The Dark Side of the Moon

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The Dark Side of the Moon
Studioalbum von Pink Floyd

Veröffent-
lichung(en)

9. März 1973

Label(s) Originalalben:

Neuauflagen:

Format(e)

LP, CD, SACD

Genre(s)

Progressive Rock, Artrock

Titel (Anzahl)

10

Länge

42:54

Besetzung
  • Nick Mason – Schlagzeug, Percussion, Tonband-Effekte

Produktion

Pink Floyd

Studio(s)

Abbey Road Studios, London, Juni 1972 bis Januar 1973

Chronologie von Pink Floyd
Obscured by Clouds
(1972)
The Dark Side of the Moon Wish You Were Here
(1975)

The Dark Side of the Moon (auch Dark Side of the Moon) ist das sechste Studioalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Das Konzeptalbum zählt mit über 50 Millionen verkauften Einheiten zu einem der weltweit meistverkauften Musikalben und avancierte nach seinem Erscheinen am 9. März 1973 zum Dauerbrenner in den internationalen Albumcharts.[1][2]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee kam dem Bassisten Roger Waters bereits im Herbst 1971. Seine Erfahrungen mit dem Niedergang des einstigen Pink-Floyd-Mitglieds Syd Barrett schuf den thematischen Rahmen: Was kann sensible Menschen in den Wahnsinn treiben? Waters wollte anonyme Machtstrukturen wie das Geld, die Zeit, den Kriegswahnsinn aufzeigen. Auch ernüchternde Erfahrungen mit dem Musikbusiness und der Verlust einer Utopie, an die etwa noch die Hippiegeneration glaubte, färbten auf die Texte ab. Es handelt sich laut Harms[3] um ein Tongemälde, das die Pressionen des Alltagslebens und Reaktionen darauf wie Entfremdung, Verdrängung und Schizophrenie darstelle.

Da die Band Medicine Head fast gleichzeitig ebenfalls ein Album mit dem Titel Dark Side of the Moon herausgebracht hatte, gab es zwischenzeitliche Überlegungen, dem Pink-Floyd-Album den Titel „Eclipse“ zu geben. Erst als die Medicine-Head-Veröffentlichung kommerziell nicht erfolgreich wurde, wurde der ursprüngliche Albumtitel beibehalten.

Der Dome in Brighton, in dem The Dark Side of the Moon erstmals 1972 aufgeführt wurde

Teile des Materials zu The Dark Side of the Moon wurden erstmals am 20. Januar 1972 im „The Dome“ in Brighton vorgestellt, wegen technischer Probleme musste die Band jedoch nach Money ihren Auftritt beenden. Ein Mitschnitt des vollständigen Konzertes vom 17. Februar 1972 kam unter dem Titel Live – The Best Of Tour 72 als Raubpressung in den Handel. Perfektioniert zum geschlossenen Album-Zyklus sollte es bis zum Juli 1975 in kompletter LP-Länge auf jedem Pink-Floyd-Konzert gespielt werden.

Das Album wurde in den Londoner Abbey Road Studios von Juni 1972 bis Januar 1973 aufgenommen. Neben den Gruppenmitgliedern wirkten als Musiker mit: Dick Parry (Saxophon auf Money und Us and Them), Clare Torry (Gesang auf The Great Gig in the Sky), Doris Troy, Lesley Duncan, Liza Strike, Barry St. John (Backing Vocals). Außerdem sind kurze Fragmente aus Interviews enthalten, die Roger Waters mit zufällig im Studio anwesenden Personen geführt hat, insbesondere Studiomitarbeitern und Mitgliedern der Gruppe Wings. Auch Paul McCartney wurde interviewt, seine Beiträge wurden allerdings nicht verwendet. Das Werk schließt mit einem Satz des damaligen Pförtners der Abbey Road Studios, der zum Thema befragt sagte:

“There is no dark side in the moon, really; [as a] matter of fact it’s all dark.”

