Département Morbihan

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Dieser Artikel behandelt das französische Département in der Bretagne; zur Krankheit Morbus Morbihan siehe Rosazea.
Morbihan
Wappen des Departements Morbihan
Finistère Côtes-d’Armor Ille-et-Vilaine Morbihan Loire-Atlantique Vendée Manche Mayenne Orne Calvados Maine-et-Loire Sarthe Indre-et-Loire Vienne Deux-Sèvres Indre Loir-et-Cher Eure Eure-et-Loir Seine-Maritime Oise Aisne Somme Pas-de-Calais Nord Ardennes Marne Meuse Meurthe-et-Moselle Haute-Marne Vosges Moselle Haut-Rhin Bas-Rhin Territoire de Belfort Cher Loiret Yonne Aube Côte-d’Or Nièvre Haute-Saône Essonne Yvelines Seine-et-Marne Val-d’Oise Hauts-de-Seine Val-de-Marne Seine-Saint-Denis Paris Doubs Jura Saône-et-Loire Allier Creuse Haute-Vienne Charente Charente-Maritime Corrèze Dordogne Gironde Puy-de-Dôme Loire Rhône Ain Haute-Savoie Cantal Lot Savoie Haute-Loire Isère Ardèche Landes Lot-et-Garonne Hautes-Alpes Drôme Alpes-Maritimes Var Alpes-de-Haute-Provence Vaucluse Bouches-du-Rhône Gard Hérault Lozère Aveyron Tarn Tarn-et-Garonne Gers Pyrènèes-Atlantiques Hautes-Pyrénées Aude Pyrénées-Orientales Haute-Garonne Ariège Haute-Corse Corse-du-Sud Vereinigtes Königreich Andorra Guernsey Jersey Niederlande Belgien Luxemburg Deutschland Liechtenstein Monaco Österreich Schweiz Italien SpanienLage des Departements Morbihan in Frankreich
Über dieses Bild
Region Bretagne
Präfektur Vannes
Unterpräfektur(en) Lorient
Pontivy
Einwohner 727.083 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 107 Einw. pro km²
Fläche 6.823 km²
Arrondissements 3
Kantone 42
Gemeinden 261
Präsident des
Generalrats
François Goulard[1]
ISO-3166-2-Code FR-56

Das Département Morbihan [mɔʀbiˈɑ̃] (Bretonisch: Mor-Bihan [morˈbiˑãn]) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 56. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist nach dem Golf von Morbihan benannt, Mor-Bihan ist der bretonische Name des Golfs ("kleines Meer").

Geographie[Bearbeiten]

Morbihan liegt im Süden der Bretagne und grenzt im Westen an das Département Finistère, im Norden an das Département Côtes-d’Armor, im Nordosten an das Département Ille-et-Vilaine und im Südosten an das Département Loire-Atlantique der Region Pays de la Loire.

Der Golf von Morbihan wird durch die Halbinseln von Locmariaquer und Rhuys vom Atlantik getrennt.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Hermelin und Blau mit Wellenschnitt geteilt.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Der Dolmen von Runsto bei Carnac
Der Dolmen von Runsto bei Carnac
Der Dolmen von Runsto bei Carnac

Das Morbihan war im Neolithikum Westeuropas einer der kulturellen Brennpunkte. Neben den anderen Regionen der Bretagne steht es für den Beginn der megalithischen Bauweisen in Europa. Hier entwickelten sich aus den Erdhügeln (Tumuli) die Steinhügel, was in Kombination mit den beim Aufrichten von gewaltigen Menhiren erworbenen Fähigkeiten bereits im 5. Jahrtausend v. Chr. zum Bau von Megalithanlagen führte.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Die größten Gemeinden im Département Morbihan:

Stadt Einwohner
(Stand)
Arrondissement
Lorient 57.408 (2011) Lorient
Vannes 52.784 (2011) Vannes
Lanester 22.164 (2011) Lorient
Ploemeur 17.747 (2011) Lorient
Hennebont 15.456 (2011) Lorient
Pontivy 14.011 (2011) Pontivy
Auray 12.536 (2011) Lorient
Saint-Avé 10.559 (2011) Vannes
Guidel 10.260 (2011) Lorient
Ploërmel 9.221 (2011) Vannes

