Bersteland

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Dieser Artikel beschreibt den Ortsteil Freiwalde der Gemeinde Bersteland in Brandenburg. Für die gleichnamige deutsche Ortsbezeichnung von Lesica (Międzylesie) siehe dort.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Bersteland führt kein Wappen
Bersteland
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bersteland hervorgehoben
Koordinaten: 51° 58′ N, 13° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Unterspreewald
Höhe: 54 m ü. NHN
Fläche: 29,53 km²
Einwohner: 896 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15910
Vorwahl: 035474
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 017
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
15938 Golßen
Webpräsenz: www.unterspreewald.de
Bürgermeister: Manfred Mietusch (CDU)
Lage der Gemeinde Bersteland im Landkreis Dahme-Spreewald
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Über dieses Bild

Die Gemeinde Bersteland liegt im Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) und ist Mitglied des Amtes Unterspreewald.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt im Osten des Baruther Urstromtales am Flüsschen Berste. Die Berste, die südlich von Luckau entspringt und in Bersteland in Richtung Osten abbiegt, mündet wenige Kilometer weiter in Lübben (Spreewald) in die Spree. Das Gelände erreicht nahe dem Ortsteil Niewitz 85 m ü. NHN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bersteland entstand am 1. Februar 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden und heutigen Ortsteile Freiwalde, Niewitz und Reichwalde.[2]

Ortsteil Freiwalde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Freiwalde

1345 taucht der Ort erstmals in einer Urkunde auf. Die Dorfkirche (rechteckiger neogotischer Bau) stammt aus dem Jahr 1871.

Ortsteil Reichwalde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichwalde (wendisch Rikowald, Rychwald) wurde 1170 erstmals urkundlich erwähnt.

Auf einem von Sümpfen umgebenen wendischen Wall erbauten im 12./13. Jahrhundert die Herren Strehle und Bieberstein die „Burg Reichwalde“. Die Burg war das Zentrum einer kleinen Adelsherrschaft, der Herrschaft Reichwalde, die um 1400 elf bis dreizehn Dörfer umfasste. Diese wurde 1414 verkauft und löste sich auf. Der größere Teil kam an die Stadt Luckau, ein kleinerer Teil ging an die Herrschaft Storkow (und später an das Amt Storkow). Die Burg wurde abgebrochen.

Ortsteil Niewitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Niewitz

Wie für Freiwalde gilt auch für Niewitz 1345 als das Jahr der frühesten urkundlichen Nennung.

Die noch gut erhaltene Struktur einer Rundsiedlung ist wendischen Ursprungs. Der Name des Ortes kommt vom niedersorbischen Wort nieva = fruchtbarer Acker.

Bis 1950 wurden in Niewitz Ziegel hergestellt, die ihr Material aus den nahegelegenen Tongruben bezogen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2002 911
2003 937
2004 937
2005 934
2006 937
Jahr Einwohner
2007 923
2008 930
2009 916
2010 925
2011 915
Jahr Einwohner
2012 907
2013 902
2014 895

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Bersteland besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • CDU 5 Sitze
  • Sport- und Freizeitverein Freiwalde 2 Sitze
  • Freie Wähler 1 Sitz
  • Einzelbewerber Frank Heinze 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Anja Haupt 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred Mietusch (CDU) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 77,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[6] gewählt.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Bersteland und in der Liste der Bodendenkmale in Bersteland stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

  • Fachwerkkirche im Ortsteil Niewitz aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
  • ehemalige Wassermühle im Ortsteil Reichwalde
  • Dorfkern im Ortsteil Reichwalde
  • Bauernstube am Sandberg im Ortsteil Freiwalde
  • Fachwerkgehöft in der Dorfstraße 12 im Ortsteil Freiwalde

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gewerbegebiet im Ortsteil Freiwalde, zu dem auch die Autobahntank- und Rastanlage Freiwalde gehört, beschäftigt viele Einwohner. In Niewitz wird das Speewaldpark-Hotel mit 200 Betten betrieben.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 115 (JüterbogLübben). Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 13 (Berlin–Dresden), die an der Anschlussstelle Freiwalde die B 115 kreuzt. Die Landesstraße L 71, die ebenfalls das Gemeindegebiet durchquert, verbindet Kasel-Golzig (Ortsteil Schiebsdorf) und Leibsch an der B 179.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Schönwalde (Spreewald) im nahen Schönwald an der Bahnlinie Berlin–Cottbus. Er wird von der Regionalbahnlinie RB 24 Eberswalde–Berlin–Senftenberg bedient.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[8] 582 577 584 591 589 592 607
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 631 620 638 639 644 653 673

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bersteland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 14–17
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  5. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  6. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  8. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3