„Es gibt beim Mond keine dunkle Seite; tatsächlich ist er ganz dunkel.“

Gerry Driscoll

Sein darauffolgender Satz “The only thing that makes it look (a)light is the sun.” („Das Einzige, was ihn leuchten lässt, ist die Sonne.") wurde auf dem Album nicht verwendet.[4]

Auf den meisten CD-Pressungen lässt sich während der ausklingenden Herzschläge am Ende von Eclipse eine kaum hörbare Orchesterfassung des Beatles-Songs Ticket to Ride ausmachen. Genaue Ursache und Zweck dieses Zitats sind bislang unbekannt. Obwohl dieser Effekt auch auf hochwertigen Vinylpressungen aus der Zeit vor der CD-Ära (z. B. EMI Pro-Use-Series EMLF-97002, erstmals 1978 in Japan veröffentlicht) nachgewiesen werden kann, hält sich nach wie vor die Meinung, es handle sich um einen Fehler, der erst beim Mastering für die Compact Disc entstanden sei (reguläre Vinylpressungen vermögen die Episode aufgrund ihres Grundrauschens kaum wiederzugeben). Sowohl Pink Floyd als auch die Beatles gehörten zur Stammkundschaft der Abbey Road Studios.

Pink Floyd spielen 1973 während eines Auftritts Stücke aus The Dark Side of the Moon

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album markiert in musikalischer Hinsicht die Entwicklung der Band zu einer immer professionelleren Produktionsweise. Die Musik ist gemessen an früheren Pink-Floyd-Alben recht kommerziell. Für damalige Verhältnisse modische Popelemente wurden in den Sound einbezogen, insbesondere Synthesizer, die hier erstmals großflächig zum Einsatz kamen. Daneben ist David Gilmours melodisches, Blues-beeinflusstes Gitarrenspiel charakteristisch für das Album.

Zugleich prägen aber immer noch einige surreale und bizarre Momente das Album. Besonders auffallend sind die gesprochenen Passagen, die sogleich das Intro Speak to Me bestimmen. Diese Klangcollage beginnt mit dem Pochen eines Herzschlags, über dem sich mehrere Personen zu den zentralen Themen des Konzeptalbums auslassen: Tod, Wahnsinn und Gewalt. Nach einer Idee des Toningenieurs Alan Parsons erhielten die beiden Single-Auskopplungen Time und Money mit geloopten Sequenzen von mehreren synchron schellenden Weckern beziehungsweise dem Klingeln einer Registrierkasse jeweils ein ungewöhnliches Intro. Money ist bis auf den Gitarrensolo-Mittelteil, der im 4/4-Takt gespielt wird, im Rockmusik-untypischen 7/4-Takt gehalten. Das Stück On the Run beschreibt die Angst vor dem Reisen. Unter Umständen spielte bei der Entstehung dieses Stücks, das sich von Auftritt zu Auftritt weiter entwickelte, die Flugangst von Roger Waters eine Rolle. Die Geräusche eines explodierenden Flugzeuges, mit denen der Song ausklingt, bringen das Thema auf den Punkt. Es basiert auf einer Synthesizer-Schleife, die um klangcollagenhafte Elemente ergänzt wurde, und stellt damit eine Frühform des Techno dar. Auffällig bei der Harmonik des Albums ist die sehr häufig und in zirkelförmiger Form verwendete Akkordfolge II-V (zum Beispiel Em7 – A7).

Schema-Darstellung eines lichtbrechenden Prismas.
Einer der ersten Entwürfe des Covers
Label der LP

Artwork[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Plattencover wurde von George Hardie vom Hipgnosis-Designstudio entwickelt. Die Covergestaltung stammt von Storm Thorgerson. Sie zeigt vor schwarzem Hintergrund die Brechung eines weißen Lichtstrahls an einem Prisma, der sich dadurch in die Spektralfarben auffächert. Dieses Motiv ist ein Zitat von einem Klassiker des Schallplattencovers, den Alex Steinweiss 1942 für Beethovens 5. Klavierkonzert gestaltet hatte – wobei das Klavier von Steinweiss’ Original durch ein Prisma ersetzt wurde.[5] Die aufgefächerten Spektralfarben setzen sich im aufgeklappten Teil des Covers fort und beschreiben dort graphisch einen Herzschlag, wie er am Anfang und am Ende der Platte zu hören ist. Für die Neuauflagen zum 20. und zum 30. Jubiläum der Albenveröffentlichung wurde in den Jahren 1993 und 2003 das Cover optisch erneuert, das Motiv jedoch beibehalten.

Albumversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist eines der wenigen Alben, die auch in einer Quadrofonie-LP-Version, in etwa vergleichbar mit 4.0-Raumklang, existieren. Es erschien als so genannte „Quadrophonic 8-Track-Cassette“, die wie die Quadrophonie-LP in den frühen 1970ern nur wenig, vor allem aber in den Vereinigten Staaten, verbreitet war. Die 4-Spur- und 8-Spur-Cassetten sind jedoch nicht zu verwechseln mit der Compact Cassette, die ein völlig anderes Format hat.

Das Album ist 1983 zum ersten Mal auf CD erschienen und ist danach häufig remastert worden. 1993 erschien eine Spezialedition anlässlich des 20. Jubiläums von The Dark Side of the Moon. Der hierfür angefertigte Remaster wurde auch für spätere Versionen genutzt. 2003 erschien eine Spezialedition anlässlich des 30. Jubiläums von The Dark Side of the Moon. Es gibt neben einem neuen Remaster auch eine von James Guthrie abgemischte Version in 5.1-Kanal-Raumklang auf SACD.

2011 erschien das Album im Zuge der Kampagne Why Pink Floyd...? als „Immersion Box“, die unter anderem den originalen Quadrophonie-Mix von Alan Parsons aus dem Jahr 1973, die 5.1-Mischung von James Guthrie von 2003, sowie unveröffentlichtes Live- und Studiomaterial enthält. Der aktuelle Remaster wurde im Zuge dieser Kampagne von James Guthrie und Joel Plante angefertigt.

Variationen des Namens

Im Laufe der Zeit hatte The Dark Side of the Moon verschiedene Namen. Zuerst hieß es Eclipse: A Piece for Assorted Lunatics, dann The Dark Side of the Moon: A Piece for Assorted Lunatics und bei der Erstveröffentlichung auf LP und auf CD wurde es nur Dark Side of the Moon genannt. So heißt es auch auf anderen Veröffentlichungen.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# (LP)*1 # (CD)*2 Titel Dauer Musik Text
A.1 / 1 1 Speak to Me 3:57 Nick Mason
A.2 / 2 Breathe Roger Waters, David Gilmour, Richard Wright Roger Waters
A.3 / 3 2 On the Run 3:31 David Gilmour, Roger Waters, Richard Wright (Synthsequenz auf EMS VCS 3)
A.4 / 4 3 Time 7:05 Nick Mason, Roger Waters, Richard Wright, David Gilmour Roger Waters
Breathe Reprise Roger Waters, David Gilmour, Richard Wright Roger Waters
A.5 / 5 4 The Great Gig in the Sky 4:47 Richard Wright*3
B.1 / 6 5 Money 6:23 Roger Waters Roger Waters
B.2 / 7 6 Us and Them 7:48 Richard Wright[6] Roger Waters
B.3 / 8 7 Any Colour You Like 3:25 David Gilmour, Nick Mason, Richard Wright
B.4 / 9 8 Brain Damage 3:50 Roger Waters Roger Waters
B.5 / 10 9 Eclipse 2:06 Roger Waters Roger Waters

*1 zeigt die Titelfolge, wie sie auf der LP / CD aufgedruckt ist.
*2 zeigt die tatsächlichen CD-Tracks.
*3 2004 erhob die Sängerin Clare Torry, die im Studio den Gesangsteil zu The Great Gig in the Sky improvisiert und dafür eine übliche Studiomusiker-Gage erhalten hatte, gerichtlich den Anspruch auf Tantiemen. Auf der 2006 erschienenen P.U.L.S.E-DVD wird die Urheberschaft erstmals wie folgt akkreditiert: Wright/Vocal composition by Clare Torry.

Es existieren auch Ausgaben der CD (z. B.: Mobile Fidelity Gold-CD), die zehn Tracks aufweisen, da Speak to Me und Breathe auf zwei Tracks (1 und 2) aufgeteilt wurden.

Veröffentlichungen mit Bezug auf The Dark Side of the Moon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Pink-Floyd-Livealbum Pulse (1995) ist eine vollständige Darbietung des Albums enthalten. Der Mitschnitt stammt aus der letzten Tournee der Band in der Formation ohne Roger Waters. 2006 erschien die gleichnamige DVD, die dem Zuschauer eine aufwändige visuelle Inszenierung des Albums mit runder Großleinwand und eigens dafür angefertigten Clips zugänglich macht.

Der Regisseur Matthew Longfellow drehte 1997 eine Making-of-Dokumentation ab, die 2003 unter dem Titel Classic Albums – The Making of Dark Side of the Moon auf DVD erschienen ist. Musiker und Mitwirkende kommen in einer 93-minütigen Sendung zu Wort.

Das Album diente in den letzten Jahren gehäuft als Vorlage für mehr und weniger ungewöhnliche Neuinterpretationen. Die Formation Easy Star All-Stars veröffentlichte 2003 eine Dub/Reggae-Version namens Dub Side of the Moon, die das Albumkonzept ironisch auf die eigene Subkultur ummünzt: Das Kassenklingeln zu Beginn des Stücks Money wurde durch eine rhythmische Collage um Raucherhusten, Feuerzeuggeräusche und das Blubbern einer Wasserpfeife ersetzt. Das A-cappella-Projekt Vocomotion spielte 2005 eine Neuinterpretation unter dem Titel Dark Side of the Moon a cappella ein. Darin werden sämtliche Instrumente durch Gesang oder Beatboxing imitiert. Die Progressive-Metal-Band Dream Theater spielte das komplette Album während ihrer Welttournee 2005 als Zugabe live und veröffentlichte einen Livemitschnitt auf DVD und CD über ihr eigenes Musiklabel YtseJam Records.

Im Oktober 2008 veröffentlichte Extrawelt, das Minimalprojekt von Arne Schaffhausen & Wayan Raabe, auf dem Album Schöne Neue Extrawelt den Track Dark Side Of My Room. Ende 2009 veröffentlichte die Band The Flaming Lips eine radikale Neuinterpretation des gesamten Albums.

Die Industrial-Metal-Band Ministry benannte eines ihrer Alben Dark Side of the Spoon, anspielend auf die verrußte Unterseite eines Löffels (engl. ‚spoon‘), der zum Aufkochen von anschließend intravenös injiziertem Heroin genutzt wird, und die Drogenvergangenheit ihres Sängers Al Jourgensen.

Auf dem Cover des Albums The Sunny Side of the Moon: The Best of Richard Cheese von Richard Cheese wird der Lichtstrahl nicht wie bei The Dark Side of the Moon von einem Prisma, sondern von einem Martiniglas gebrochen.

Klaus Schulze nahm zusammen mit Pete Namlook zwischen 1994 und 2008 eine Serie von 11 CDs unter dem Titel The Dark Side Of The Moog auf; auch die Titel der einzelnen Stücke tragen verballhornte Titel von Pink Floyd-Alben oder -Stücken. Bereits 1976 gab es auf dem Album Strange New Flesh der Band Colosseum II ein Instrumentalstück mit dem Titel Dark Side of the Moog.

Die dunkle Seite des Mondes ist der Titel eines Romans von Martin Suter aus dem Jahre 2000. Der Titel (deutsch für ‚The dark side of the moon‘) spielt einerseits auf eine Aussage des Romanprotagonisten an, wonach dieses Album von Pink Floyd die beste Musik für einen Drogentrip sei, andererseits auf seine eigene Entwicklung im Verlauf des Romans.

Seit Februar 2010 zeigt das Schweizer Theater Rigiblick eine Version, bei der die Musik von Pink Floyd für Streichquartett und Piano umarrangiert wurde. Die Musik wurde zusammen mit einem Text von Ray Bradbury zum Stück To the Dark Side of the Moon verwoben. Es spielen das Galatea Quartett und Daniel Rohr.

