Bunkyō

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Bunkyō-ku
文京区
Bunkyō
Geographische Lage in Japan
Bunkyō (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Tokio
Koordinaten: 35° 42′ N, 139° 45′ OKoordinaten: 35° 42′ 29″ N, 139° 45′ 8″ O
Basisdaten
Fläche: 11,31 km²
Einwohner: 219.046
(1. Februar 2016)
Bevölkerungsdichte: 19.367 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 13105-9
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Bunkyō
Baum: Ginkgo
Blume: Azalee
Rathaus
Adresse: Bunkyō City Hall
1-16-21, Kasuga
Bunkyō-ku
Tōkyō 112-8555
Webadresse: http://www.city.bunkyo.lg.jp
Lage Bunkyōs in der Präfektur Tokio
Lage Bunkyōs in der Präfektur

Bunkyō (jap. 文京区, -ku) ist einer der 23 Bezirke Tokios, der Hauptstadt Japans. Bunkyō befindet sich in der Mitte der Bezirke und ist ein Wohngebiet und Standort vieler wichtiger Bildungseinrichtungen. Beginnend mit der Meiji-Zeit haben Literaten wie Natsume Sōseki, Gelehrte und Politiker hier gelebt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bunkyō ist in folgende Stadtviertel unterteilt:

  • Hakusan
  • Hongō
  • Hon-komagome
  • Kasuga
  • Kohinata
  • Koishikawa
  • Kōraku
  • Mejirodai
  • Mukōgaoka
  • Nezu
  • Nishikata
  • Otowa
  • Ōtsuka
  • Sekiguchi
  • Sendagi
  • Sengoku
  • Suidō
  • Yayoi
  • Yushima

Siehe auch Liste der Stadtteile des Tokioter Bezirks Bunkyō

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtbezirk entstand am 15. März 1947 aus den alten Stadtbezirken Hongō und Koishikawa der Stadt Tōkyō. Der Name spielt dabei auf die Phrase bunkyō no fu (文教の府) für „Quelle der Bildung“ an,[1] wobei statt des Schriftzeichens das gleichlautende für Hauptstadt , das auch im Namen von Tokio vorkommt, verwendet wurde.

Sehenswürdigkeiten und bedeutende Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kathedrale St. Marien

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bunkyō ist an die Shuto-Autobahn Nr. 5 (Ikebukuro-Linie) der Stadtautobahn Tokio, die Nationalstraße 17 nach Chūō oder Niigata und die Nationalstraße 254 nach Matsumoto angeschlossen.

Mit der Tōkyō Metro besteht der Anschluss an mehrere Linien. Mit der Marunouchi-Linie von Shin-Ōtsuka, Myōgadani, Kōrakuen, Hongō-Sanchōme oder Ochanomizu nach Suginami oder Ikebukuro, mit der Namboku-Linie von Kōrakuen, Tōdai-mae oder Honkomagome nach Meguro oder Kita, mit der Yūrakuchō-Linie von Gokokuji oder Edogawabashi nach Wakō oder Kōtō sowie mit der Chiyoda-Linie von Sendagi, Nezu oder Yushima nach Shibuya oder Adachi.

Zudem kann man mit der Mita-Linie der Toei von Sengoku, Hakusan, Kasuga oder Suidōbashi nach Meguro oder Itabashi und mit der Ōedo-Linie von Iidabashi, Kasuga, oder Hongō Sanchōme nach Shinjuku oder Nerima.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verlags- und Druckindustrie sowie führende Gesundheitseinrichtungen sind wichtige Wirtschaftsfaktoren in Bunkyo. In Bunkyo befinden sich mehrere große Krankenhäuser. Außerdem stehen hier der Tokyo Dome, der Kōdōkan und die Universität Tokio. In der neueren Zeit gewann auch die IT-Branche an Bedeutung.

Universitäten und Colleges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akamon ist das berühmte Tor der Universität Tokio

Private[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hosuinomori in der Toyo-Universität

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Parlament
(Stand: 5. Juni 2015)[2]
     
Von 34 Sitzen entfallen auf:
  • Bunkyō Mirai: 10
  • LDP: 9
  • KPJ: 7
  • Kōmeitō: 5
  • Shimin no Hiroba Bunkyō: 3
Das Rathaus von Bunkyō in Kasuga

Bezirksbürgermeister und -parlament werden beide bei einheitlichen Regionalwahlen gewählt. Bei den letzten Wahlen 2015 wurde in Bunkyō Bürgermeister Hironobu Narisawa mit Unterstützung der drei größten Parteien für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.[3] Narisawa war vor seiner ersten Wahl 2007 demokratischer Abgeordneter im 34-köpfigen Kommunalparlament gewesen.

Bunkyō bildet einen Zweimandatswahlkreis für das Präfekturparlament. Bei der letzten Wahl 2013 gingen die beiden Sitze an den Liberaldemokraten Fumitaka Nakaya und die Kommunistin Hiroko Kotake, zwei Jahre zuvor unterlegene Kandidatin bei der Bürgermeisterwahl.

Für das Unterhaus des nationalen Parlaments ist Bunkyō – nach der Unterhauswahl 1892 für über ein Jahrhundert die politische Heimat der Hatoyama-Familie – zusammen mit Chūō und Taitō Teil des 2. Wahlkreises Tokio; Kunio Hatoyama, damals noch Demokrat, gewann den Wahlkreis zwar nach der Wahlrechtsreform der 1990er zunächst, kehrte aber nach seiner gescheiterten Kandidatur bei der Gouverneurswahl in Tokio 1999 nicht mehr nach Bunkyō zurück. Seit 2012 vertritt derzeit der Liberaldemokrat Kiyoto Tsuji den Wahlkreis. Bei der Wahl 2014 wurde er mit 42,6 % der Stimmen gegen vier Kandidaten wiedergewählt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berühmte Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 文京区のおいたち. Bunkyō-ku, abgerufen am 24. Januar 2013 (japanisch).
  2. Bezirksparlament Bunkyō: Abgeordnete
  3. Yomiuri Shimbun, Ergebnisse einheitliche Wahlen 2015, Präfektur Tokio, Bürgermeister: (Sonder-)Bezirke

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]