sich auch auf die „Sonderbezirke“ (Tokio) erstreckt. Kurz zuvor war am 15. März 1947 der Bezirk Shinagawa aus dem Zusammenschluss der seit 1943 präfekturunmittelbaren Bezirke Ebara und Shinagawa der im Krieg abgeschafften Stadt Tokio entstanden. Die beiden Stadtbezirke waren 1932 entstanden, als die Städte (-machi) Shinagawa, Ebara, Ōsaki und Ōi aus dem Landkreis Ebara in die Stadt Tokio eingemeindet wurden. Die Stadt Shinagawa war bis zur Abschaffung der Kreisverwaltungen in den 1920er Jahren Sitz der Kreisverwaltung gewesen. In der frühen Meiji-Zeit war das Gebiet Teil der Präfektur Shinagawa, die bis 1871 Teile der Provinz Musashi verwaltete.

Während der Edo-Zeit war Shinagawa die erste Poststation der Tōkaidō. Mit den vielen Hotels mit 6000 Zimmern um den Bahnhof – der höchsten Konzentration in ganz Tokio – setzt sich diese Poststationsfunktion in die Gegenwart fort.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gleichnamige Bahnhof befindet sich im benachbarten Stadtbezirk Minato.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Shinagawa befinden sich die Hoshi-Universität, die Risshō-Universität, die Seisen-Universität, die Shōwa-Universität und die Sugino-Frauenuniversität.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche japanische Unternehmen haben ihren Unternehmenssitz in Shinagawa.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Parlament
(Stand: 29. Mai 2018)[1][2]
       
Insgesamt 38 Sitze
  • Jimintō・kodomo mirai („LDP, Zukunft Kinder“): 10
  • Kōmeitō: 8
  • KPJ: 7
  • Kokumin Minshutō・mushozoku club („Demokratische Volkspartei/Unabhängiger Klub“): 5
  • Mushozoku Shinagawa („Unabhängige Shinagawa“): 2
  • Seikatsusha Network: 2
  • Fraktionslos: 4

Bürgermeister von Shinagawa ist seit 2006 Takeshi Hamano, vorher Beamter und ab 2002 Vizebürgermeister (joyaku). Er wurde im Oktober 2014 bei einer Wahlbeteiligung von 23,2 % für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.[3] Das Parlament von Shinagawa hat regulär 40 Mitglieder und wird bei einheitlichen Regionalwahlen (letzte Runde: 2015) gewählt. Die Bürgermeisterwahl 2018 ist zusammen mit Nachwahlen zum Bezirksparlament für den 30. September angesetzt.[4] Der zur Wahl 71-jährige Hamano will für eine vierte Amtszeit kandidieren, Tokios Gouverneurin Yuriko Koike unterstützt den ehemaligen Präfekturparlamentsabgeordneten Hirohiko Satō als Gegenkandidaten.[5]

Bei Präfekturparlamentswahlen bildet der Bezirk einen Viermandatswahlkreis, der bei der letzten Wahl 2017 zwei Mitglieder von Koikes Präfekturpartei Tomin First no Kai und je eines von Kōmeitō und KPJ wählte. Die beiden Kandidaten der Liberaldemokratischen Partei landeten auf den Plätzen fünf und sieben.[6]

Für das Unterhaus bildet der Großteil von Shinagawa zusammen mit einem Teil von Ōta sowie den Städten und Dörfern auf den Izu- und Ogasawara-Inseln den Wahlkreis Tokio 3. Nach der Wahl 2000 vertraten den Wahlkreis im Wechsel der Demokrat Jin Matsubara (2000–2005 und 2009–2012) und der Liberaldemokrat Hirotaka Ishihara (2005–2009 und seit 2012), Sohn des ehemaligen Präfekturgouverneurs Shintarō Ishihara. Teile von Ōsaki und Gotanda im Nordwesten des Bezirks gehören seit der Wahl 2017 zum Wahlkreis 7, der sonst vor allem den Bezirk Shibuya umfasst.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Shinagawa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bezirksparlament Shinagawa: Fraktionen
  2. Fraktionswebsites: LDP, Kōmeitō, KPJ, Kokumin Minshutō/Mushozoku Club, Mushozoku Shinagawa, Seikatsusha Net
  3. Bezirksverwaltung Shinagawa, Wahlaufsichtskommission: Bürgermeisterwahl und Nachwahl zum Parlament
  4. Sekretariat der Wahlaufsichtskommission des Bezirks Shinagawa, 1. März 2018: 品川区長選挙および品川区議会議員補欠選挙の投票日等について
  5. 品川区長選 佐藤氏出馬へ /東京. In: Mainichi Shimbun. 7. April 2018, abgerufen am 16. August 2018 (japanisch).
  6. Tōkyō Shimbun: Ergebnisse der Präfekturparlamentswahl in Tokio 2017, Shinagawa-ku (japanisch)