Der Musiker Nguyên Lê veröffentlichte 2014 die CD Celebrating The Dark Side of The Moon auf der, orchestriert von Michael Gibbs, zusammen mit der NDR-Bigband die Titel des Albums interpretiert werden.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz des großen kommerziellen Erfolgs waren viele Kritiker zunächst unzufrieden mit der perfekt produzierten, aber im Vergleich zu den Vorgängeralben wenig avantgardistischen und eingängigen Musik des Albums. The Dark Side of the Moon sei Musik für „Hifi-Snobs“, hieß es etwa. In der Zeitschrift Sounds wurde das Album als Ausverkauf früherer künstlerischer Erfolge verrissen: „Die Pink Floyd leben mittlerweile davon, sich selbst zu zitieren und zu kopieren, was heißen soll: Sie glänzen durch Einfallslosigkeit.“ Die Musik sei nur mehr „billiger Gebrauchsrock vom Fließband mit ergreifenden ‚Aaahs‘ und ‚Ooohs‘“, interessant sei eigentlich nur die letzte Textzeile des Liedes Brain Damage: „Sie lautet ‚See you on the dark side of the moon‘, und das sagt aus, wo man die Pink Floyd heute findet: hinterm Mond.“[7] Im Laufe der Zeit änderte sich dies; das Album gilt heute längst auch unter Kritikern als Meilenstein: Im Juli 2010 kürte die britische Musikzeitschrift Classic Rock The Dark Side of the Moon zu einem der 50 Musikalben, die den Progressive Rock prägten.[8] In der Liste des renommierten Fachblattes Rolling Stone der 500 besten Alben aller Zeiten rangiert die LP auf Platz 43[9], und im Juni 2015 wählte dieselbe Zeitschrift das Album auf Platz 1 der 50 besten Progressive-Rock-Alben aller Zeiten.[10]

Charts und Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Dark Side of the Moon stieg erstmal am 15. April 1973 auf Rang fünf der deutschen Albumcharts ein. Seine beste Chartnotierung erreichte das Album fünf Monatsausgaben später, am 15. August 1973, mit Rang drei. Das Album musste sich lediglich dem Sampler Wim Thoelke präsentiert 3 × 9 – Ausgabe 1973 sowie dem Spitzenreiter Non Stop Dancing ’73/2 von James Last geschlagen geben.[11] Am Ende des Jahres belegte das Album Rang sechs der Album-Jahrescharts.[12] Seit seiner Veröffentlichung platziert sich das Album in unregelmäßigen Abständen immer wieder in den deutschen Albumcharts. In der Chartwoche vom 9. Dezember 2022 überschritt The Dark Side of the Moon die Schwelle von 150 Chartwochen, damit zählt es zu den erfolgreichsten Dauerbrenner Alben in Deutschland. The Dark Side of the Moon avancierte zum bis dato sechstem Chartalbum von Pink Floyd, es nach Atom Heart Mother ihr zweites Top-10-Album. Mit dem Album erzielte die Band zunächst ihre beste Chartnotierung in Deutschland, diese wurde 1977 von Animals übertroffen, welches seinerzeit die Chartspitze erreichte.[13]

In Österreich stieg das Album ebenfalls am 15. April 1973 auf Rang fünf ein und erreichte im Folgemonat die Chartspitze.[2] Am Jahresende belegte das Album die Chartspitze der Jahrescharts.[14] Die Band platzierte sich hiermit zum ersten Mal in den österreichischen Albumcharts.[2] In der Schweiz stieg das Album erstmals am 30. Juli 2006 auf Rang 47 ein, die Einführung der Schweizer Albumcharts erfolgte erst im Jahr 1983. Seine beste Platzierung gelang dem Album am 9. Oktober 2011 mit Rang acht. Für Pink Floyd wurde es zum bis dato achten Chart- und zugleich Top-10-Album in der Schweiz.[15]

Im Vereinigten Königreich stieg The Dark Side of the Moon in der Chartwoche vom 25. März 1973 auf Rang zwei ein, was zugleich die beste Platzierung darstellte.[16] Das Album musste sich lediglich dem Sampler 20 Flash Back Greats of the Sixties geschlagen geben.[17] Das Album konnte sich bislang über 550 Wochen in den Top 100 platzieren, davon 43 in den Top 10, solange wie kein anderen Pink-Floyd-Album in den britischen Charts.[16] In unregelmäßigen Abständen platziert sich das Album in den Jahrescharts, seine beste Notierung erreichte es im Jahr 1975 mit Rang 19.[18] In den US-amerikanischen Billboard 200 stieg The Dark Side of the Moon am 17. März 1973 auf Rang 95 ein. Am 28. April 1973 schaffte das Album den Sprung an die Chartspitze. Das Album avancierte zum neunten Chartalbum für Pink Floyd in den Billboard 200, erstmals erreichte sie die Chartspitze sowie die Top 10. Die beste Platzierung zuvor war Rang 46 mit Obscured by Clouds am 19. August 1972. The Dark Side of the Moon konnte sich bislang 966 Wochen in den Charts platzieren, solange wie kein anderen Pink-Floyd-Album in den US-amerikanischen Albumcharts.[19] Wie im Vereinigten Königreich platziert sich das Album auch hier in unregelmäßigen Abständen in den Jahrescharts, seine beste Notierung erreichte es im Jahr 1974 mit Rang elf.[20]

Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[13]3 (…Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
 Österreich (Ö3)[2]1 (65 Wo.)65
 Schweiz (IFPI)[15]8 (96 Wo.)96
 Vereinigtes Königreich (OCC)[16]2 (…Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
 Vereinigte Staaten (Billboard)[19]1 (…Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1973)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[12]6
 Österreich (Ö3)[14]1
 Vereinigte Staaten (Billboard)[21]12
ChartsJahres­charts (1974)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[20]11
ChartsJahres­charts (1975)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[18]19
 Vereinigte Staaten (Billboard)[22]70
ChartsJahres­charts (1976)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[23]37
ChartsJahres­charts (1977)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[24]36
ChartsJahres­charts (1980)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[25]80
ChartsJahres­charts (1982)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[26]65
ChartsJahres­charts (1983)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[27]95
ChartsJahres­charts (1993)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[28]98
ChartsJahres­charts (2012)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[29]193
ChartsJahres­charts (2014)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[30]200
ChartsJahres­charts (2015)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[31]183
ChartsJahres­charts (2017)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[32]94

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Dark Side of the Moon verkaufte sich weltweit über 50 Millionen Mal, womit es zu einem der meistverkauften Musikalben der Geschichte zählt.[1] Zusammen mit Back in Black von AC/DC, dass sich ebenfalls über 50 Millionen Mal verkaufte, rangiert es an zweiter Stelle.[33] Lediglich Thriller von Michael Jackson konnte mit über 67 Millionen verkauften Einheiten weltweit mehr Tonträger absetzen.[34] In Deutschland wurde das Album im Jahr 1993 mit einer doppelten Platin-Schallplatte für über eine Million verkaufte Einheiten ausgezeichnet, damit zählt es zu einem der meistverkauften Musikalben des Landes.[35] In den Vereinigten Staaten wurde das Album im Jahr 1998 mit 15 Platin-Schallplatten für über 15 Millionen verkaufte Einheiten ausgezeichnet, auch hier zählt es zu den meistverkauften Musikalben des Landes.[36]

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
 Argentinien (CAPIF) Platinum record icon.svg 2× Platin 120.000
 Australien (ARIA)[37] Platinum record icon.svg 14× Platin 1.020.000
 Belgien (BEA) Gold record icon.svg Gold 25.000
 Deutschland (BVMI) Platinum record icon.svg 2× Platin 1.000.000
 Frankreich (SNEP) Platinum record icon.svg Platin 400.000
 Griechenland (IFPI)[38] 45.000
 Island (IFPI) Gold record icon.svg Gold 2.500
 Italien (FIMI)[39] Platinum record icon.svg 6× Platin 1.300.000
 Kanada (MC) Diamond record icon.svg 2× Diamant 2.000.000
 Neuseeland (RMNZ) Platinum record icon.svg 16× Platin 240.000
 Österreich (IFPI) Platinum record icon.svg 2× Platin 100.000
 Polen (ZPAV) Platinum record icon.svg Platin
+ Platinum record icon.svg 2× Platin (Re-Issue)
140.000
 Portugal (AFP) Platinum record icon.svg Platin 15.000
 Russland (NFPF) Platinum record icon.svg Platin 20.000
 Tschechien (IFPI) Gold record icon.svg Gold 50.000
 Vereinigte Staaten (RIAA) Diamond record icon.svgPlatinum record icon.svg 15× Platin 15.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI) Platinum record icon.svg 15× Platin 4.500.000
Insgesamt Gold record icon.svg 3× Gold
Platinum record icon.svg 68× Platin
Diamond record icon.svg 3× Diamant
25.357.500

Hauptartikel: Pink Floyd/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dokumentationen

