United World Chart

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Die United World Charts sind eine wöchentliche weltweite Hitparade, die von der Firma Media Traffic ermittelt wird. Es handelt sich dabei um inoffizielle Hitlisten, die aus einer Auswertung und Gewichtung ausgewählter nationaler Hitparaden besteht. Sie werden nicht in Zusammenarbeit mit der Musikindustrie erstellt und nur im Internet publiziert, haben sich aber mittlerweile als erste Welthitparade etabliert und werden häufig im Zusammenhang mit international vertretenen Künstlern zitiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Media Traffic wurde 1998 von Fred Chuchel aus Deutschland gegründet. Im Februar desselben Jahres begann die Testphase und im Januar 1999 wurde die erste wöchentliche Top-40-Liste veröffentlicht. 2007 begann Media Traffic mit dem Aufbau eines Chartarchivs, das außer den schon vorhandenen Top-40-Listen seit 1999 auch die wöchentlichen Top 10 vor 1999 beinhaltet. Geplant ist ein Chartarchiv über den gesamten Zeitraum von 1955 bis zur Gegenwart. 2002 startete Media Traffic die Testphase für eine globale Album-Hitliste. Die ersten Top 40 wurde im Januar 2004 veröffentlicht.

Media Traffic verzeichnete 2013 fast 900.000 Seitenaufrufe im Monat.[1] Die Listen finden auch Verwendung bei Radio- und Fernsehstationen, so zum Beispiel für die Sendung Sekai Banzuke auf Nippon Television Network.[2] Die United World Chart kann auf mehr als 1000 externe Links verweisen und wird auch auf anderen Internetseiten publiziert, so zum Beispiel Allcharts.org[3] oder auch ChartsInFrance.[4]

Erhebungsverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Erhebung der United World Chart werden die offiziellen Charts zahlreicher Länder herangezogen, darunter die USA (Billboard), Japan (Oricon), Großbritannien (Music Week), Deutschland (Media Control), Frankreich (Syndicat National de l’Édition Phonographique), Kanada (Billboard), Australien (ARIA), Italien (Federazione Industria Musicale Italiana), Spanien (Productores de Música de España), Niederlande (MegaCharts), Belgien (Ultratop), Mexiko (Asociación Mexicana de Productores de Fonogramas y Videogramas), Brasilien (Associação Brasileira dos Produtores de Discos), Argentinien (Argentine Chamber of Phonograms and Videograms Producers), Süd Korea (Gaon charts|Gaon & Hanteo), Neuseeland (Official New Zealand Music Chart), Österreich (Media Control), Schweiz (Media Control), Dänemark (Tracklisten), Norwegen (VG-lista), Schweden (Sverigetopplistan), Finnland (Suomen Virallinen Lista), Irland (Irish Recorded Music Association), Portugal (Associação Fonográfica Portuguesa), Polen (Polish Music Charts / ZPAV), Ungarn (Association of Hungarian Record Companies / MAHASZ), Griechenland (IFPI Greece). Dazu kommen weitere inoffizielle Quellen.

Albums: Die Albumcharts basieren ausschließlich auf Verkäufen und umfassen die Verkaufszahlen bzw. die offiziellen nationalen Albumcharts aller Länder, von denen solche Angaben öffentlich verfügbar sind. Die Charts von Ländern ohne exakte Verkaufszahlen werden gewichtet nach ihrer jeweiligen Marktgröße anhand der neuesten IFPI-Statistik (Ausnahme: Alben mit extrem hohen Wochenverkäufen werden extra gewichtet). Alben, die in den meisten oder gar allen Ländern platziert sind, bekommen noch zusätzliche Verkaufspunkte, um die Länder auszugleichen, in denen es bis heute noch keine offiziellen Verkaufscharts gibt (Russland, China, Indien, Türkei etc.).

Tracks: Ähnlich wie bei den US-Singlecharts von Billboard basieren die Track-Charts auf der Kombination von Tonträger- und Download-Verkäufen mit Radio-Airplay. Das prozentuale Verhältnis liegt bei 75 % (Verkäufe) und 25 % (Airplay) (Stand: September 2013). Auch hier werden alle öffentlich verfügbaren Verkaufs- und Airplaycharts verwendet. Die Listen sind wieder gewichtet nach der Marktgröße der Länder laut der neuesten IFPI-Statistik. Außerdem werden noch die Playlisten vieler Radiostationen ausgewertet aus Ländern ohne offizielle Airplay-Charts.

Die erfolgreichsten Alben aller Zeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Jackson: Thriller (inklusive 25th Anniversary Reissue), Epic 1983
  2. Pink Floyd: Dark Side Of The Moon, Harvest 1973
  3. Soundtrack: Grease, RSO 1978
  4. Soundtrack: The Bodyguard, Arista 1992
  5. Eagles: Their Greatest Hits 1971-1975, Asylum 1976
  6. Soundtrack: Saturday Night Fever, RSO 1978
  7. Led Zeppelin: Led Zeppelin IV, Atlantic 1971
  8. Shania Twain: Come On Over, Mercury 1997
  9. AC/DC: Back in Black, Atlantic 1980
  10. Michael Jackson: Bad, Epic 1987

Die erfolgreichsten Songs aller Zeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elton John: Candle in the Wind, A&M 1997
  2. Whitney Houston: I Will Always Love You, Arista 1992
  3. Bryan Adams: (Everything I Do) I Do It for You, A&M 1991
  4. USA for Africa: We Are the World, CBS / Columbia 1985
  5. The Beatles: I Want to Hold Your Hand, Parlophone / Capitol 1963
  6. Los Del Rio: Macarena, RCA 1996
  7. The Beatles: Hey Jude, Parlophone / Apple 1968
  8. Black Eyed Peas: I Gotta Feeling, Interscope 2009
  9. Coolio feat. L.V.: Gangsta’s Paradise, MCA 1995
  10. John Travolta & Olivia Newton-John: You’re the One That I Want, RSO 1978

Die erfolgreichsten Jahres-Hits[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlage ist die Alltime Track Chart. Aufgrund des unterschiedlichen Wertungs-Zeitraums variieren die Angaben teilweise zu den Jahresend-Listen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. URLmetrics, 08/20/2013.
  2. Nippon Television Network, Sekai Banzuke
  3. AllCharts.org, world chart
  4. ChartsInFrance, Monde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]