Thalmassing

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Wappen Deutschlandkarte
Thalmassing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Thalmassing hervorgehoben

Koordinaten: 48° 55′ N, 12° 9′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 360 m ü. NHN
Fläche: 37,11 km2
Einwohner: 3525 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93107
Vorwahl: 09453
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 205
Gemeindegliederung: 17 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchweg 1
93107 Thalmassing
Website: www.thalmassing.de
Erster Bürgermeister: Raffael Parzefall (Freie Wähler Thalmassing)
Lage der Gemeinde Thalmassing im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-SulzbachLandkreis ChamLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis EichstättLandkreis KelheimLandkreis LandshutLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis SchwandorfStraubingLandkreis Straubing-BogenRegensburgForstmühler ForstKreuther ForstBrunn (Oberpfalz)AlteglofsheimAltenthannAufhausenBach an der DonauBarbingBeratzhausenBernhardswaldBernhardswaldBrennbergBrunn (Oberpfalz)DeuerlingDonaustaufDuggendorfHagelstadtHemauHolzheim am ForstKallmünzKöferingLaaberLappersdorfMintrachingMötzingNeutraublingNittendorfObertraublingPentlingPettendorfPfakofenPfatterPielenhofenRiekofenRegenstaufSchierling (Oberpfalz)SinzingSünchingTegernheimThalmassingWenzenbachWiesent (Gemeinde)Wörth an der DonauWolfsegg (Oberpfalz)ZeitlarnKarte
Über dieses Bild

Thalmassing ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Nikolaus

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thalmassing liegt im südlichen Landkreis Regensburg. Der Ort wird vom Bach Pfatter durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 17 Gemeindeteile (in Klammern sind Siedlungstyp und Einwohnerzahl, Stand 31. Dezember 2011, angegeben):[2][3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind, beginnend von Norden im Uhrzeigersinn: Obertraubling, Köfering, Alteglofsheim, Hagelstadt und Schierling im Landkreis Regensburg und Langquaid und Bad Abbach im niederbayerischen Landkreis Kelheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thalmassing, Hauptstraße

Die Geschichte der Gemeinde reicht in ihren Anfängen zurück bis in die Zeit der Vor- und Frühgeschichte, wo nachweislich im Gebiet des jetzigen Baugebietes "Scherfeld" eine Siedlung bestanden hat. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts. Der Ort trägt zu dieser Zeit den Namen Talamazzinga (Siedlung des Talamazzo). Er ist besitzrechtlich zunächst mit der Freisinger Domkirche und später mit dem Kloster Prüll eng verbunden. Der Hahn im Wappen der Gemeinde weist heute noch darauf hin. Über fünfhundert Jahre gehörte der Ort zum alten Landgerichtsbezirk Haidau.

Im Jahr 1995 feierte Thalmassing sein 1200-jähriges Bestehen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 schlossen sich die Gemeinden Thalmassing, Luckenpaint, Sanding (bis 1875 Obersanding), Weillohe und Wolkering freiwillig zu einer Gemeinde zusammen. Nach einer kurzen Mitgliedschaft in der Verwaltungsgemeinschaft Alteglofsheim erlangte Thalmassing am 1. Januar 1980 die volle kommunale Selbständigkeit zurück.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2310 auf 3528 um 1218 Einwohner bzw. um 52,7 %.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1950 1960 1970 1980 1990 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 2158 1844 1887 2061 2403 2864 3176 3299 3287 3360

Stand: jeweils 31. Dezember, außer 1950: 13 September

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2020[4]
(in %)
 %
40
30
20
10
0
34,14
30,28
21,66
8,66
5,26
FWS
Aktive Bürger
aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat Thalmassing (15. März 2020)
     
Insgesamt 16 Sitze

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus und Pfarrkirche
St. Nikolaus

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 2871 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Thalmassing, 2064 vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 71,89 Prozent lag.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014–2020: Helmut Haase (FWS)
  • 2020–0000: Raffael Parzefall (FW)[6]

Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wurde Raffael Parzefall (FW) in der Stichwahl gegen Helmut Haase (FWS) zum Ersten Bürgermeister gewählt.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Thalmassing
Blasonierung: „In Rot ein durchgehender silberner Sparren, darunter ein silberner Hahn.“[8]

Das Wappen wird seit 1976 geführt.

Wappenbegründung: Der silberne Hahn, welcher als Attribut des heiligen Veit gilt, erinnert an das Kloster Prüll.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Haus
  • Schloss Haus (Neueglofsheim) (auch Schloss Neueglofsheim): Die von den Eglofsheimern erbaute ehemalige Höhenburg mit angrenzendem Schloss Neueglofsheim wurde 1314 erstmals erwähnt. Spätere Besitzer waren Albrecht Nothaft (1366), Wilhelm von Frauenberg (1388), ab 1400 die Nußberger, Bayernherzog Wilhelm (1431), Sigmund Walterhofer (1478), danach die Herren von Wallbrunn und ab 1630 bis zu seiner Auflösung war es im Besitz des Klosters Prüll. Danach war es Eigentum des Staates, der es wiederum an die Fürsten von Thurn und Taxis verkaufte. Der Wohnbau besteht aus zwei zweigeschossigen Flügeln mit Nebengebäuden. Das Schloss von 1680 wurde 1928 im Südflügel aufgestockt. Von der mittelalterlichen Bausubstanz ist nur der noch 22,5 Meter hohe Bergfried und der Graben erhalten. Im Westflügel gibt es eine Schlosskapelle. Die Schloss-Anlage wurde 2008 durch Thurn und Taxis verkauft und 2008/2009 vollständig renoviert und modernisiert.
  • Kirche St. Nikolaus in Thalmassing (von 1901): An der Stelle fand man Reste einer römischen Portikusvilla, auf der später mehrere Kirchenbauten folgten.
  • Burgstall Luckenpaint

Weitere Kirchen der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolkering: Mariä Himmelfahrt
  • Weillohe: Kirche St. Vitus
  • St. Bäuml: Wallfahrtskirche
  • Obersanding: Kirche St. Petrus
  • Untersanding: Kirche St. Pankratius
  • Luckenpaint: St. Laurenzius (ehem. Schlosskapelle)

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sankt-Wolfgangs-Eiche: Das genaue Alter des als tausendjährige Eiche bezeichneten Naturdenkmales ist nicht sicher bekannt, wird aber auf ca. 1200 Jahre geschätzt. Der Legende nach soll schon der heilige Wolfgang von Regensburg hier gepredigt haben. Der markante, knorrige, fast vollständig hohle Baum mit einem Umfang von über 8 Meter steht bei Neueglofsheim. Es ist eines der bekanntesten Naturdenkmäler im Landkreis Regensburg.
  • Feuchtbiotop Thalmassing: Der auf dem alten Freibad erbaute Wasser-Erlebnispark ist Preisträger der muna 2003 in der Kategorie: Idee/Innovation.
  • Die Waldwanderwege der Gemeinden Thalmassing, Alteglofsheim und Hagelstadt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thalmassing ist Standort von Dienstleistungs-, Handwerks- und Handelsbetrieben.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volksschule

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonifaz Wimmer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Fendl: Thalmassing – eine Gemeinde des alten Landgerichts Haidau. Studio Druck Regensburg, Thalmassing 1981.
  • Gemeinde Thalmassing (Hrsg.): 1200 Jahre Thalmassing – Festschrift. Buchdruckerei Leik Kelheim, Kelheim 1995.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Thalmassing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Thalmassing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. November 2017.
  3. Gemeinde Thalmassing, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 21. Dezember 2021.
  4. https://wahlen.landkreis-regensburg.de/kommunal2020/20200315/09375205/html5/Gemeinderatswahl_Bayern_66_Gemeinde_Gemeinde_Thalmassing.html
  5. https://wahlen.landkreis-regensburg.de/kommunal2020/20200315/09375205/html5/Gemeinderatswahl_Bayern_66_Gemeinde_Gemeinde_Thalmassing.html
  6. Bürgermeister. Gemeinde Thalmassing, abgerufen am 8. November 2020.
  7. https://wahlen.landkreis-regensburg.de/kommunal2020/20200315/09375205/html5/BuergermeisterStichwahl_Bayern_75_Gemeinde_Gemeinde_Thalmassing.html
  8. Eintrag zum Wappen von Thalmassing in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 6. August 2020.