Villetelle

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Villetelle
Vilatèla
Wappen von Villetelle
Villetelle (Frankreich)
Villetelle
Region Okzitanien
Département Hérault
Arrondissement Montpellier
Kanton Lunel
Gemeindeverband Communauté de communes du Pays de Lunel
Koordinaten 43° 44′ N, 4° 8′ OKoordinaten: 43° 44′ N, 4° 8′ O
Höhe 10–67 m
Fläche 6,31 km2
Einwohner 1.463 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 232 Einw./km2
Postleitzahl 34400
INSEE-Code
Website Villetelle

Villetelle – Pont Ambroix

Villetelle (okzitanisch: Vilatèla) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 1.463 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Hérault in der Region Okzitanien in Südfrankreich.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Villetelle liegt am Fluss Vidourle in einer Höhe von ca. 15 bis 20 m ü. d.  M. an der Grenze zum benachbarten Département Gard. Die Kantonshauptstadt Lunel befindet sich nur etwa 8 km (Fahrtstrecke) südlich; die Großstadt Montpellier liegt rund 31 km südwestlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1975 1999 2012
Einwohner 118 140 114 136 194 923 1.448

Bis in die 1970er Jahre blieb die Einwohnerzahl relativ konstant. Infolge der relativen Nähe zu Montpellier, des zunehmenden Tourismus und den vergleichsweise niedrigen Immobilienpreisen ist in Villetelle in den letzten Jahrzehnten ein deutlicher Anstieg der Bevölkerungszahlen zu verzeichnen gewesen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von der Landwirtschaft (Getreide, Wein, Gemüse) und ein wenig Viehzucht; die Stadt Lunel kam wegen ihrer vergleichsweise geringen Entfernung als Marktort infrage. Seit den 1960er Jahren spielt der Tourismus (Ferienwohnungen, Hotels, Restaurants etc.) eine zunehmend bedeutsamere Rolle im Wirtschaftsleben des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenmauer des Oppidum Ambrussum

Die Geschichte von Villetelle ist nur wenig erforscht; die etwa 550 m südöstlich des heutigen Ortes befindliche Römersiedlung (oppidum) Ambrussum lag ehemals an der Via Domitia, der Hauptverbindung zwischen Italien und den römischen Provinzen Gallia Narbonensis und Tarraconensis. Die heutige Pfarrkirche stammt aus dem späten 12. oder beginnenden 13. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die kleine spätromanische Pfarrkirche (Église Saint-Guiraud) hat eine polygonal gebrochene Apsis. Der Eingang befindet sich – wie in der Region üblich – auf der Südseite; der Blick auf die Westfassade ist durch ein später angebautes Haus verstellt.
  • Das Hinterland des Ortes mit seinen Weinfeldern ist ausgesprochen reizvoll. Bei klarer Sicht ist sogar der ca. 80 km (Luftlinie) entfernte Gipfel des Mont Ventoux zu sehen.
  • Die Ruinen der Römersiedlung Ambrussum mit dem nahegelegenen Pont Ambroix lohnen einen Ausflug. Sie wurden im Jahr 1974 als Monument historique[1] anerkannt; die bis zu einem Hochwasser im Jahr 1933 noch zweibogige Brücke wurde bereits im Jahr 1840 als Monument historique eingestuft.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villetelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oppidum Ambrussum, Villetelle in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Pont Ambroix, Villetelle in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)