Sigfried Held

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Sigfried Held
Siggi Held.jpg
Sigfried Held 2005
Personalia
Geburtstag 7. August 1942
Geburtsort FreudenthalDeutsches Reich
Größe 178 cm
Position Sturm, Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
TV Marktheidenfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1963 TV Marktheidenfeld
1963–1965 Kickers Offenbach 66 (24)
1965–1971 Borussia Dortmund 183 (41)
1971–1977 Kickers Offenbach 204 (35)
1977–1979 Borussia Dortmund 47 0(3)
1979 SC Preußen Münster 11 0(1)
1979–1981 Bayer 05 Uerdingen 59 0(3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
Deutschland Junioren 1 00
1966–1973 Deutschland 41 (5)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1981–1983 FC Schalke 04
1984 BV 08 Lüttringhausen
1986–1989 Island
1989–1990 Galatasaray Istanbul
1991–1993 FC Admira/Wacker
1993–1994 1. FC Dynamo Dresden
1995 Gamba Osaka
1996–1998 VfB Leipzig
2001–2003 Malta
2004–2005 Thailand
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Sigfried Held (* 7. August 1942 in Freudenthal, Reichsgau Sudetenland, Deutsches Reich), auch Sigi oder Siggi Held genannt, ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Er spielte bei Borussia Dortmund, Kickers Offenbach, Preußen Münster und Bayer 05 Uerdingen.

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom fränkischen TV Marktheidenfeld wechselte Heldt in die Regionalliga Süd zu Kickers Offenbach und stürmte an der Seite von Hermann Nuber und Siegfried Gast. In der Saison 1964/65 schoss er für den OFC 15 Tore. Es kam aber nur der dritte Rang dabei heraus und damit wurde das zweite Mal in Folge die Aufstiegsrunde verpasst. Danach wechselte er zu Borussia Dortmund. Er war der erste Spieler der Borussia, der nicht aus dem Ruhrgebiet oder Westdeutschland kam.

Die erste Saison in Dortmund 1965/66 verlief für den jungen Stürmer Held überaus erfolgreich. Mit Reinhard Libuda und Lothar Emmerich zusammen bildete er einen Angriff, der auch internationalen Ansprüchen gerecht wurde. Im Europacup der Pokalsieger besiegten sie die Mannschaften von FC Floriana aus Valletta, ZSKA Sofia, Atlético Madrid und Titelverteidiger West Ham United. Am 5. Mai 1966 gewannen sie in Glasgow das Finale gegen den klaren Favoriten FC Liverpool. Durch seine Leistungen in dieser Saison in Bundesliga und Europapokal wurde Held am 23. Februar 1966 im Spiel gegen England in London Nationalspieler.

Held absolvierte für Dortmund zwischen 1965 und 1971 sowie zwischen 1977 und 1979 insgesamt 230 Bundesligaspiele und erzielte dabei 44 Tore.[1]

Für Kickers Offenbach spielte Held zwischen 1972 und 1976 133-mal in der Bundesliga und erzielte dabei 25 Tore, damit ist er bis heute Rekordbundesligaspieler der Kickers. In der Saison 1971/72 war er an der Seite von Erwin Kostedde maßgeblich am Aufstieg der Kickers in die Bundesliga beteiligt. Anschließend spielte er erneut für seinen alten Verein Borussia Dortmund und zwischen 1979 und 1981 spielte er noch 59 Bundesligaspiele für Bayer 05 Uerdingen. Dabei erzielte er jeweils drei weitere Tore.

Nationalelf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nationalspieler absolvierte Held von 1966 bis 1973 41 Spiele und traf dabei fünfmal für Deutschland. Sein Debüt gab er am 23. Februar 1966 in London bei der 0:1-Niederlage gegen England. Bei der WM 1966 wurde er Vizeweltmeister, 1970 Dritter. Mit der gesamten Nationalmannschaft wurde er als Vizeweltmeister 1966 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[2]

Außerdem war er auch an der als „Jahrhundertspiel“ in die Geschichte eingegangenen Partie gegen Italien beteiligt. Bei dem 3:1-Sieg am 29. April 1972 in England, dem Viertelfinale zur Europameisterschaft 1972, stand Held in der „Wembley-Elf“. Bei den EM-Finalspielen in Belgien stand er nicht im Team; in der Zeit vom 22. Mai bis 25. Juni 1972 wurde in Deutschland die Bundesliga-Aufstiegsrunde ausgetragen, während zeitgleich (am 14. und 18. Juni) die Finalspiele in Belgien stattfanden. In Absprache mit Bundestrainer Helmut Schön spielte Held für seinen Verein.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Spielerkarriere wurde er Vereinstrainer und betreute in dieser Funktion von Juli 1981 bis Januar 1983 den FC Schalke 04, mit dem er den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Danach war er ein Jahr lang beim damaligen Zweitligisten BV 08 Lüttringhausen beschäftigt, dessen Abstieg in die Oberliga er aber nicht verhindern konnte.

In der Saison 1989/90 trainierte er den türkischen Traditionsklub Galatasaray Istanbul.

1991 wurde er Trainer bei Admira/Wacker und sorgte mit dem Klub für Furore in der österreichischen Meisterschaft und im Europapokal. Danach war er von 1993 bis November 1994 bei Dynamo Dresden tätig. Ende 1995 wechselte er nach Japan und unterschrieb bei Gamba Osaka. Von Juli 1996 bis Oktober 1997 stand er in Diensten des VfB Leipzig.

Ab Sommer 2001 war Sigi Held Nationaltrainer von Malta, am 22. Oktober 2003 wurde er dort von Horst Heese abgelöst.

Vom 20. September 2004 bis zum 1. März 2005 trainierte er die thailändische Nationalmannschaft und traf mit ihr am 21. Dezember 2004 in Bangkok auf Deutschland (Ergebnis: 1:5).

Funktionär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 war er offizieller WM-Botschafter der FIFA-WM-Stadt Dortmund. Am 1. Januar 2007 wurde er Fanbeauftragter bei Borussia Dortmund.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 5. Februar 1966 schoss Siggi Held als erster Gast überhaupt auf die Torwand im ZDF-Sportstudio.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Länderspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesligaspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesligatore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siggi Held, Horst Wörner: Rund um den Ball, Bad Schussenried: Gerhard Hess Verlag 2013, ISBN 978-3-87336-421-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Siegfried Held - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 31. Januar 2013. Abgerufen am 31. Januar 2013.
  2. Unterrichtung des Bundestages durch die Bundesregierung vom 29. 9. 1973 - Drucksache 7/1040 - Anlage 3 Seiten 54 ff., hier Seite 59