U-19-Fußball-Europameisterschaft 2013

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Dieser Artikel behandelt die U-19-Fußball-Europameisterschaft 2013 der Männer. Für den Wettbewerb der Frauen siehe U-19-Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2013.
U-19-Fußball-Europameisterschaft 2013
UEFA Under 19 Championship 2013
UEFA U-19 European Championship.svg
Anzahl Nationen 8
Europameister SerbienSerbien Serbien (1. Titel)
Austragungsort LitauenLitauen Litauen
Eröffnungsspiel 20. Juli 2013
Endspiel 1. August 2013
Spiele 15
Tore 47 (⌀: 3,13 pro Spiel)
Torschützenkönig NiederländerNiederländer Anass Achahbar
PortugiesePortugiese Alexandre Guedes
LitauerLitauer Gratas Sirgėdas (je 3)
Gelbe Karte Gelbe Karten 69 (⌀: 4,6 pro Spiel)
Gelb-Rote Karte Gelb-Rote Karten (⌀: 0,07 pro Spiel)
Rote Karte Rote Karten (⌀: 0,07 pro Spiel)

Die Endrunde der 29. U-19-Europameisterschaft fand vom 20. Juli bis 1. August 2013 in Litauen statt.[1]

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qualifikation zu dem Turnier fand in zwei Stufen statt. Auf die erste Qualifikationsrunde folgte eine zweite, Eliterunde genannte, Runde. Litauen war als Gastgeber direkt qualifiziert.

Erste Qualifikationsrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Qualifikationsrunde wurde zwischen dem 26. September 2012 und dem 26. November 2012 ausgetragen.[1] Zwölf Gruppen mit je vier Mannschaften spielten im Turniermodus untereinander die Platzierungen aus, d.h. jede Mannschaft spielte nur einmal gegen die drei anderen. Jede Gruppe spielte ihre sechs Gruppenspiele innerhalb weniger Tage aus, wobei eines der beteiligten Länder als Gastgeber fungierte. Die Gruppensieger und -zweiten sowie der beste Gruppendritte qualifizierten sich für die Eliterunde.

Die deutsche Mannschaft spielte in Gruppe 5. Die Spiele wurden in Luxemburg gegen das dortige Nationalteam sowie gegen Mazedonien und Irland ausgetragen. Nach deutlichen Siegen gegen Mazedonien (5:0) und Luxemburg (5:0) wurde gegen Irland der Vorsprung von zwei Toren verspielt und das Spiel endete 2:2. Dies genügte dennoch für den Gruppensieg.

Die österreichische Mannschaft spielte in Gruppe 12 in Ungarn, die souverän mit drei Siegen gegen Andorra (9:0), Bulgarien (2:1) und die Gastgeber (2:1) gewonnen wurde.

Die Schweizer Mannschaft spielte in Gruppe 9, die ihre Spiele in Schottland austrug. Nach einem 0:0-Unentschieden gegen Rumänien konnten nur jeweils ein 4:0-Sieg gegen Armenien und eine 3:4-Niederlage gegen die Gastgeber erzielt werden. Damit wurde der zweite Platz hinter Gruppensieger Schottland erreicht, was für den Einzug in die Eliterunde genügte.

Eliterunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eliterunde wurde Ende Mai und Anfang Juni 2013 nach ähnlichen Modus in Vierergruppen ausgetragen, wobei wiederum eine Mannschaft Gastgeber war. Die sieben Gruppensieger qualifizierten sich für die Teilnahme an der Endrunde.

Die deutsche Mannschaft spielte in Norwegen in Gruppe 5. Nach einem 3:1-Sieg gegen Zypern kamen zwei Niederlagen gegen Norwegen (1:3) und die Niederlande (0:1), was nur für den dritten Platz reichte. Die Niederlande qualifizierten sich für die Endrunde.

Österreich spielte als Gastgeber in Gruppe 1. Nach zwei überzeugenden Siegen gegen Bosnien-Herzegowina (6:0) und Schweden (3:0) kam es zu einem Endspiel gegen Frankreich, das auch zwei Spiele gewonnen hatte. Aufgrund der besseren Tordifferenz hätte bereits ein Unentschieden für den Aufstieg der Österreicher gereicht. Die Franzosen gewannen das Spiel jedoch mit 1:0 und qualifizierten sich somit für die Endrunde.

Die Schweiz endete punktgleich mit Gastgeber Serbien und Slowakei in Gruppe 2, als jede von diesen Mannschaften 4 Punkte erzielte. Die Schweizer spielten Unentschieden gegen Irland (2:2), dann folgte einen Sieg gegen Serbien (1:0) und eine Niederlage gegen die Slowakei (0:2). Wegen der schlechteren Tordifferenz kam die Schweiz auf den zweiten Platz hinter Gruppensieger Serbien.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gastgeber Litauen war als einzige Mannschaft automatisch für die Endrunde gesetzt. Somit gab es sieben weitere Plätze, die an die sieben Gruppensieger der Eliterunde vergeben wurden. Folgende Mannschaften hatten sich qualifiziert (Qualifikationsweg in Klammern):

Austragungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Endrundenspiele wurden in drei Städten ausgetragen, in Alytus (Alytus Stadion), Kaunas (S.Dariaus-und-S.Girėno-Stadion), sowie in Marijampolė (Sūduva-Stadion)

Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorrunde wurde in zwei Gruppen mit jeweils vier Teams ausgetragen. Die zwei Gruppensieger und Zweitplatzierten qualifizierten sich für das Halbfinale. Bei Punktgleichheit entschied zuerst der direkte Vergleich und danach die Tordifferenz über die Rangfolge.

Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. SpanienSpanien Spanien  3  3  0  0 006:200  +4 09
 2. PortugalPortugal Portugal  3  2  0  1 008:400  +4 06
 3. NiederlandeNiederlande Niederlande  3  1  0  2 006:900  −3 03
 4. LitauenLitauen Litauen  3  0  0  3 004:900  −5 00
Sa., 20. Juli 2013, 18:30 Uhr in Kaunas (17:30 Uhr MESZ)
Litauen Niederlande 2:3 (1:2)
Sa., 20. Juli 2013, 21:15 Uhr in Marijampolė (20:15 Uhr MESZ)
Spanien Portugal 1:0 (1:0)
Di., 23. Juli 2013, 16:30 Uhr in Alytus (15:30 Uhr MESZ)
Niederlande Portugal 1:4 (0:1)
Di., 23. Juli 2013, 18:30 Uhr in Kaunas (17:30 Uhr MESZ)
Litauen Spanien 0:2 (0:1)
Fr., 26. Juli 2013, 21:00 Uhr in Alytus (20:00 Uhr MESZ)
Niederlande Spanien 2:3 (1:0)
Fr., 26. Juli 2013, 21:00 Uhr in Kaunas (20:00 Uhr MESZ)
Portugal Litauen 4:2 (2:0)

Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. SerbienSerbien Serbien  3  2  1  0 004:200  +2 07
 2. FrankreichFrankreich Frankreich  3  1  2  0 003:200  +1 05
 3. TurkeiTürkei Türkei  3  1  0  2 006:600  ±0 03
 4. GeorgienGeorgien Georgien  3  0  1  2 002:500  −3 01
Sa., 20. Juli 2013, 17:00 Uhr in Marijampolė (16:00 Uhr MESZ)
Serbien Türkei 2:1 (1:0)
Sa., 20. Juli 2013, 19:00 Uhr in Alytus (18:00 Uhr MESZ)
Georgien Frankreich 0:0
Di., 23. Juli 2013, 18:30 Uhr in Marijampolė (17:30 Uhr MESZ)
Serbien Georgien 1:0 (0:0)
Di., 23. Juli 2013, 20:45 Uhr in Alytus (19:45 Uhr MESZ)
Türkei Frankreich 1:2 (0:1)
Fr., 26. Juli 2013, 16:30 Uhr in Kaunas (15:30 Uhr MESZ)
Frankreich Serbien 1:1 (1:0)
Fr., 26. Juli 2013, 16:30 Uhr in Marijampolė (15:30 Uhr MESZ)
Türkei Georgien 4:2 (2:1)

Finalrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mo., 29. Juli 2013, 16:30 Uhr in Alytus (15:30 Uhr MESZ)
SerbienSerbien Serbien PortugalPortugal Portugal 2:2 n.V. (2:2, 1:0), 3:2 i.E.
Mo., 29. Juli 2013, 21:00 Uhr in Kaunas (20:00 Uhr MESZ)
SpanienSpanien Spanien FrankreichFrankreich Frankreich 1:2 n.V. (1:1, 1:1)

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Do., 1. August 2013, 21:45 Uhr in Marijampolė (20:45 Uhr MESZ)
FrankreichFrankreich Frankreich SerbienSerbien Serbien 0:1 (0:0)

Beste Torschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Spieler Tore
1 NiederländerNiederländer Anass Achahbar 3
PortugiesePortugiese Alexandre Guedes 3
LitauerLitauer Gratas Sirgėdas 3
4 FranzoseFranzose Yassine Benzia 2
TürkeTürke Okan Deniz 2
SpanierSpanier Iker Hernández 2
FranzoseFranzose Adrien Hunou 2
SerbeSerbe Andrija Luković 2
TürkeTürke Recep Niyaz 2
SpanierSpanier Sandro Ramírez 2
NiederländerNiederländer Rai Vloet 2

Hinzu kamen weitere 21 Spieler mit je einem Treffer und ein Eigentor des Litauers Petrauskas im Gruppenspiel gegen Portugal.

Torschützenkönig des Gesamtwettbewerbs (einschließlich Qualif.) wurde der Niederländer Achahbar mit insgesamt 9 Toren.

Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiedsrichter Jahrgang Assistenten Jahrgang Vierte Offizielle Jahrgang
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Emir Alečković 1979 IrlandIrland Dermot Broughton 1985 LitauenLitauen Gediminas Mažeika 1978
IsraelIsrael Orel Grinfeld 1981 AserbaidschanAserbaidschan Mubariz Hashimov 1981 LitauenLitauen Sergejus Slyva 1980
WeissrusslandWeißrussland Alexei Kulbakow 1979 GriechenlandGriechenland Michael Karsiotis 1979
EnglandEngland Michael Oliver 1985 Zypern RepublikZypern Stelios Nikita 1975
SchwedenSchweden Martin Strömbergsson 1977 DanemarkDänemark Derya Oğuz 1975
DeutschlandDeutschland Felix Zwayer 1981 NorwegenNorwegen Leif Erik Opland 1980
MontenegroMontenegro Nikola Razić 1979
MaltaMalta Mitchell Scerri 1982

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Endrunde 2013: Litauen. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 23. Juli 2013.