Castrillo de la Vega

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Gemeinde Castrillo de la Vega
Castrillo de la Vega – Iglesia de Santiago Apóstol
Castrillo de la Vega – Iglesia de Santiago Apóstol
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Castrillo de la Vega
Castrillo de la Vega (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Ribera del Duero
Koordinaten 41° 39′ N, 3° 47′ WKoordinaten: 41° 39′ N, 3° 47′ W
Höhe: 810 msnm
Fläche: 26,42 km²
Einwohner: 632 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 23,92 Einw./km²
Postleitzahl: 09391
Gemeindenummer (INE): 09085 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Castrillo de la Vega
Torre del Monte (1860)

Castrillo de la Vega ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit etwa 632 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Süden der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Castrillo de la Vega liegt auf der Südseite des Duero-Tals in einer Höhe von etwa 810 m. Die Stadt Burgos befindet sich knapp 90 km (Fahrtstrecke) nördlich; Aranda de Duero liegt gut 9 km östlich. Das Klima im Winter ist oft rau, im Sommer dagegen meist gemäßigt und warm; Regen (ca. 460 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 922 1.157 1.275 592 632[3]

Die Reblauskrise sowie die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe führten seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Mangel an Arbeitsplätzen und in der Folge zu einer Abwanderung eines Großteils der Bevölkerung (Landflucht).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten war Castrillo de la Vega ein sich weitgehend selbst versorgendes Bauerndorf im Duero-Tal; allerdings konnten die hier produzierten Weine über den Fluss bis nach Porto und von dort nach England und Nordeuropa verschifft werden. Der Ort gehört heute zum Weinbaugebiet Ribera del Duero.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus keltischer, römischer, westgotischer und islamischer Zeit wurden bislang keine Zeugnisse gefunden. Im 8. und frühen 9. Jahrhundert befand sich die Gegend unter islamisch-maurischem Einfluss, doch wurde das Gebiet wegen des ungewohnt rauen und regnerischen Klimas von den Berbern weder dauerhaft besiedelt noch in höherem Maß verteidigt. Ende des 9. Jahrhunderts erhielt der kastilische Graf Diego Rodríguez Porcelos von König Alfons III. von Asturien den Auftrag zur Wiederbesiedlung (repoblación) des entvölkerten Landes. Von ca. 910 bis zum Ende des Kalifats von Córdoba (1031) bildete der Duero über weite Strecken die Grenze zwischen der christlichen Einflusssphäre im Norden und der islamischen im Süden. Um das Jahr 912 jedoch eroberte der kastilische Graf Fernán González das südlich des Duero gelegene Gebiet von Haza; es wurde in der Folge mit Burgen (castillos) befestigt.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umgebung
  • Von der gut 4 km in nordöstlicher Richtung vom Ortszentrum entfernten und im Jahr 1860 noch gut sichtbaren Burgruine des Torre del Monte (oder Atalaya de Montecillo 41° 39′ 39″ N, 3° 44′ 14″ W) sind nur spärliche Reste erhalten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Castrillo de la Vega – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Castrillo de la Vega – Klimatabellen
  3. Castrillo de la Vega – Bevölkerungsentwicklung
  4. Castrillo de la Vega – Geschichte