Villariezo

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Gemeinde Villariezo
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Villariezo
Villariezo (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Burgos
Comarca: Alfoz de Burgos
Koordinaten 42° 16′ N, 3° 44′ WKoordinaten: 42° 16′ N, 3° 44′ W
Höhe: 879 msnm
Fläche: 10,24 km²
Einwohner: 631 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 61,62 Einw./km²
Postleitzahl: 09195
Gemeindenummer (INE): 09458 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ayuntamiento de Villariezo villariezo.burgos.es/ Ayuntamiento de Villariezo

Villariezo ist eine Gemeinde (municipio) mit 631 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) in der Provinz Burgos in der nordspanischen Autonomen Region Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villariezo liegt in einer vom Río Ausin durchflossenen Talmulde der kastilischen Hochebene (meseta) in einer Höhe von etwa 880 Metern ü. d. M. und ist knapp elf Kilometer (Fahrtstrecke) in südwestlicher Richtung von der Stadt Burgos entfernt. Der Nachbarort Villagonzalo Pedernales liegt knapp sechs Kilometer nördlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001
Einwohner 212 152 155 152 320

In der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schwankte die Bevölkerungszahl stets um die 300 Einwohner. Danach führte die Mechanisierung der Landwirtschaft zu einer Abwanderung eines großen Teils der Bevölkerung in die Städte. Die vergleichsweise günstigen Grundstückspreise führten zum Bau von Wohnsiedlungen und ließen die Bevölkerung des Ortes um die Jahrtausendwende wieder anwachsen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region ist seit Jahrhunderten ganz wesentlich von der Landwirtschaft geprägt. Im ausgehenden 20. Jahrhundert wurden zwei Gewerbegebiete (poligonos industriales) ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Villa de Eriezo wird in einer Urkunde aus dem Jahr 969 erstmals erwähnt und gehörte im Mittelalter zur Grundherrschaft (señorio) der nahegelegenen Klöster Las Huelgas Reales und San Pedro de Cardeña; danach fungierte das Erzbistum Burgos als Grundherr. An dieser Situation änderte sich bis zur Auflösung der Klöster und der mittelalterlichen Grundherrschaften (desamortisación) in Spanien nichts.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Iglesia de San Pedro Cátedra, ein einfacher klassizistischer Bau aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert, steht auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes. Der Überlieferung zufolge waren es zwei Steinmetze, die den aus exakt behauenen Natursteinen gemauerten Bau planten und errichteten. Der Glockenturm stammt noch von einem Vorgängerbau aus dem Jahre 1702. Der Eingang befindet sich – wie in der Region üblich – auf der Südseite des Kirchenschiffs. Im Innern der polygonal gestalteten Apsis befindet sich ein barocker Altarretabel.
  • Eine Einsiedlerkapelle (Ermita de San Isidro) wurde im Jahre 1859 am Hauptplatz des Ortes (Plaza Mayor) errichtet.
  • Etwas außerhalb steht ein 'Wegkreuz' (crucero) auf einem abgetreppten Sockel; das Monument erinnert aber auch an eine Gerichtssäule (rollo oder picota) wie sie in der Gegend häufiger zu finden sind.
  • Zwei Einsiedlerkirchen (Ermita de San Juan y Santa María und Ermita de Santo Tomás) stehen in der Umgebung des Ortes. Man nimmt an, dass sie ehemals zu zwei verschiedenen Klöstern gehörten, von denen nichts mehr erhalten ist.
  • Eine doppelbogige Steinbrücke aus dem 18. oder 19. Jahrhundert überspannt den Río Ausín.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villariezo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).