Taupont

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Taupont
Talbont
Taupont (Frankreich)
Taupont
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Pontivy
Kanton Ploërmel
Gemeindeverband Ploërmel Communauté
Koordinaten 47° 58′ N, 2° 26′ WKoordinaten: 47° 58′ N, 2° 26′ W
Höhe 22–91 m
Fläche 29,17 km2
Einwohner 2.212 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 76 Einw./km2
Postleitzahl 56800
INSEE-Code
Website http://www.taupont.fr/

Die frühere Dorfkirche Saint-Golven in Taupont

Taupont (bretonisch Talbont) ist eine französische Gemeinde mit 2.212 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Morbihan in der Region Bretagne.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taupont liegt etwa fünf Kilometer nordwestlich von Ploërmel im Nordosten des Départements. Nachbargemeinden sind Loyat im Nordosten, Ploërmel im Südosten, Guillac im Süden und Südwesten, Helléan im Westen und Saint-Malo-des-Trois-Fontaines im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Frühgeschichte der Gemeinde gibt es kaum Belege. Es gibt keine Überreste aus prähistorischer und gallo-römischer Zeit. Die Gemeinde war im Mittelalter Teil verschiedener Lehensherrschaften. Die herausragendste Familie waren die Herren von Lambilly. Historisch gehört die Gemeinde zum Pays de Saint-Malo (Bretonisch:Bro-Sant-Maloù). Nach der Französischen Revolution war sie Kampfgebiet zwischen Republikanischen Truppen und den Chouans. Politisch wurde Taupont 1790 eine Gemeinde. Von 1793 an gehörte Taupont zum Kanton Loyat und zum Distrikt Ploërmel. Ab 1801 war sie Teil des Arrondissements Ploërmel (1926 aufgelöst). Seit 1926 gehört sie zum Arrondissement Vannes und seit 1801 zum Kanton Ploërmel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl blieb lange Zeit etwa auf dem gleichen Stand (1793–1896). Zwischen 1896 und 1901 ging sie leicht zurück und blieb danach bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs gleich. Wegen der Grippe und den Kriegsverlusten sank sie innerhalb eines Jahrzehnts deutlich (1911–1921: −12 %). In der Zwischenkriegszeit von 1921 bis 1936 gab es kaum Veränderungen. Doch kam es dann zwischen 1936 und 1954 zu einer starken Abwanderung (1936–1954: −15 %). Nachher sank die Anzahl Bewohner bis 1968 nur noch leicht. Ab 1975 folgte eine bis heute andauernde Wachstumsphase (1975–2012: +51 %). Die Entwicklung:

Jahr 1793 1896 1901 1911 1921 1936 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 2.300 2.231 2.100 2.052 1.806 1.744 1.487 1.437 1.418 1.453 1.648 1.853 1.908 2.094 2.195

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einige Sehenswürdigkeiten[1]. Dazu zählen:

  • das Schloss von Lambilly
  • die frühere Dorfkirche Saint-Golven (aus dem 12.–14. Jahrhundert); Anbauten stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert
  • die Dorfkirche Saint-Golven (erbaut 1865 bis 1873)
  • die Kapelle Saint-Gildas und Saint-Mathurin in Quelneuc (16. Jahrhundert)
  • die Kapelle Sainte-Anne (erbaut 1638) in Lézillac
  • die Kapelle Saint-Nicodème (17. Jahrhundert) in Henlé
  • die Kapelle Saint-Etienne (erbaut 1653) in Crémenan
  • das Herrenhaus von La Rivière-Cornillé
  • das Herrenhaus von Bréhant
  • das Kreuz von Le Jaunet aus dem 15. Jahrhundert

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Infos zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Taupont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien