Spreewaldheide

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Spreewaldheide führt kein Wappen
Spreewaldheide
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spreewaldheide hervorgehoben
Koordinaten: 51° 57′ N, 14° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Lieberose/Oberspreewald
Höhe: 54 m ü. NHN
Fläche: 36,16 km²
Einwohner: 472 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15913
Vorwahl: 035475
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 470
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchstraße 11
15913 Straupitz
Bürgermeister: Manfred Meehs
Lage der Gemeinde Spreewaldheide im Landkreis Dahme-Spreewald
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Spreewaldheide (niedersorbisch Błotań) ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie gehört wie sieben weitere Gemeinden im östlichen Teil des Landkreises zum Amt Lieberose/Oberspreewald.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt ca. 16 Kilometer östlich von Lübben (Spreewald) und ca. 4 Kilometer nördlich von Straupitz. Sie grenzt im Norden und Osten an die Gemeinde Schwielochsee, im Südosten an die Gemeinde Byhleguhren-Byhlen, im Süden an Straupitz, im Südwesten an Neu Zauche und im Nordwesten an die Gemeinde Märkische Heide. Hauptverbindungsstraßen sind die K6109 von Neuzauche, die K6109 von Straupitz und die L44, ebenfalls von Straupitz kommen und weiter nach Lieberose führend.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Spreewaldheide entstand am 26. Oktober 2003 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Butzen (Bucyn[2]), Laasow (Łaz[2]) und Sacrow-Waldow (Zakrjow-Waldow[2]).[3]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Hauptsatzung[4][5] gliedert sich die Gemeinde in vier Ortsteile:

  • Butzen (Bucyn). Eine erste urkundliche Erwähnung fand Butzen am 30. April 1294. Es gehörte schon damals zur Herrschaft Straupitz, bei der der Ort bis 1849 verblieb. Danach war der Ort bis zur Bildung der neuen Gemeinde Spreewaldheide eine selbständige Landgemeinde.[6] Der Ortsbeirat besteht aus 3 Mitgliedern. Höhe: 54 m ü. NHN, Vereine: Freiwillige Feuerwehr Butzen, Jugendclub Butzen
  • Laasow (Łaz). Auch Laasow wurde schon 1294 ersterwähnt. Auch dieser Ort gehörte damals schon zur Herrschaft Straupitz.[6] Der Ortsbeirat besteht aus 3 Mitgliedern. Höhe: 55 m ü. NHN, Fläche: 658 ha, Einwohner: ca. 165, Vereine: Freiwillige Feuerwehr Laasow, Sportverein „Koboldsee“ e.V.
  • Sacrow (Zakrjow). Die erste urkundlich Nennung des Ortes stammt von 1347. Der Ort gehörte damals zur Herrschaft Neu Zauche. 1674 wurde daraus das Amt Neu Zauche gebildet. Um 1820 wurde das Amt Neu Zauche mit dem Amt Lübben vereinigt.[6] Die Gerichtsbarkeit ging 1849 an das Kreisgericht Lübben über; Sacrow wurde damit bis 1966 eigenständige Gemeinde. Am 15. Dezember 1966 schlossen sich Sacrow und Waldow zur Gemeinde Sacrow-Waldow zusammen. Seit dem Zusammenschluss von Butzen, Laasow und Sacrow-Waldow 2003 zur Gemeinde Spreewaldheide sind Sacrow und Waldow aber wieder eigenständige Ortsteile der Gemeinde Spreewaldheide. Der Ortsbeirat besteht aus 3 Mitgliedern. Höhe: 54 m NHN, Einwohner ca. 120, Vereine: Gesangsverein Sacrow-Waldow e.V., Freiwillige Feuerwehr Sacrow
  • Waldow (Waldow). Die Erstnennung des Ortes stammt aus eine Urkunde von 1420. Wie Sacrow gehörte er damals zur Herrschaft Neu Zauche, ab 1674 zum Amt Neu Zauche, dann ab etwa 1820 zum Amt Lübben.[6] Mit dem Übergang der Gerichtsbarkeit an das Kreisgericht Lübben 1849 war Waldow bis 1966 eigenständige Gemeinde. Am 15. Dezember 1966 hatten sich Sacrow und Waldow zur Gemeinde Sacrow-Waldow zusammengeschlossen. Mit dem Zusammenschluss von Butzen, Laasow und Sacrow-Waldow zur Gemeinde Spreewaldheide wurde die Gemeinde Sacrow-Waldow wieder aufgelöst. Sacrow und Waldow sind wieder eigenständige Ortsteile der Gemeinde Spreewaldheide. Der Ortsbeirat besteht aus 3 Mitgliedern. Höhe: 56 ü. NHN, Einwohner ca. 80, Vereine: Gesangsverein Sacrow-Waldow e.V., Freiwillige Feuerwehr Waldow

Am 15. Dezember 1966 hatten sich Sacrow und Waldow zur Gemeinde Sacrow-Waldow zusammengeschlossen. Seit dem Zusammenschluss von Butzen, Laasow und Sacrow-Waldow zur Gemeinde Spreewaldheide sind Sacrow und Waldow wieder eigenständige Ortsteile der Gemeinde Spreewaldheide mit eigenem Ortsbeirat. In der Gemeinde gibt es noch den zum Ortsteil Laasow gehörigen bewohnten Gemeindeteil Burghof[7].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2003 594
2004 580
2005 569
2006 568
2007 567
2008 549
2009 531
Jahr Einwohner
2010 544
2011 499
2012 486
2013 485
2014 482

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[8][9], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Spreewaldheide besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

  • Freiwillige Feuerwehr Sacrow-Waldow 3 Sitze
  • Unabhängige Wählervereinigung Butzen 2 Sitze
  • Freiwillige Feuerwehr Laasow 1 Sitz
  • Einzelbewerber Udo Mietk 1 Sitz
  • FDP 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred Meehs wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 80,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Spreewaldheide und in der Liste der Bodendenkmale in Spreewaldheide stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[12] 333 328 330 336 344 340 340
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 587 597 621 618 689 700 701

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b c Ortsnamen Niederlausitz
  3. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.93
  4. Hauptsatzung der Gemeinde Spreewaldheide vom 3. März 2009 PDF
  5. Die Gemeinde Spreewaldheide auf den Internetseiten des Amts Lieberose/Oberspreewald
  6. a b c d Rudolf Lehmann: Historisches Ortslexikon der Niederlausitz. Band 2, Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde, Marburg 1979, ISBN 3-921-254-96-5
  7. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Gemeinde Spreewaldheide
  8. Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.3 Landkreis Dahme-Spreewald, S. 30–33 PDF
  9. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2014 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden PDF
  10. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spreewaldheide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien