Drahnsdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Drahnsdorf führt kein Wappen
Drahnsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Drahnsdorf hervorgehoben
Koordinaten: 51° 55′ N, 13° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Unterspreewald
Höhe: 66 m ü. NHN
Fläche: 26,94 km2
Einwohner: 612 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15938
Vorwahl: 035453
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 097
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile bzw. Gemeindeteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
15938 Golßen
Webpräsenz: www.unterspreewald.de
Bürgermeisterin: Edith Grundey
Lage der Gemeinde Drahnsdorf im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-WußwerkBerstelandBestenseeByhleguhre-ByhlenDrahnsdorfEichwaldeGolßenGroß KörisHalbeHeideblickHeideseeJamlitzKasel-GolzigKönigs WusterhausenKrausnick-Groß WasserburgLieberoseLübbenLuckauMärkisch BuchholzMärkische HeideMittenwaldeMünchehofeNeu ZaucheRietzneuendorf-StaakowSchlepzigSchönefeldSchönwaldSchulzendorfSchwerinSchwielochseeSpreewaldheideSteinreichStraupitz (Spreewald)TeupitzUnterspreewaldWildauZeuthenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Drahnsdorf (niedersorbisch Drogojce) ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie wird vom Amt Unterspreewald verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wird von der Dahme durchflossen.

Nachbargemeinden

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ortsteil Drahnsdorf mit dem Gemeindeteil Krossen (sorb. Krosno)
  • Ortsteil Falkenhain mit dem Gemeindeteil Schäcksdorf

Hinzu kommen die Wohnplätze Brandmühle, Kleine Mühle und Vordermühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemals selbstständigen Gemeinden Drahnsdorf und Falkenhain schlossen sich am 31. Dezember 2002 zur Gemeinde Drahnsdorf zusammen.[3] Drahnsdorf gehörte bis zu diesem Zeitpunkt zum Amt Luckau, Falkenhain zum Amt Golßener Land. Die neu entstandene Gemeinde wurde Teil des Amtes Golßener Land, bevor sie am 1. Januar 2013 zum neu entstandenen Amt Unterspreewald wechselte.

Der Ortsteil Falkenhain wurde 1409, Schäcksdorf 1527 erstmals urkundlich erwähnt. Durch Beschluss des Wiener Kongresses von 1815 wurde die vorher sächsische Niederlausitz und mit ihr Drahnsdorf preußisch und der Provinz Brandenburg angeschlossen. Im 19. Jahrhundert gehörte das Gut Drahnsdorf den Freiherren von Manteuffel. Ende 1858 zog sich Otto von Manteuffel nach seiner Entlassung als preußischer Ministerpräsident hierher zurück.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 278
1890 279
1910 297
1925 312
1933 287
1939 273
1946 452
1950 410
Jahr Einwohner
1964 383
1971 408
1981 556
1985 528
1989 537
1990 523
1991 508
1992 509
1993 519
1994 512
Jahr Einwohner
1995 511
1996 494
1997 477
1998 484
1999 480
2000 463
2001 462
2002 686
2003 676
2004 677
Jahr Einwohner
2005 665
2006 648
2007 641
2008 649
2009 633
2010 622
2011 592
2012 586
2013 588
2014 584
Jahr Einwohner
2015 611
2016 612

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[4][5] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Drahnsdorf besteht aus sieben Gemeindevertretern und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Wählergruppe Drahnsdorf 6 Sitze
  • Einzelbewerber Steffen Buhl 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998–2014: Ulrich Kresse[7]
  • seit 2014: Edith Grundey

Grundey wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 51,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[8] gewählt.[9]

Dorfkirche Falkenhain

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Drahnsdorf

In der Liste der Baudenkmale in Drahnsdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Kirche Falkenhain, ein schlichter Findlingsbau
  • Die Dorfkirche Drahnsdorf ist eine Feldsteinkirche, die vermutlich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand. Um 1700 wurden die meisten Öffnungen „barock“ überformt. Im Innern steht unter anderem ein Altarretabel, das der Maler Böttger aus Beeskow 1619 schuf.
  • Die Dorfkirche Krossen entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Um 1745 führte der Maurermeister Christian Höhne aus Lübben zahlreiche Umbaumaßnahmen durch. Im Innern steht unter anderem ein Kanzelaltar aus dem Jahr 1748.
  • Brandmühle

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gärtnerei, Tischlerei

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drahnsdorf liegt an der Landesstraße L 71 zwischen Dahme und Leibsch. Die Kreisstraße K 6145 verbindet Drahnsdorf mit dem Ortsteil Falkenhain und Golßen.

Der Bahnhof Drahnsdorf liegt an der Bahnstrecke Berlin–Dresden. Er wird von der Regionalexpresslinie RE 5 (Rostock–Berlin–Elsterwerda) bedient.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Drahnsdorf - geschlossen seit 2010

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SG Einheit Drahnsdorf e. V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto von Manteuffel (1805–1882), Politiker, 1850–1858 preußischer Ministerpräsident, lebte nach seiner Entlassung in Drahnsdorf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Drahnsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2016 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Drahnsdorf
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald, S. 14–17
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Dahme-Spreewald
  8. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014