Bütow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Bütow (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Bütow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 21′ N, 12° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Müritz
Amt: Röbel-Müritz
Höhe: 78 m ü. NN
Fläche: 26,32 km²
Einwohner: 482 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17209
Vorwahl: 039922
Kfz-Kennzeichen: MÜR
Gemeindeschlüssel: 13 0 56 009
Adresse der Amtsverwaltung: Marktplatz 1
17207 Röbel/Müritz
Webpräsenz:
Bürgermeister: Siegfried Haustein
Lage der Gemeinde Bütow im Landkreis Müritz
Karte

Bütow ist eine Gemeinde im Landkreis Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde Bütow liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte, östlich der Eldequelle in einem hügeligen Gebiet, das maximal 101 m ü. NN erreicht. Zur Gemeinde gehört der 36 ha große Dambecker See. Die Stadt Röbel ist ca. 8 km entfernt.

Zu Bütow gehören die Ortsteile Dambeck, Erlenkamp und Karchow.

[Bearbeiten] Geschichte

Das Gemeindegebiet war bereits in der Bronzezeit besiedelt, davon zeugt ein Hünengrab nahe dem Ortsteil Erlenkamp. Aus der slawischen Siedlungsphase ist ein Turmhügel bei Karchow erhalten. Das ehemalige Gutsdorf Bütow ist über 700 Jahre alt. Aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert stammt der Westturm der Kirche des Ortes, die Kirchruine im Ortsteil Dambeck ist noch älter.

Der Bütower Getreidespeicher aus den 1920er Jahren ist schon von weitem sichtbar. In diesem Mühle genannten Bau arbeitete eine Brot- und Gebäckfabrik für die Versorgung Berlins – allerdings nur wenige Monate, denn der Protest der Berliner Bäcker war zu groß, sodass die Produktion eingestellt wurde.

Bütow und seine Umgebung werden durch die Landwirtschaft geprägt. Tradition hat der Kartoffelanbau und die Züchtung diverser Kartoffelsorten. Im ehemaligen Dambecker Gutshaus arbeitet eine Kornbrennerei, die aus der Spiritusherstellung aus Kartoffeln hervorging. Das Gutshaus von Bütow war ein bedeutender Reitsport-Standort der DDR.

Neben landwirtschaftlichen Betrieben haben sich seit 1991 einige Handwerksbetriebe angesiedelt. Eine Windkraftanlage wurde nahe der A 19 errichtet. Bütow ist heute Schulstandort auch für die umliegenden Gemeinden Fincken, Leizen, Jaebetz, Walow und Stuer.

[Bearbeiten] Gedenkstätten

[Bearbeiten] Verkehr

Die Ortsteile Dambeck, Erlenkamp und Karchow liegen direkt an der Bundesstraße 198, Bütow selbst etwa 2 km abseits der B 198. Die A 19 Berlin - Rostock führt westlich an der Gemeinde vorbei, die Autobahn-Anschlussstelle Röbel ist etwa 3 km entfernt. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Malchow und Ganzlin.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Kirchenruine Dambeck
Kirchenruine Dambeck
  • Die Dorfkirche in Bütow ist ein rechteckiger Backsteinbau aus dem 15. oder 16. Jahrhundert mit älterem quadratischen Feldsteinturm. Teile des Gebäudes sowie Ausstattungsgegenstände datieren auf das 17. Jahrhundert.
  • Die Kirchenruine Dambeck ist die Ruine einer um 1180 errichteten romanischen Feldsteinkirche, die nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel. Bis 1920 wurden im Chorraum noch Gottesdienste gehalten. Nach einem Blitzeinschlag und der Explosion versteckter Munition befindet sich die Ruine seit 1954 im heutigen Zustand.
  • Das ehemalige Gutshaus in Dambeck ist ein eingeschossiger Putzbau mit Mansarddach.
  • Die Dorfkirche in Karchow ist ein rechteckiger Fachwerkbau aus dem Jahr 1688, der wohl einen älteren Vorgängerbau ersetzt hat, von dem auf dem freistehenden Glockenstuhl noch eine Glocke von 1670 erhalten ist.
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