Literatur

  • John Harris: Pink Floyd und The Dark Side of the Moon. Die Entstehung eines Meisterwerks. Hannibal, Höfen 2006, ISBN 3-85445-272-1.
  • Brian Southall: Dark Side of the Moon Revealed: The real story of Pink Floyd's landmark album, Clarksdale 2013, ISBN 978-1-905959-98-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Pink Floyd Money Machine Leads Elvis, Nirvana, U2 in CD Battle. In: bloomberg.com. Bloomberg, 27. September 2011, abgerufen am 26. Dezember 2020 (englisch).
  2. a b c d Pink Floyd – The Dark Side of the Moon. In: austriancharts.at. Hung Medien, abgerufen am 21. Januar 2023.
  3. Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book. 20 der schönsten Songs für Akustikgitarre. Gerig Music, ISBN 3-87252-249-3, S. 34.
  4. MP3-Datei mit Stimme Driscolls auf kitrae.net: Dark Side of the Moon
  5. Vgl. Thomas Wyss Der Mann, der die Musikwelt farbiger machte Tages-Anzeiger, 8. August 2011.
  6. Andy Mabbett: The Complete Guide to the Music of Pink Floyd. Omnibus Press, 1995, ISBN 0-7119-4301-X.
  7. Sounds. Platten 66–77, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1979, S. 519 f.
  8. The 50 Albums That Built Prog Rock. In: Classic Rock. Nr. 146, Juli 2010, ISSN 1464-7834 (englisch, afka.net [abgerufen am 21. September 2022]).
  9. 500 Greatest Albums of All Time / Platz 41–50. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Rolling Stone. Ehemals im Original; abgerufen am 24. April 2014 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.rollingstone.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  10. Reed Fischer: 50 Greatest Prog Rock Albums of All Time – Pink Floyd, ‘The Dark Side of the Moon’ (1973). (Nicht mehr online verfügbar.) In: Rolling Stone. Wenner Media, 17. Juni 2015, archiviert vom Original am 23. Juli 2017; abgerufen am 7. September 2015 (englisch).
  11. Volker Dörken: Deutschland – Die Album-Charts: 15.04.1973. (PDF) In: chart-history.net. Musikmarkt, abgerufen am 21. Januar 2023.
  12. a b Top 100 Album-Jahrescharts: 1973. In: offiziellecharts.de. GfK Entertainment, abgerufen am 21. Januar 2023.
  13. a b Pink Floyd – The Dark Side of the Moon. In: offiziellecharts.de. GfK Entertainment, abgerufen am 21. Januar 2023.
  14. a b Jahreshitparade Alben 1973. In: austriancharts.at. Hung Medien, abgerufen am 21. Januar 2023.
  15. a b Pink Floyd – The Dark Side of the Moon. In: hitparade.ch. Hung Medien, abgerufen am 21. Januar 2023.
  16. a b c Pink Floyd. In: officialcharts.com. Official Charts Company, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  17. Official Albums Chart Top 50: 25 March 1973 – 31 March 1973. In: officialcharts.com. Official Charts Company, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  18. a b Top Selling Albums for 1975. (PDF) In: worldradiohistory.com. Musik Week, 27. Dezember 1975, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  19. a b Pink Floyd. In: billboard.com. Billboard, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  20. a b Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 1974. (Nicht mehr online verfügbar.) In: billboard.com. Billboard, archiviert vom Original am 30. November 2020; abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  21. Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 1973. (Nicht mehr online verfügbar.) In: billboard.com. Billboard, archiviert vom Original am 24. November 2020; abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  22. Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 1975. (Nicht mehr online verfügbar.) In: billboard.com. Billboard, archiviert vom Original am 10. April 2021; abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  23. Top Selling Albums for 1976. (PDF) In: worldradiohistory.com. Musik Week, 25. Dezember 1976, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  24. Top Selling Albums for 1977. (PDF) In: worldradiohistory.com. Musik Week, 24. Dezember 1977, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  25. Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 1980. (Nicht mehr online verfügbar.) In: billboard.com. Billboard, archiviert vom Original am 21. Februar 2020; abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  26. Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 1982. (Nicht mehr online verfügbar.) In: billboard.com. Billboard, archiviert vom Original am 6. April 2020; abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  27. Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 1983. (Nicht mehr online verfügbar.) In: billboard.com. Billboard, archiviert vom Original am 16. Dezember 2019; abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  28. Top 100 Albums 1993. (PDF) In: worldradiohistory.com. Musik Week, 15. Januar 1994, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  29. Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 2012. In: billboard.com. Billboard, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  30. Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 2014. In: billboard.com. Billboard, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  31. Year-End Charts – Billboard 200 Albums: 2015. In: billboard.com. Billboard, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  32. End of Year Album Chart Top 100 – 2017. In: officialcharts.com. Official Charts Company, abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
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