Weitere bekannte Orte sind Carnac, Erdeven, Locmariaquer, Port-Louis, Quiberon und La Trinité-sur-Mer.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Arrondissement Einwohner
(2011)
Fläche
(km²)
Bev.Dichte
(Einw./km²)
Kantone Gemeinden
Lorient 308.183 1.489 207 15 60
Pontivy 124.299 2.399 51,8 10 78
Vannes 294.601 2.935 100,4 17 123

Verkehr[Bearbeiten]

Wie in der Bretagne üblich wird das Morbihan nicht von Autobahnen sondern durch autobahnähnlich ausgebaute und mautfreie Schnellstraßen erschlossen. Hauptverkehrsadern sind die Ost-West-Verbindung N24 RennesPloërmelLorient, die Küstenstrecke N165 NantesVannesLorientQuimper (– Brest) sowie die von der N24 abzweigende Nord-Süd-Querverbindung N166 PloërmelVannes.

Haupteisenbahnverbindung ist die Strecke von Quimper über Lorient und Vannes, die sich im bereits im Département Ille-et-Vilaine befindlichen Redon nach Rennes und Nantes aufteilt. Über die Bahnhöfe Lorient, Auray und Vannes ist das Morbihan an das französische TGV-Netz angeschlossen (Strecke QuimperRennesParis). Auf der Hauptstrecke verkehren ebenfalls intercités-Züge der Linie QuimperNantesBordeaux. Der regionale Schienenpersonenverkehr erfolgt durch die TER Bretagne, die den Verkehr auf der Hauptstrecke verdichtet, kleinere Haltepunkte bedient und einen Saisonverkehr von Auray auf die Halbinsel Quiberon anbietet.

Das Réseau des Transports Interurbains du Morbihan (TIM) sorgt für den überörtlichen Busverkehr, größere örtliche Busnetze existieren in den Agglomerationen von Lorient (CTRL) und Vannes (TPV).

Einziger Verkehrsflughafen im Département ist Lorient Bretagne Sud. Weitere für das Département bedeutsame Flughäfen sind Rennes und Nantes Atlantique.

Klima[Bearbeiten]

Messstationen: Île de Groix und Belle-Île[2]

maritime Klimadaten J F M A M J J A S O N D
mittlere Höchsttemperatur 9 9 11 13 16 19 21 21 19 16 12 10
mittlere Tiefsttemperatur 5 5 6 7 10 13 14 15 14 11 8 6
Anzahl sehr sonnige Tage 2 3 4 5 4 5 6 4 4 3 1 2
Anzahl Tage mit bedecktem Himmel 17 13 13 10 9 8 7 7 9 12 15 17
Anzahl Regentage 13 11 10 8 9 6 5 7 9 10 13 13
Regenmenge in mm 75 65 57 40 45 30 32 45 62 68 80 80
Wassertemperatur in Küstennähe 9 9 10 12 13 16 18 19 18 16 14 11

Tage pro Jahr mit

  • Regenfällen über 1 mm: 115
  • Frost: 10
    • Erster Frost: Ende Dezember
    • Letzter Frost: Ende Februar
  • Schnee: 1
  • Gewitter: 4
  • Hagel: 2

Stand 1991

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Das Département Morbihan unterhält seit 1969 eine Partnerschaft mit dem Rhein-Erft-Kreis.

Literatur[Bearbeiten]

  • Giot P. R.: Die Alignements von Carnac 1990
  • Giot P. R.: Vorgeschichte in der Bretagne 1991
  • Briard J.: Die Megalithen der Bretagne 1991

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Morbihan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.morbihan.fr/actions/CG/president.aspx abgerufen am 6. Juli 2012
  2. Klimadaten aus: Jean-Noël Darde, Plages et côtes de France, Éditions Balland, Paris 1991

47.790833333333-2.7683333333333Koordinaten: 47° 47′ N, 2° 46′ W