Gumiel de Izán

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Gemeinde Gumiel de Izán
Gumiel de Izán – Kirche Santa María de la Asunción
Gumiel de Izán – Kirche Santa María de la Asunción
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Gumiel de Izán (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Ribera del Duero
Koordinaten 41° 46′ N, 3° 41′ WKoordinaten: 41° 46′ N, 3° 41′ W
Höhe: 855 msnm
Fläche: 75,5 km²
Einwohner: 548 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 7,26 Einw./km²
Postleitzahl: 09370
Gemeindenummer (INE): 09151 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Gumiel de Izán

Gumiel de Izán ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 548 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Süden der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Der Ort gehört zum Weinbaugebiet Ribera del Duero; der alte Ortskern ist als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico anerkannt.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gumiel de Izán liegt in der hügeligen Weinbauregion Ribera del Duero etwa 1 km nördlich des Río Gromejón in einer Höhe von etwa 855 m. Die Stadt Burgos ist etwa 71 km (Fahrtstrecke) in nördlicher Richtung entfernt. Die nächstgelegene Stadt ist Aranda de Duero (ca. 14 km südlich); der sehenswerte Ort Haza befindet sich etwa 26 km südwestlich. Das Klima im Winter ist rau, im Sommer dagegen gemäßigt und warm; Regen (ca. 480 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 1.893 2.458 2.053 610 545[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe führten seit den 1950er Jahren zu einem Mangel an Arbeitsplätzen und einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten war Gumiel de Izán ein Bauerndorf im Tal des Río Gromejón. Die Feldarbeit wird heute von nur wenigen Landwirten und Winzern verrichtet; einige Häuser werden im Sommer als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus keltiberischer, römischer, westgotischer und islamischer Zeit wurden bislang keine Siedlungszeugnisse gefunden; die Römerstraße von Clunia nach Asturica Augusta (Astorga) führte jedoch durch das Gemeindegebiet. Die Gründung des Ortes könnte auf Fernán González, den ersten weitgehend unabhängigen Grafen Kastiliens, zurückgehen, aber auch eine spätere Besiedlung ist nicht auszuschließen, denn die erste Erwähnung des Ortsnamens stammt erst aus dem Jahr 1042. Im Jahr 1326 erhielt der Ort von Alfons XI. königliche Stadtrechte (Villa Real) und weitere Privilegien (fueros). Die bestehende Stadtbefestigung wurde im 15. Jahrhundert ausgebaut.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altarretabel der Iglesia de Santa María de la Asunción
  • Die Iglesia de Santa María de la Asunción ist der Himmelfahrt Mariens geweiht. Der dreischiffige Bau entstand im 16. Jahrhundert anstelle einer mittelalterlichen Vorgängerkirche, von der noch Teile des Glockenturms (campanario) und das Nordportal erhalten sind; außergewöhnlich reich gestaltet ist die Fassade im Stil des klassizistischen Barock. Das Kirchenschiff (nave) wird von Sterngewölben überspannt, deren Schlusssteine die Wappen mehrerer Stifter zeigen. Ein wahres Prunkstück ist der spätgotische Altarretabel (retablo) aus dem frühen 16. Jahrhundert. Daneben finden sich zwei Seitenaltäre und zahlreiche Ausstattungsgegenstände und Figuren.[5]
  • Der historische Ortskern ist gekennzeichnet durch mehrere Fachwerkhäuser mit steinernem Erdgeschoss; darüber hinaus finden sich an mehreren Gebäuden steinerne Wappenschilde.
  • Ein neoromanischer Bau im Stil einer Burg aus dem beginnenden 20. Jahrhundert dient heute als Restaurant.
Umgebung
  • Inmitten der Weinfelder steht ein vom britischen Architekten Sir Norman Foster geplantes Weingut (bodega).[6]
  • Ca. 1 km außerhalb des Ortes steht die in den 1950er Jahren anstelle eines Vorgängerbaus neuerbaute Ermita de la Virgen del Río.
  • Vom verschwundenen Weiler Reveche ca. 4 km nördlich steht noch die aus exakt behauenen Steinen erbaute, aber nur mit einem offenen Dachstuhl gedeckte romanische Ermita de Santo Cristo de Reveche; beachtenswert ist das Archivoltenportal.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gumiel de Izán – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Gumiel de Izán – Klimatabellen
  3. Gumiel de Izán – Bevölkerungsentwicklung
  4. Gumiel de Izán – Geschichte
  5. Gumiel de Izán – Kirche
  6. Gumiel de Izán – Weingut