Rietzneuendorf-Staakow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow führt kein Wappen
Rietzneuendorf-Staakow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow hervorgehoben
Koordinaten: 52° 1′ N, 13° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Unterspreewald
Höhe: 52 m ü. NHN
Fläche: 28,1 km²
Einwohner: 613 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15910
Vorwahl: 035477
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 405
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
15938 Golßen
Webpräsenz: http://www.unterspreewald.de/
Bürgermeister: Andreas Andrack (Freiwillige Feuerwehr)
Lage der Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow im Landkreis Dahme-Spreewald
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Rietzneuendorf-Staakow [-ˈʃtaːkoː] (niedersorbisch Nowa Wjas pśi rĕce-Stoki) ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg und gehört dem Amt Unterspreewald an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rietzneuendorf-Staakow entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Rietzneuendorf-Friedrichshof (niedersorbisch Nowa Wjas pśi rĕce-Frycowy Dwor) und Staakow (niedersorbisch Stoki).[2]

Ortsteil Rietzneuendorf-Friedrichshof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Rietzneuendorf

Im Jahre 1455 wird der wendische Ort Rietzneuendorf mit dem Namen „Nuwendorf“ erwähnt. In einer Urkunde von 1460 wird der Name „Nawendorf“ genannt, der auf die neu angelegte Siedlung weist. Zur näheren Bestimmung erhielt diese Neusiedlung den Beinamen des kleinen, durch den Ort führenden Flusses „Rietze“, der einst in die Dahme mündete. Mit dem Rückgang des Grundwasserspiegels ist dieses Flüsschen ausgetrocknet. Von Anbeginn seiner Entstehung gehörte der Ort zur Herrschaft der Burg Golßen. Von den Stutterheims ging der Besitz 1757 an die von Schlieben. Nach häufigem Besitzerwechsel wurde dann nach 1860 durch den Eigentümer Siehe das barocke Schloss erbaut. Neben der noch gut erhaltenen Innenausstattung ist der Schmuckgiebel im Stil der Gründerzeit ein besonderer Blickfang. Die Fachwerkkirche aus dem Jahre 1703 mit barocker Innenausstattung wurde 1993 restauriert.

1974 wurden Rietzneuendorf und Friedrichshof zu Rietzneuendorf-Friedrichshof zusammengeschlossen.[3]

Ortsteil Staakow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gut Staakow, am Rande des Unterspreewaldes, wurde 1685 im Besitz des Wilhelm von Stutterheim erbaut. In den Jahren 1711 und 1718 wurde es um eine Schäferei und ein Vorwerk vergrößert. Tagelöhner begannen, kleine Häuser zu errichten und sesshaft zu werden. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich Staakow zu einer Gemeinde mit landwirtschaftlichem Charakter und kleinen Handwerksbetrieben. Eine Wasser- und eine Schneidemühle werden 1743 genannt, die Försterei entstand 1801. Mit dem Kauf des Anwesens durch Friedrich Wilhelm I. wurde es dem Amt Buchholz unterstellt.

Die Findlinge auf der Dorfaue sind ca. 1920 aus dem Baruther Raum als Zeitzeugen der Eiszeit nach Staakow geholt worden. Sie sollten bei der Errichtung eines Kriegerdenkmales verwendet werden. In den 1980er Jahren bekamen sie dann ein Fundament und wurden mit einer Blumenrabatte umgeben. Die durch Staakow führende Straße entstand 1934 als Versuchsstraße für den in unmittelbarer Nähe folgenden Autobahnbau.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Rietzneuendorf-
Staakow
Rietzneuendorf-
Friedrichshof
Staakow
1981 - 557 247
1990 - 501 225
1995 - 505 200
2000 - 512 205
2001 708
2005 680
2010 641
2011 610
2012 605
2013 626
2014 609

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Rietzneuendorf-Staakow besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Freiwillige Feuerwehr 3 Sitze
  • Gemeindechor e.V. 2 Sitze
  • Wählergruppe Dorfgemeinschaft 2 Sitze
  • Einzelbewerber Fredy Neumann 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Andrack (Freiwillige Feuerwehr) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 82,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[7] gewählt.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Rietzneuendorf-Staakow und der Liste der Bodendenkmale in Rietzneuendorf-Staakow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Landesstraße L 711 von Golßen zur Anschlussstelle Staakow an der Bundesautobahn 13 Berlin–Dresden. Die Autobahn durchquert das Gemeindegebiet. Über die Anschlussstelle Staakow ist der nahegelegene FreizeitparkTropical Islands“ zu erreichen.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Brand, Tropical Islands in zwei Kilometer Entfernung an der Bahnlinie Berlin–Cottbus. Er wird von der Regionalexpresslinie RE 2 Wismar–Berlin–Cottbus und der Regionalbahnlinie RB 24 Eberswalde–Berlin–Senftenberg bedient.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[9] 402 413 424 419 418 423 417
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 601 620 651 654 685 699 666

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rietzneuendorf-Staakow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 41
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 26–29
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  9. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3