Victoria Pendleton

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Vicky Pendleton
Victoria Pendleton bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2008 in Manchester

Victoria „Vicky“ Pendleton CBE (* 24. September 1980 in Stotfold, England) ist eine ehemalige britische Radrennfahrerin. Sie ist Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin in Disziplinen des Bahnradsports.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Victoria Pendleton begann schon früh mit dem Radsport, da sie aus einer radsportbegeisterten Familie kam. Mit neun Jahren begann sie gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Alex, Radrennen zu fahren. Mit 16 Jahren wurde Pendleton in das britische National-Team berufen, sie zog es aber vor, zu studieren. Aus Begeisterung über die olympische Goldmedaille für Jason Queally bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney entschied sie sich während ihres Studiums, das sie 2002 beendete, für den Bahnradsport. Über zwei Saisons lang trainierte sie im „World Cycling Centre“ der Union Cycliste Internationale (UCI) in Aigle unter Frédéric Magné, siebenfacher Bahn-Weltmeister aus Frankreich.

Pendleton errang bei der Bahn-WM 2005 in Los Angeles ihren ersten Titel; es war der erste Titel einer Britin seit 40 Jahren.[1] Bei den Commonwealth Games 2006 in Melbourne errang sie eine Gold- sowie eine Silbermedaille.[2] Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2007 gelang ihr der Hattrick mit drei Goldmedaillen in Keirin, Sprint und Teamsprint. Dafür wurde sie in Großbritannien als erste Radrennsportlerin überhaupt zur Sportlerin des Jahres gewählt. Diese Erfolge konnte sie 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking mit einer Goldmedaille im Einzelsprint bestätigen, der einzigen Disziplin, die für Frauen in Peking angeboten wurde. Dafür wurde sie mit der M.B.E-Ehrung von Königin Elisabeth II. ausgezeichnet. Bei der Bahn-WM 2008 in Manchester gewann Victoria Pendleton zwei Titel, im Keirin und Teamsprint, und wurde sowohl 2009 wie auch 2010 Weltmeisterin im Sprint. In der Saison 2010/2011 entschied sie die Gesamtwertung im Sprint des Bahnrad-Weltcups für sich.

Im Frühjahr 2012 errang sie bei den Bahn-Weltmeisterschaften ihren sechsten und siebten WM-Titel, im Sprint sowie im Teamsprint (mit Jessica Varnish). Zudem wurde sie Vize-Weltmeisterin im Keirin.

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde Victoria Pendleton Olympiasiegerin im Keirin, im Sprint belegte sie Rang zwei hinter der Australierin Anna Meares. Im Teamsprint wurden sie und Jessica Varnish im Halbfinale wegen eines Wechselfehlers relegiert, nachdem sie dieses Rennen zunächst siegreich absolviert hatten.[3] Sie beendete, wie bereits vorher angekündigt, ihre Karriere mit Abschluss der olympischen Wettbewerbe im Bahnradsport.[4]

Ehrungen[Bearbeiten]

Vicky Pendleton wurde mit der Aufnahme in die Hall of Fame des europäischen Radsportverbandes Union Européenne de Cyclisme geehrt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Victoria Pendleton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Victoria Pendleton Biografie. In: Eurosport.de
  2. Victoria Pendleton Biography. In: Sky Sports.
  3. Victoria Pendleton & Jess Varnish relegated from team sprint. In: BBC, 2. August 2012.
  4. Victoria Pendleton loses to Anna Meares in last ever race. In: BBC, 7. August 2012.