Wangels

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wangels
Wangels
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wangels hervorgehoben
Koordinaten: 54° 16′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Amt: Oldenburg-Land
Höhe: 56 m ü. NHN
Fläche: 67,12 km²
Einwohner: 2187 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23758
Vorwahl: 04382
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 043
Adresse der Amtsverwaltung: Hinter den Höfen 2
23758 Oldenburg i. H.
Webpräsenz: www.amt-oldenburg-land.de
Bürgermeister: Eckhard Klodt (CDU)
Lage der Gemeinde Wangels im Kreis Ostholstein
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Über dieses Bild

Wangels ist eine Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt an das Amt Lensahn und den Kreis Plön und liegt in der Nähe des Bungsbergs in der Landschaft Wagrien. Ab dem 8. Jahrhundert war das Gebiet wendisch (slawisch) besiedelt, worauf auch die heutigen Ortsnamen noch hinweisen.

Wangels besteht aus den 19 Ortsteilen Barensdorf, Hansühn, Karlshof, Kükelühn, Meischenstorf, Neutestorf, Testorf (ehemals Gutsbezirk Testorf), Charlottenhof, Ehlerstorf, Farve, Grammdorf, Hohenstein, Wangels (ehemals Gutsbezirk Farve), Döhnsdorf, Friederikenhof, Groß-Wessek, Testorferfelde, Wasbuck und Weißenhaus (ehemals Gutsbezirk Weißenhaus). Hansühn bildet das Zentrum der Gemeinde. Auch das Ostseebad Weißenhäuser Strand an der Hohwachter Bucht liegt im Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet gehörte ursprünglich drei Gutsbezirken an, aus denen 1933 die Gemeinden Hansühn (Gutsbezirk Testorf), Hohenstein (Gutsbezirk Farve) und Döhnsdorf (Gutsbezirk Weißenhaus) gebildet wurden. 1939 wurden diese drei Gemeinden zur heutigen Gemeinde Wangels zusammengeschlossen.

Döhnsdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burghügel der Döhnsdorfer Burg

Im Westen der Gemeinde an der B 202 gelegenes Dorf - südlich des Dorfes befindet sich die Döhnsdorfer Burg - der Rest einer mittelalterlichen Turmhügelburg.

Grammdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Grammdorf, das seit der Steinzeit besiedelt ist, befindet sich ein Ganggrab (Steinkammer von Grammdorf). Hier befand sich im 12. Jahrhundert eine slawische Burg, die wohl aus einem Ringwall aus Erde und Holz bestand.

Hansühn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche in Hansühn

Etymologisch leitet sich Hansühn von den mittelniederdeutschen Vokabeln han (hoch) und Sühn (Sonne) ab und bedeutet Hohe Sonne, was auf die hohe Lage des Dorfes zurückzuführen ist.

Die Christuskirche wurde auf der Kammhöhe eines eiszeitlichen Moränenzuges errichtet. Der Bau wurde 1896 an der Stelle einer Kirche des 13. Jahrhunderts errichtet. Er weist an der südöstlichen Seite ein Feldsteinmauerwerk auf. Beim Bau verwendete der Hamburger Architekt Hugo Groothoff behauene Feldsteine und gliedernde Zierziegelpartien und erreichte damit im Äußeren ein an romanische Kirchen erinnerndes Erscheinungsbild. Die Mauertechnik und die neugotischen Buntfenster verraten jedoch die jüngere Entstehungszeit. Das Kirchenschiff wird von einem gebrochenen offenen Dachstuhl überspannt. Die sich hinter dem mächtigen runden Chorbogen öffnende Apsis wird von einer Halbkuppel abgeschlossen. In den querschiffähnlichen Ausbauten sind Emporen eingespannt, deren Zugang über die jeweils außen angelegten halbrunden Treppentürme erfolgt. Neben spätgotischen Skulpturen der Kreuzgruppe ist die geschnitzte gotische Thronende Madonna mit Kind (um 1320/25) aus einer Lübecker Werkstatt von Bedeutung.

Meischenstorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am hohen Ostufer eines Baches das Ganggrab von Wangels-Meischenstorf

Güter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehlerstorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gut Ehlerstorf wurde im späten Mittelalter begründet. Das Herrenhaus geht auf ein typisches Doppelhaus zurück, es stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert wurde die Hofanlage des Guts im historischen Stil erneuert.

Farve[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Farver Mühle von 1828 (bei Farve)

Das Gut Farve existiert seit dem Jahre 1454, das heutige Herrenhaus wurde 1837 neugotisch umgebaut. Das Gut befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich.

Zu dem Gut gehört die Farver Mühle - eine Windmühle von 1828.

Testorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut Testorf wurde 1460 gegründet, das heutige neobarocke Herrenhaus stammt überwiegend aus der Zeit um 1774, wurde 1764 bis 1784 durch den Eutiner Hofbaumeister Georg Greggenhofer umgestaltet und 1902 nochmals weitgehend umgebaut. Das Gut befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Die Gebäude sind axialsymmetrisch angelegt und liegen in einem weitläufigen Park. Besonders das von Greggenhofer errichtete Torhaus ist sehenswert.

Weißenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herrenhaus des Gutes Weißenhaus und das zugehörige Gutsdorf mit 16 Häusern (ca. 50 Hektar) wurde im Oktober 2005 vom Grafen Platen-Hallermund an den Hamburger Unternehmer Jan Henric Buettner verkauft.

Das Herrenhaus des einstmals zu Weißenhaus gehörenden Guts Friederikenhof stammt aus dem Jahr 1895.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 zehn Sitze und die SPD hat sieben.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geviert. 1 in Rot das silberne holsteinische Nesselblatt, 2 in Silber drei blaue Wellenbalken, 3 in Silber eine grüne Damwildschaufel, 4 in Rot eine schräglinks gestellte goldene Ähre.“[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wangels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein