San Juan del Monte

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Gemeinde San Juan del Monte
Wappen Karte von Spanien
Wappen von San Juan del Monte
San Juan del Monte (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Burgos
Comarca: Ribera del Duero
Koordinaten 41° 41′ N, 3° 31′ WKoordinaten: 41° 41′ N, 3° 31′ W
Höhe: 840 msnm
Fläche: 64,53 km²Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/Flächendiff 00026.50
Einwohner: 138 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 2,14 Einw./km²
Postleitzahl: 09490
Gemeindenummer (INE): 09337 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ayuntamiento de Arandilla www.arandilla.es/ Ayuntamiento de Arandilla

San Juan del Monte ist eine Gemeinde (municipio) mit 138 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) in der spanischen Provinz Burgos in der Autonomen Region Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

San Juan del Monte liegt – eine große Ausnahme in der Region – auf dem südlichen Ufer des Río Arandilla in einer Höhe von etwa 840 Metern ü. d. M. Der nächstgrößere Ort, Aranda de Duero, ist etwa 16 Kilometer (Fahrtstrecke) in westlicher Richtung entfernt. Bis nach Peñaranda de Duero sind es fünf Kilometer in östlicher Richtung. Sehenswert ist auch der unter Denkmalschutz stehende Ort Coruña del Conde (17 Kilometer nordöstlich).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1991 2004 2012
Einwohner 186 167 156

Im 19. Jahrhundert hatte San Juan del Monte stets um die 300 bis 350 Einwohner. Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs ist die Zahl der Einwohner seit der Mitte des 20. Jahrhunderts rückläufig.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kleine Ort war und ist in hohem Maße von der Landwirtschaft geprägt; angebaut werden vorwiegend Weizen und Gerste. San Juan del Monte gehört zum Weinbaugebiet Ribera del Duero. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist der Tourismus (Ferienwohnungen) eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Geschichte des Ortes liegen kaum Informationen vor – wahrscheinlich gehörte er zu den Orten entlang der ehemaligen Grenze zwischen christlicher und muslimischer Einflusssphäre, die im 10., 11. und 12. Jahrhundert von christlichen Zuwanderern sowohl aus dem Norden als auch aus dem Süden Spaniens wiederbesiedelt (repoblación) oder neugegründet wurden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche San Juan Bautista mit ihrem für die Region typischen Südportal stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ein Altarretabel aus dem 17. Jahrhundert schmückt das Innere der Kirche.
  • Im ausgehenden Mittelalter gerieten San Juan und seine Nachbardörfer in immer stärkere juristische Abhängigkeit von Peñaranda de Duero, aus welcher man sich im Jahre 1780 gegen Zahlung einer für die armen Landgemeinden enorm hohen Geldsumme von 2530 Dukaten loskaufte. Als Symbol der rechtlichen und verwaltungsmäßigen Unabhängigkeit wurde in San Juan del Monte eine Gerichtssäule (rollo) errichtet.
  • Die im 18. Jahrhundert erbaute Einsiedlerkirche (Ermita de Nuestra Señora de la Vega) steht etwas außerhalb des Ortes. Ein doppelgeschossiger Glockengiebel (espadaña) überragt sie schmucklose Westfassade. In ihrer Nähe wurden römische Fundamentreste entdeckt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).